Duales Studium an einer Berufsakademie

Was ist eine Berufsakademie?

Berufsakademien sind wesentlich für das duale Studium – ohne sie würde es das Konzept gar nicht geben. Seit Anfang der 1970er Jahre bieten Berufsakademien Studiengänge an, die Theorie mit einer praktischen Ausbildung verknüpfen. Staatliche Berufsakademien gab es zunächst in Baden-Württemberg, heute aber auch in Sachsen und Thüringen.

In einigen Bundesländern gibt es aber auch privat finanzierte Berufsakademien mit staatlicher Anerkennung, so zum Beispiel in:

  • Hamburg
  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Saarland
  • Schleswig-Holstein

ACHTUNG: Bei sogenannten „Akademien“ lohnt es sich auf jeden Fall, genauer hinzusehen. Grundsätzlich dürfen sich nämlich alle Institutionen Berufsakademie nennen, die ein Bildungsangebot haben. Achte vor allem darauf, ob die Studiengänge staatlich anerkannt sind, sodass du später nicht das Nachsehen hast.

Ist der Abschluss den Bachelorabschlüssen gleichgestellt?

Zunächst konnte man an den Berufsakademien den Abschluss „Diplom XY (BA)“ erwerben. Auch wenn dieser denen der Universitäten und Fachhochschulen sehr ähnlich sieht, ist dies kein akademischer Grad, sondern eine sogenannte staatliche Abschlussbezeichnung.

Seit der Bologna-Reform sind die Bachelorabschlüsse der Berufsakademien nun aber denen der Hochschulen gleichgestellt. Trotzdem ist es ratsam, sich genau über den Abschluss des angestrebten dualen Studiums zu informieren, denn vereinzelt existieren die Diplom BA-Abschlüsse der Berufsakademien noch. Mit denen ist es aber nicht möglich, ein weiterführendes Studium oder sogar eine Promotion aufzunehmen.

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Wie läuft das duale Studium an einer Berufsakademie ab?

Das duale Studium an der Berufsakademie läuft nicht groß anders ab, als das duale Studium an den Hochschulen: Das Studium dauert in der Regel sechs Semester, während sich Theorie und Praxis regelmäßig abwechseln – blockweise oder im Wochenrhythmus. Die Inhalte sind dabei aufeinander abgestimmt. Grundsätzlich bist du durch eine Ausbildungsvergütung abgesichert, musst bei den privaten Trägern aber oftmals Studiengebühren abdrücken.

Außerdem kannst du dein duales Studium an der Berufsakademie auch mithilfe von BAföG finanzieren. Hierbei musst du jedoch beachten, dass dein Gehalt auf den Förderbetrag angerechnet wird. Studierst du zudem an einer Berufsakademie in Hamburg, Niedersachsen oder Hessen, besteht leider KEIN BAföG-Anspruch. Weitere Informationen zum Thema findest du in unserem Artikel zum BAföG im dualen Studium.

Zulassung zur Berufsakademie

Um an der Berufsakademie zugelassen zu werden, benötigst du genau wie an den Fachhochschulen und Universitäten die (fachgebundene) Hochschulreife. Außerdem benötigst du für die Zulassung einen Ausbildungsvertrag mit einem Praxisvertrag der Berufsakademie.

Mehr Tipps:

» Lies hier mehr über länderspezifische Besonderheiten des dualen Studiums.

» Tipps zur Immatrikulation findest du hier.

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