In 9 Schritten zum perfekten Lebenslauf
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In 9 Schritten zum perfekten Lebenslauf

Warum ist ein Lebenslauf für deine Ausbildung wichtig?

Dein Lebenslauf ist dein erster Kontakt mit den Personalern eines Ausbildungsbetriebes. Stell dir vor, der Personaler Herr Müller sitzt an seinem Schreibtisch und hat eine freie Ausbildungsstelle ausgeschrieben. Nun liegen vor ihm auf dem Tisch 20 Bewerbungen, aber nur mit Name und Foto. Herr Müller schaut sich die einzelnen Fotos an, doch wie soll er entscheiden, wer gut geeignet ist und wen er gerne in einem Vorstellungsgespräch persönlich kennen lernen möchte? Ohne weitere Angaben sortiert er aus: Dieser Bewerber hat zu große Ohren, die andere Bewerberin schaut zu böse und der Pullover des dritten ist grün und Herr Müller hasst die Farbe grün. Findest du so ein Auswahlverfahren fair? Wohl kaum. Deswegen gibt es den Lebenslauf! Mit diesem kannst du Herrn Müller zeigen, was du schon alles gemacht hast und Herr Müller sieht viel besser, wer gut in sein Unternehmen passen könnte und wen er bei einem Vorstellungsgespräch persönlich kennen lernen möchte.

Schritt 1: Keine Angst vorm weißen Blatt

Fange ganz einfach damit an, dass du dein Schreibprogramm auf deinem PC öffnest (Word, Pages oder OpenOffice) und das Dokument gleich unter „Lebenslauf_Datum“ abspeicherst.

Stelle dann die Seitenränder ein: links und rechts jeweils 2,5 cm und oben und unten 2 cm.

Dann wählst du eine Schriftart. Am besten bieten sich hierfür Arial, Calibri, Helvetica oder Verdana in Schriftgröße 12, an.

Als nächstes fügst du eine Kopfzeile ein. In diese gehört dein Name, am besten etwas größer, wenn du möchtest auch farbig, und in einer neuen Zeile deine Adresse sowie Telefonnummer und E-Mail. Diese Angaben sollten rechtsbündig stehen und Schriftgröße 9 oder 10 ppt haben.

Vorsicht bei der E-Mail-Adresse: Achte bei deiner E-Mail-Adresse darauf, dass du die Initialen deines Namens verwendest und nicht irgendwelche Kunst- oder Fantasienamen, wie bigfish@hotmail oder kleinemaus@aol - das geht einfach mal gar nicht!

Schritt 2: Die Einteilung

Schließe jetzt die Kopfzeile und schreibe eine Zeile darunter links Lebenslauf, am besten in Schriftgröße 18 und fett, wenn du möchtest auch farbig.

Neben die Überschrift Lebenslauf fügst du dein Foto ein.

Schritt 3: Das Foto

Das Foto sollte am besten Passbildgröße haben.

Schickst du deine Bewerbung per Post, kannst du dein Foto nach dem Ausdrucken auf den Lebenslauf kleben.

Soll deine Bewerbung online erfolgen (wie das funktioniert, erfährst du im Punkt weiter unten: How-to: Online Bewerbung) ist es sinnvoll, den Fotografen um ein digitales Format deiner Fotos zu bitten (auf einer CD oder einem USB-Stick).

Dann kannst du dein Foto direkt in deine Datei ziehen, verkleinern oder vergrößern. Um dein Foto an jeder Stelle zu platzieren, musst du unter Zeilenumbruch „transparent“ eingeben.

Achte auch darauf, dass dein Foto rechts in einer Linie mit deiner Kopfzeile ist

Schritt 4: Persönliche Angaben

Nach deinem Foto kommt die erste Überschrift, nämlich „Persönliche Angaben“.

Alle Überschriften solltest du fett markieren und in Schriftgröße 12 sowie linksbündig im Flattersatz halten und anschließend eine durchgehende Linie darunterziehen.

Danach folgt eine freie Zeile und anschließend dein Name, dein Geburtsdatum- und Geburtsort und dein Familienstand, untereinander und linksbündig. Deine Angaben hierzu sollten immer mit einem Abstand (zwei bis drei Einrückungen nach rechts) erfolgen.

Danach sollte eine Zeile frei sein, bevor es mit der nächsten Überschrift weitergeht

Schritt 5: Deine Schulbildung

Nach deinen persönlichen Angaben, folgen die Angaben zu deiner Schulbildung.

Gehe hier, wie auch bei anderen Zeitangaben, in einer chronologischen Reihenfolge vor und beginne mit deiner aktuellen Situation.

Links steht der Zeitraum, wobei du von Monat/Jahr bis Monat/Jahr (in Zahlen) schreibst.

Rechts (wieder nach zwei/drei Einrückungen) schreibst du dann die Schule, den Schulort und darunter dein angestrebter Abschluss mit der Note oder voraussichtlichen Abschlussnote in Klammern.

Schritt 6: Deine Praktika und Nebentätigkeiten

Nach deiner Schulbildung folgen deine möglichen Praktika und Nebentätigkeiten.

Diese gibst du auch wieder in einer chronologischen Reihenfolge an und startest mit der aktuellsten.

Auch hier steht wieder links der Zeitraum von Monat/Jahr bis Monat/Jahr.

Rechts (nach zwei/drei Einrückungen) erfolgt dann die Bezeichnung, also zum Beispiel: Schülerpraktikum, Nebenjob, Aushilfe und der vollständige Name des Unternehmens, bei welchem du tätig warst, also „Schülerpraktikum bei dem Getränkelieferant Söhnemann und Söhne GmbH“.

Was anschließend sehr gerne gesehen wird, ist, wenn du rechts unter das Unternehmen in zwei Stichpunkten kurz erklärst, was du bei deiner praktischen Tätigkeit gemacht hast oder welche Sachen du gelernt hast. Zum Beispiel:

  • „Vorbereiten eines Raumes für Kundentermine“,
  • „Ansprache von Kunden am Telefon“,
  • „Erstellen von Präsentation mit Powerpoint“,
  • „Einfügen von Kennzahlen in Excel“.

Bei Nebentätigkeiten, wie dem Austragen von Zeitungen, kannst du die Beschreibung jedoch weglassen.

Schritt 7: Deine Kenntnisse

Unter dem Punkt „Kenntnisse“ führst du erworbene Kenntnisse auf, die dich für die Ausbildung qualifizieren.

Hier gilt: Links die Kenntnisse nennen, rechts (nach zwei/drei Einrückungen) führst du die Kenntnisse weiter aus.

Kenntnisse können zum Beispiel ein Führerschein (rechts ausführen: Klasse B), Fremdsprachenkenntnisse (rechts ausführen: Deutsch (Muttersprache), Englisch (gut in Wort und Schrift) oder (Grundkenntnisse) sowie EDV-Kenntnisse (rechts: in welchen Programmen) sein.

Schritt 8: Deine Interessen

Im letzten Schritt kannst du jetzt noch einmal mit deiner Persönlichkeit punkten und deine Interessen angeben.

Führe hier wieder links die Beschäftigung an, zum Beispiel „Sport“, „Musik“ oder „Freizeit“ und rechts (nach zwei/drei Einrückungen) beschreibst du kurz deine Interessen, zum Beispiel: Fußballspielen im Verein Buxdehude, Theater spielen in der Schul-AG, Singen im Jugendchor, Lesen von Kriminalromanen.

Tatata – der letzte Schritt 9: Datum und Unterschrift

Abschließend kommen nach deinen Interessen drei bis vier Freizeilen und dann links dein Wohnort und das aktuelle Datum, also zum Beispiel: Wonderland, den 22.Februar 2015.

Daran anschließend folgt deine handschriftliche Unterschrift. Dafür druckst du entweder deinen Lebenslauf aus, unterschreibst ihn und scannst ihn wieder ein. Oder du unterschreibst auf einem weißen Blatt, scannst diese Unterschrift ein und fügst sie als Bild in dein Dokument ein.

!!Ganz wichtig!! Bevor du dich jetzt hart feierst, gehe noch einmal deinen kompletten Lebenslauf durch, achte auf Rechtschreibung und Kommasetzung und schau kritisch darauf, ob alles ordentlich untereinandersteht. Am besten gibst du ihn zum Korrigieren deinen Eltern, die finden bestimmt noch den ein oder anderen Fehler zum Verbessern.

Checkliste Lebenslauf

Hier findest du nochmal eine Checkliste zum Abhaken, damit du deinen Lebenslauf auf alle wichtigen Punkte überprüfen kannst:

Checkliste Lebenslauf

How to: Online-Bewerbung

Mittlerweile ist es üblich, dass gerade große Unternehmen die Bewerbungen für eine Ausbildungsstelle online erhalten wollen – entweder als E-Mail oder im Unternehmenseigenen Online-Portal.

In beiden Fällen exportierst du deinen Lebenslauf in eine PDF-Datei, welche man mit Adobe Reader öffnen kann.

Sinnvoll ist es, alle deine Unterlagen in PDFs umzuwandeln und in eine einzige PDF zu ziehen. Diese kannst du in Online-Bewerbungsportalen ganz einfach hochladen oder bei einer E-Mail-Bewerbung im Anhang versenden.

Hierbei gilt die Reihenfolge:

  • Anschreiben/Motivationsschreiben,
  • Lebenslauf,
  • Dokumente wie Zeugnisse,
  • Praktika-Bescheinigungen.

Weitere Informationen zur Online-Bewerbung findest du auch in unserem Tipp zur Online-Bewerbung.

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