Bewerbungsschreiben Ausbildung
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Bewerbungsschreiben Ausbildung

Absender und Empfänger

Damit der Betrieb, bei dem du dich bewirbst, auch weiß, von wem das Anschreiben kommt, führst du links oben deinen Namen sowie deine vollständige Adresse an. Weitere Informationen, wie beispielsweise deine Telefonnummer, sind hier nicht nötig, da du diese im Lebenslauf nennst.

Darunter folgen Name und Adresse des Unternehmens sowie der Name deines Ansprechpartners.

Auf der rechten Seite gibst du eine Zeile unterhalb des Empfängers das Datum an. Hier ist es gängige Praxis, auch den Ort, an dem du dich befindest, mit anzuführen. Das sieht dann so aus:

Bremen, den 02.03.2015

Nun folgt der Betreff, welchen du auf der linken Seite platzierst. Der Betreff ist eine Art Überschrift für dein Bewerbungsschreiben, deswegen solltest du ihn optisch dezent hervorheben und versuchen, ihn so präzise wie möglich zu formulieren. Ein gutes Beispiel wäre:

Bewerbung um Ausbildungsplatz als Fachkraft für Fruchtsafttechnik

Hast du alle Formalitäten angepasst, geht es weiter mit der…

... Anrede

Hier kommt es darauf an, ob du den Namen des Ansprechpartners deiner angestrebte Ausbildung kennst oder nicht. Oft wird dieser in der Stellenausschreibung angegeben. Sollte dies nicht der Fall sein, lohnt es sich immer kurz bei dem Betrieb anzurufen und den Ansprechpartner zu erfragen. Dies macht für die Bewerbung einen sehr guten ersten Eindruck und zeigt außerdem dein reges Interesse an der Stelle. Konntest du den Namen in Erfahrung bringen, formulierst du die Begrüßung so:

Sehr geehrter Herr Schmidt,

...

Achte hier darauf, dass nach der Anrede zwei Zeilenumbrüche folgen und du da weiter schreibst, wo in diesem Beispiel die sind.

Solltest du den Namen des Ansprechpartners partout nicht rausfinden können, schreibst du:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Hast du auch die Begrüßung formuliert, geht es weiter mit dem nächsten Punkt – du erläuterst, …

… wie du auf die Ausbildung aufmerksam geworden bist!

Hast du auch die Begrüßung formuliert, geht es weiter mit dem nächsten Punkt. Du leitest den Fließtext mit der Erklärung ein, wie du auf das Unternehmen und die Ausbildung, auf die du dich bewirbst, aufmerksam geworden bist. Du schreibst zum Beispiel:

…über die von Ihnen ausgeschriebene Stellenanzeige auf AZUBI.DE bin ich auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, in Ihrem Unternehmen die Ausbildung zum/zur Industriekaufmann/frau absolvieren zu können. Dies stieß bei mir auf großes Interesse.

Da große Worte allein nicht viel aussagen, erläuterst du im nächsten Schritt, …

… warum du gerade diese Ausbildung anstrebst!

Hier gilt es deinem Wunscharbeitgeber deine Begeisterung für die Ausbildung zu vermitteln. Welche deiner persönlichen Interessen treiben dich an, diesen Beruf auszuüben? Du formulierst beispielsweise so:

Der Beruf des/der Fachinformatikers/in ist für mich besonders interessant, da Computer eine meiner großen Leidenschaften darstellen. Ich beschäftige mich in meiner Freizeit viel mit ihnen und möchte mich ferner auch auf professioneller Ebene mit ihrer Beschaffenheit und Funktionsweise auseinandersetzen.

Außerdem ist es wichtig zu betonen, ...

... warum du gerade bei diesem Ausbildungsbetrieb arbeiten möchtest!

Personaler hören gerne, warum du dir für deinen Berufseinstieg ausgerechnet ihren Betrieb ausgesucht hast. Ihnen ist sehr wichtig, dass du dich mit dem Unternehmen, seinen Werten und der Art und Weise, wie sie ihr Geld verdienen, auseinandergesetzt hast.

Dazu gehst du beispielsweise auf die Unternehmenswebsite und schaust in der Rubrik „Über uns“ oder „Unser Unternehmen“. Dort findest du viele wertvolle Informationen, die für deine Bewerbung hilfreich sein können. Du schreibst zum Beispiel:

Da die Mustermann-IT GmbH eines der profiliertesten Unternehmen im Bereich Informationstechnik ist, bin ich der festen Überzeugung, dass ihr Unternehmen den für mich idealen Arbeitgeber darstellt, um meine berufliche Laufbahn zu beginnen.

Hast du auch diesen Schritt gemeistert, versuchst du zu verdeutlichen, …

… warum gerade du perfekt für diese Ausbildung bist!

Leichter gesagt als getan? Du fragst dich vielleicht selber, was dich von anderen Bewerbern abhebt – schließlich gehst du noch zur Schule oder hast gerade erst deinen Abschluss in der Tasche. Kein Problem, das geht nicht nur dir so!

Du beginnst zum Beispiel damit zu erläutern, auf welche Schule du gehst und welchen Abschluss du anstrebst:

Ich besuche derzeit die 12. Klasse des Alexander von Humboldt Gymnasiums Bremen und werde voraussichtlich im Juni dieses Jahres mein Abitur machen.

Hast du ferner vielleicht Praktika absolviert, bist in einem Verein aktiv oder spielst seit langem ein Instrument? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um anzugeben:

Erste praktische Erfahrungen durfte ich bereits im Rahmen eines zweiwöchigen Schulpraktikums bei der PC Notdienst 24 GmbH sammeln. Meine Tätigkeit dort hat mich zusätzlich in dem Wunsch bestärkt, den Beruf des/der Fachinformatikers/in ausüben zu wollen.

Darüber hinaus bin ich seit meinem achten Lebensjahr in einem Fußballverein aktiv. Neben den regulären Mannschaftsaktivitäten bin ich bei verschiedenen organisatorischen Vereinsaufgaben eingebunden und trainiere ehrenamtlich eine Jugendmannschaft.

Des Weiteren zählt seit nun mehr neun Jahren das Gitarrenspiel zu meinen Leidenschaften. Im Zuge der alljährlichen Theatervorführung unserer Schule bin ich Teil der Schulband.

Praktika lassen beispielsweise darauf schließen, dass du dich schon im Vorfeld für den Themenbereich, in dem du deine Ausbildung machen möchtest, interessiert hast. Aktivität in einem Sportverein zeigt, dass du teamfähig bist. Spielst du seit deinem sechsten Lebensjahr Klavier, ist dies ein Zeichen dafür, dass du dich für etwas begeistern kannst und zudem Ehrgeiz entwickelst. Deine Lieblingsfächer in der Schule könnten auch relevant sein.

Achtung aufgepasst: Bei Praktika und deinen Lieblingsfächern ist es besonders wichtig, dass sie einen direkten Bezug zu deiner angestrebten Ausbildung aufweisen. Ist dies nicht der Fall, lässt du es im Anschreiben lieber weg und verweist auf deine anderen Stärken. Hast du dein Schülerpraktikum beispielsweise bei einem Friseur absolviert, möchtest aber die Ausbildung zum/zur Bankkaufmann/frau machen, lässt du das Praktikum unerwähnt.

Nachdem du deine persönlichen Vorzüge verdeutlicht hast, ist es fast geschafft! Es folgt die…

... Verabschiedung!

Hier stellst du zu guter Letzt noch einen Bezug zum Vorstellungsgespräch her. Du schreibst zum Beispiel:

Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen.

Darunter kommt eine Abschiedsfloskel

Mit besten Grüßen

…und darunter zum Schluss deine Unterschrift. Unabhängig davon, ob du dich online oder per Post bewirbst, macht sich eine handschriftliche Unterschrift gut. Bei einer Online-Bewerbung kannst du deine Unterschrift einscannen und im Anschluss in das Dokument einfügen.

Jetzt ist es geschafft – dein Bewerbungsschreiben ist fertig!

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