Medizinische/r Dokumentar/in.

Gehalt:
kein Gehalt
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
3 Jahre
Im Bereich Gesundheit:
Ausbildung Medizinische/r Dokumentar/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Idealerweise einen Realschulabschluss oder Fachabitur

    • Gute Noten in Mathe und Deutsch

    • Ein gutes schriftliches und mündliches Ausdrucksvermögen

    • Interesse an Medizin und Informatik

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Ein Organisationstalent bist

    • Auch unter Zeitdruck sorgfältig und konzentriert arbeitest

    • Körperlich fit bist

    • Verschwiegen bist

  2. Deine Aufgaben: Digitalisieren, recherchieren, präsentieren.

    Berufsbild Medizinische/r Dokumentar/in

    Überall dort, wo kranke Menschen behandelt, Krankheiten erforscht oder neue Medikamente getestet werden, gibt es Unmengen an Daten und Informationen zu verarbeiten. In der dreijährigen schulischen Ausbildung zum/zur Medizinischen Dokumentar/in bekommst du das Rüstzeug, um diese Aufgabe zu übernehmen. An der Schnittstelle zwischen Medizin und Technik kennst du den menschlichen Körper fast genauso gut wie die Datenbanken und Computerprogramme, mit denen du täglich arbeitest.

    Bist du im Krankenhaus oder in Arztpraxen tätig, dokumentierst und prüfst du am Computer die Diagnosen und Therapien von Patienten. Du jonglierst mit Formularen, Katalogen und Datenbanken und strukturierst alle Informationen so, dass andere jederzeit darauf zurückgreifen können. Auf dieser Basis können zum Beispiel Abrechnungen und Statistiken erstellt werden. So sorgst du für einen einwandfreien Datenfluss. Als Daten-Guru entwickelst du neue Datenverarbeitungssysteme und erklärst Ärzten und Krankenpflegern, wie die Programme funktionieren.

    In pharmazeutischen Betrieben bist du verantwortlich für die Dokumentation von klinischen Studien. Bevor ein Medikament auf den Markt kommen darf, muss es ausführlich an Testpersonen, sogenannten Probanden, getestet werden. Dabei überwachst du die Erfassung von auftretenden Nebenwirkungen und wertest die Daten statistisch aus. So trägst du dazu bei, gesundheitsschädliche Stoffe zu ermitteln. In der Forschung unterstützt du Wissenschaftler, indem du in Spezialbibliotheken nach Fachliteratur recherchierst und ihnen deine Ergebnisse präsentierst. Auch die Leitung medizinischer Bibliotheken kannst du übernehmen.

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  4. Theorie und Praxis: Dein Ticket in den medizinischen Bereich.

    Medizinische/r Dokumentar/in Gehalt

    Die Ausbildung zum/zur Medizinischen Dokumentar/in ist eine schulische Ausbildung. Das heißt, du lernst das theoretische und praktische Know-how an einer Berufsschule und im Rahmen eines Praktikums. In manchen Schulen kannst du auch gleichzeitig das Fachabitur erwerben. Da du in keinem Ausbildungsbetrieb tätig bist, bekommst du leider keine Vergütung, aber du kannst Schüler-BAföG beantragen. Öffentliche Einrichtungen sind kostenlos, aber für die Ausbildung in privaten Schulen musst du meist Gebühren hinlegen. Informiere dich also ausführlich!

    In der Ausbildung kannst dich auf einen wirklich abwechslungsreichen Lehrplan freuen! Neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Sozialkunde wirst du im berufsbezogenen Unterricht in den Schwerpunkten Medizin, Dokumentation, Mathe, Statistik und Informatik geschult. Wie ist unser Körper aufgebaut? Wie lese ich eine Krankenakte? Wie plane ich klinische Studien? Du lernst medizinische Fachbegriffe kennen, Datenbanken zu bedienen und zu programmieren sowie Literatur zu beschaffen und zu katalogisieren. Den beruflichen Alltag erlebst du in einem mehrmonatigen Praktikum.

    Hast du die schriftliche und mündliche Abschlussprüfung bestanden, stehen dir alle medizinischen Bereiche offen. Hast du ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt, kannst du die Karriereleiter weiter nach oben klettern, indem du dich zum/zur Fachwirt/in für Informationsdienste fortbildest. Hast du die Fachhochschulreife oder Hochschulreife, ist auch ein Studium möglich, zum Beispiel in Informationsmanagement oder Medizinischer Informatik.

  5. Dein Arbeitsumfeld: In Büros, Bibliotheken und Archiven Sorgfalt walten lassen.

    Medizinische/r Dokumentar/in Bilder

    Während deiner Ausbildung besucht du gemeinsam mit anderen Auszubildenden den theoretischen und praktischen Unterricht. Auch selbständige Projektarbeiten stehen auf dem Programm. Das Praktikum gibt dir einen Vorgeschmack auf deinen späteren beruflichen Alltag: Dein wichtigstes Arbeitsmittel ist der Computer. Ob in Krankenhäusern, Forschungslabors oder Pharmazieunternehmen – am Bildschirm verarbeitest du Daten, recherchierst Literatur oder erstellst Statistiken. Man findet dich meist im Büro, aber auch in Bibliotheken oder Archiven, wo du nach Fachbüchern suchst oder sie neu einsortierst.

    Vor allem im medizinischen Bereich gibt es viele Gesetze und Vorschriften, die du beachten musst. Die ärztliche Schweigepflicht gilt nämlich nicht nur für den Arzt, sondern für alle, die mit den Daten vertraut sind. Auch das Arzneimittelrecht und den Datenschutz musst du immer im Hinterkopf behalten – denn medizinische Informationen über Patienten dürfen nicht ungehindert nach außen dringen. In Krankenhäusern herrscht Schichtdienst, das heißt, du kannst auch nachts zum Einsatz kommen. Und auch unter Zeitdruck musst du sorgfältig und gewissenhaft arbeiten, denn ein Tippfehler kann schwerwiegende Konsequenzen haben.

  6. Dein Ausbildungsgehalt.

    Leider erhältst du im Rahmen dieser Ausbildung keine Vergütung. Vor allem in schulischen Ausbildungen ist das meist üblich, da du neben deinem theoretischen Unterricht nicht auch wie in der dualen Ausbildung im Betreib arbeitest. Häufig zahlst du an der Berufsfachschule sogar noch Gebühren – zum Beispiel um zu Prüfungen zugelassen zu werden. Aber keine Sorge: Du wirst hier nicht allein gelassen, denn du kannst Förderungen wie zum Beispiel BAföG beantragen.

Bist du der/die geborene Medizinische Dokumentar/in?
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