Soziales, Pädagogik

Fachlehrer/in

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Fachlehrer/in Gehalt
  • Gehalt: kein Gehalt
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 2 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Eigentlich hast du dir Lehrer-Sein immer ganz cool vorgestellt, aber deine Lehrer haben dich in der Schule eher enttäuscht? Dann mach eine Ausbildung zum/zur Fachlehrer/in und zeige deinen Schülern, wie man es besser macht!

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Für berufliche Schulen einen Realschulabschluss oder einen vergleichbaren Schulabschluss, eine abgeschlossene Ausbildung, mehrjährige Berufserfahrung sowie einen Techniker oder Meister

  • Für allgemeinbildende Schulen einen Realschulabschluss oder einen vergleichbaren Schulabschluss und eine abgeschlossene Ausbildung

  • Ausgeprägtes Fachwissen in deinen Fächern

  • Die Fähigkeit, komplizierte Sachverhalte verständlich zu erklären

  • Sichere Rechtschreibkenntnisse

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Gerne mit Jugendlichen arbeitest

  • Kommunikativ bist und selbstbewusst auftrittst

  • Belastbar, psychisch und körperlich stabil und flexibel bist

  • Sorgfältig arbeitest und fair bewerten kannst

  • Dich gut in andere hineinversetzen kannst

  • Selbstständig arbeitest

  • Dich durchsetzen kannst, bei Konflikten die Nerven behältst und lösungsorientiert arbeitest

Ausbildung zum/zur Fachlehrer/in: Die Zukunft von Schülern mitgestalten

Deine Aufgaben: Spannend unterrichten, sorgfältig vorbereiten, zwischenmenschlich am Start sein

Berufsbild Fachlehrer

Du willst niemals ein Bürohengst werden – lieber bist du unter Menschen? Stillstand treibt dich in den Wahnsinn – besser gefällt es dir, wenn kein Tag dem anderen gleicht? Du bist kein Klugscheißer – gibst aber dennoch gerne dein Wissen weiter? Mit einer Ausbildung zum/zur Fachlehrer/in legst du den Grundstein für einen Beruf voller Abwechslung, der dich vor echte Herausforderungen stellt. Du stehst vor der Klasse, bist Wissensvermittler, Ratgeber, Autorität und Animateur zugleich. Außerdem prägst du durch deine Persönlichkeit, deinen Umgang mit den Schülern und deine Lehrmethoden die Zukunft deiner Schützlinge. Dabei triffst du auf die verschiedensten Charaktere, unterschiedliche Wissensstände und Motivationen, die von fleißig-und-voll-dabei bis hin zu absolut-null-Bock schwanken.

Das Schöne ist: Als Fachlehrer/in siehst du die Erfolge deiner Arbeit unmittelbar, wenn du zum Beispiel einen eher schwierigen Schüler dazu bringst, im Unterricht mitzuarbeiten, oder ein Fünfer-Kandidat plötzlich eine Drei schreibt. Ziel ist es, dass du nicht nur vor der Klasse stehst und Vorträge hältst, sondern durch verschiedene Methoden wie zum Beispiel eine Talkshow oder ein Gruppenpuzzle für Abwechslung und selbstständiges Arbeiten sorgst. Dazu gehört auch der Einsatz verschiedener Sozialformen, das heißt, Aufgaben werden nicht immer alleine, sondern auch in Partner- oder Gruppenarbeit gelöst. Die Aufmerksamkeit von Schülern bekommst du außerdem über die Verwendung verschiedener Medien, damit sie nicht 90 Minuten lang einfach nur auf eine Tafel starren.

Zu den Aufgaben eines/r Fachlehrer/in gehört nicht nur das Unterrichten, sondern auch das Vorbereiten des Unterrichts, das Korrigieren von Klassenarbeiten und Hausaufgaben sowie Gespräche mit Eltern und Schülern. Dazu kommen Konferenzen mit dem Kollegium und auch außerschulische Aktivitäten wie Schulfeste, Sporttage oder Skiausfahrten. Auch auf diese Aufgaben wirst du während deiner Ausbildung zum/zur Fachlehrer/in vorbereitet.

Grundlegende Theorie von Pädagogik und Didaktik live umsetzen

Fachlehrer/in Gehalt

Die Ausbildung zum/zur Fachlehrer/in besteht aus einer zwei- bis vierjährigen Weiterbildung und dem Vorbereitungsdienst an der Schule, der an Berufsschulen zwei Jahre und für das Lehramt an allgemeinbildenden Schulen ein bis zwei Jahre dauert. Im Theorieunterricht werden dir Kenntnisse in Pädagogik, pädagogischer Psychologie, Methodik und Didaktik sowie Schulorganisation und Schulpraxis vermittelt. Das heißt, dass du im Theorieunterricht zum Beispiel lernst, wie du den Lernstoff an die Schüler effektiv und abwechslungsreich vermittelst, was du im Umgang und in der Kommunikation mit ihnen beachten solltest oder was dich im Schulalltag erwartet.

Je nachdem, ob du eine Ausbildung zum/zur Fachlehrer/in für allgemeinbildende Schulen oder für Berufsschulen machst, unterscheiden sich die Inhalte; außerdem legst du selber natürlich deine Fächer fest und bekommst in denen dann jeweils Fachdidaktik vermittelt. Du lernst, wie du die Inhalte in deinen Fächern so für deine Schüler aufbereitest, dass sie deren Wissensstand und deren Bedürfnissen gerecht werden. Wenn du zum Beispiel die erste Szene aus einem Drama nur vorliest und dann nach der Bedeutung fragst, wird sich kaum einer dafür interessieren, wenn die Schüler hingegen die Szene vorspielen und weiterentwickeln dürfen, hast du aufgeweckte Schüler vor dir, die zu ganz anderen Ergebnissen fähig sind. Mögliche Fächerkombinationen sind Englisch und Sport, Ernährung und Gestaltung oder Werken, technisches Zeichnen, Kunsterziehung und Kommunikationstechnik.

Neben der Theorie in deinem Klassenraum bist du auch vor Ort an der Schule, besuchst den Unterricht anderer Lehrer und führst selbstständig Unterricht durch, den du vorher geplant hast. Dabei wirst du natürlich von erfahrenen Kollegen unterstützt. Während der Weiterbildung überwiegt die Theorie, während im Vorbereitungsdienst dann der Fokus auf dem Unterrichten liegt. Dir sollte bewusst sein, dass deine Arbeitszeit zwar auf den ersten Blick eher kurz und mit viel Ferien verbunden ist, aber du solltest nicht unterschätzen, dass du manchmal abends oder am Wochenende arbeiten musst – zum Beispiel, wenn es viel zu korrigieren gibt.

Die Ausbildung zum/zur Fachlehrer/in an einer allgemeinbildenden Schule ist eine Weiterbildung, das heißt, dass du für die Zulassung eine abgeschlossene Ausbildung brauchst. Wenn du Fachlehrer/in an einer beruflichen Schule werden willst, ist sogar neben einer abgeschlossenen Ausbildung sowie mehrjähriger Berufspraxis auch eine Meister- oder Technikprüfung Voraussetzung.

Die Weiterbildung schließt du mit einer staatlichen Prüfung ab. Voraussetzung dafür ist, dass du den Vorbereitungsdienst erfolgreich abgeschlossen hast. Die Abschlussprüfung besteht aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Teilen; dabei werden Pädagogik, Fachwissen und die Fähigkeit zu unterrichten bewertet.

Als Chef im Ring Raum für freie Entfaltung lassen

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Dein Arbeitsplatz als Fachlehrer/in ist in der Schule – Klassenzimmer, Lehrerzimmer, Konferenzräume – und am Schreibtisch, an dem du deinen Unterricht vorbereitest. Wichtig ist, dass du gut im Umgang mit Menschen bist, dich nicht leicht ablenken lässt und mit einem gewissen Lautstärkepegel umgehen kannst. Lehrersein wird oft unterschätzt, ist aber ein sehr anstrengender Job, da man während des Unterrichts die ganze Zeit aufmerksam sein sowie mitdenken muss und selbst im größten Chaos nicht die Nerven verlieren darf. Du zeigst Präsenz vor der Klasse und hältst die Fäden in der Hand, gibst den Schülern aber gleichzeitig Raum für das individuelle Lerntempo und die persönliche Entwicklung.

Wichtig ist, dass die Schüler dich ernstnehmen; dabei hilft es zum Beispiel, wenn du dich durch deine Kleidung von ihnen abhebst und ein gepflegtes Aussehen hast. Das heißt nicht, dass du einen Anzug oder ein Kostüm tragen musst – das würde sogar schon zu viel Distanz ausdrücken. Jeans und Rock oder T-Shirt zum Beispiel sind völlig in Ordnung, solange das Shirt nicht bauchfrei oder der Rock zu kurz ist. Auch ärmellose Shirts oder Shorts sind zu vermeiden. Blazer sehen gut aus, schränken aber die Bewegungsfähigkeit ein – ein Cardigan ist hier praktischer. Du siehst, du musst nicht overdressed erscheinen, sondern eher leger und bequem, aber eben mit Stil.

Gehalt

Dein Ausbildungsgehalt

Leider erhältst du im Rahmen dieser Ausbildung keine Vergütung. Vor allem in schulischen Ausbildungen ist das meist üblich, da du neben deinem theoretischen Unterricht nicht auch wie in der dualen Ausbildung im Betreib arbeitest. Häufig zahlst du an der Berufsfachschule sogar noch Gebühren – zum Beispiel um zu Prüfungen zugelassen zu werden. Aber keine Sorge: Du wirst hier nicht allein gelassen, denn du kannst Förderungen wie zum Beispiel BAföG beantragen.

Deine nächsten Schritte

Ausbildungsplatz finden

Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

Zur Ausbildungsplatz-Suche

Ausbildung starten

Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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Bewerbung schicken

Das Anschreiben für deine Ausbildung – quasi der Liebesbrief für deine Ausbildung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Ausbildung ist immer der schwerste. AZUBI.DE hilft dir!

So sieht die perfekte Bewerbung aus

Bist du der/die geborene Fachlehrer/in?

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Was ist ein Vorteil einer Gruppenarbeit?

  • Die Schüler haben Zeit, sich über das Wochenende zu unterhalten
  • Man kann sich gut verstecken
  • Im geschützten Raum können die Schüler gemeinsam die Lösung einer Aufgabe erreichen, indem jeder seinen Teil dazu beiträgt

Doch nicht das Richtige?

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