An alles gedacht? So gelingt die Bewerbung für eine Ausbildung
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An alles gedacht? So gelingt die Bewerbung für eine Ausbildung

Die richtige Einstellung

Die richtige Einstellung

Eine aussagekräftige Ausbildungsbewerbung zu schreiben ist kein Hexenwerk – aber dennoch schreibt sie sich nicht von selbst. Wichtig ist deshalb, dass du die Angelegenheit nicht auf die leichte Schulter nimmst, sondern dich für deinen Traumberuf reinhängst und eine Bewerbung hinlegst, die Personaler und künftige Chefs von den Socken haut. Schließlich wäre es extrem ärgerlich, wenn du wegen ein paar Blatt Papier eine wichtige Chance für deine berufliche Zukunft nicht nutzt, oder?

Der richtige Umfang

Der richtige Umfang

Wie schreibt man eine Bewerbung für eine Ausbildung?

Du willst in deiner Bewerbung von dir überzeugen, aber den Adressaten nicht erschlagen. Das heißt: Gib ihm genau so viele Informationen, wie für die Ausbildung und die Beschreibung deiner Person relevant sind, aber lass leere Floskeln im Bewerbungsschreiben weg. Viel besser ist es, konkret zu sein. Bewirbst du dich zum Beispiel für eine Ausbildung zum/zur Erzieher/in, ist es sinnvoll anzugeben, dass du dir in den letzten Jahren dein Taschengeld mit Babysitten aufgebessert hast und geübt im Umgang mit Kindern bist. Hast du aber dein Schulpraktikum bei einem Metzger absolviert, tut das nichts zur Sache und kann zwar für die Vollständigkeit im Lebenslauf, nicht aber im Anschreiben erwähnt werden.

Dennoch aufgepasst: Zu wenig Informationen sind auch nicht gut. Schließlich möchtest du ja zeigen, warum genau du die perfekte Besetzung für einen Job bist. Schreib also nicht nur, dass du motiviert bist, sondern auch, wie sich das konkret zeigt.

Grundsätzlich besteht eine Bewerbung für die Ausbildung also aus:

  • einem Anschreiben (niemals länger als eine DIN A4 Seite)
  • deinem Lebenslauf (nicht länger als zwei DIN A4 Seiten)
  • und Zeugnissen.

Das richtige Anschreiben

Der richtige Ansprechpartner

Bevor du richtig mit deiner Bewerbung loslegst, schau unbedingt, ob du in der Stellenausschreibung oder auf der Homepage des Ausbildungsbetriebes einen Ansprechpartner für die Bewerbung findest. Mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ liegst du zwar nicht falsch, aber es entsteht leicht der Eindruck, dass du deine Bewerbung nach dem Prinzip Copy und Paste einfach an viele Unternehmen blind rausgeschickt hast, ohne dich für eine Stelle besonders zu interessieren. „Sehr geehrte Frau Wagner“ wirkt dagegen viel individueller – im ersten Satz gekoppelt mit der Erwähnung des Firmennamens und der Stelle, für die du dich bewirbst.

Der richtige Ton

Grundsätzlich siezt du deine Ansprechpartner in der Bewerbung, auch wenn sie in der Stellenanzeige duzen. Der Ton im Anschreiben sollte nicht umgangssprachlich sein, aber auch nicht zu hochgestochen – es muss deutlich werden, dass du den Text geschrieben hast und auch das meinst, was du schreibst. Außerdem wichtig: Absolut korrekte Rechtschreibung und Grammatik! Am besten lässt du deine Bewerbung gründlich Korrektur lesen, bevor du sie rausschickst. Denn je öfter man sich mit dem eigenen Text beschäftigt, desto leichter übersieht man Fehler.

Die richtige Motivation

Entscheidend ist, dass das Anschreiben aussagekräftig, individuell und authentisch gestaltet ist. Meistens kann man vor Beginn der Ausbildung noch nicht viele praktische Erfahrungen vorweisen, aber das macht nichts, solange du durch Motivation und Persönlichkeit punkten kannst.

Der Personaler oder dein zukünftiger Chef wollen sehen, dass du

  • Interesse genau für ihre Stelle mitbringst,
  • du Lust hast zu lernen
  • und gut in das Team passt.

Dabei ist es wichtig, dass du dich von anderen Bewerbern positiv abhebst. Willst du zum Beispiel zeigen, dass du ein Teamplayer bist, erwähnst du deine Erfahrungen im Mannschaftssport oder dein Engagement als Teamer bei Jugendfreizeiten. Mehr Informationen zum Thema findest du in unserem Tipp zum perfekten Anschreiben.

Der richtige Lebenslauf

Der richtige Lebenslauf

Dein Lebenslauf hilft dem Personaler, auf den ersten Blick einen Eindruck von dir zu bekommen. Daher ist es wichtig, dass er übersichtlich aufgebaut und vollständig ist. Oben rechts kommt das Foto hin, gefolgt von persönlichen Angaben, Schulbildung, Praktika und Nebentätigkeiten, Kenntnissen sowie Interessen. Darunter dürfen Datum und Unterschrift – für eine Online-Bewerbung ausdrucken, unterschreiben, einscannen – nicht fehlen. Achte darauf, dass der Lebenslauf klar strukturiert ist, das heißt, dass du ihn chronologisch beginnend jeweils mit dem neuesten Ereignis aufbaust und links die Daten im Format Monat/Jahr hinschreibst. Darüber hinaus ist es wichtig, dass du formelle Kriterien wie die richtige Schriftgröße und Abstände einhältst. Du möchtest mehr über die Kunst des Curriculums wissen? Dann schau dir unsere 9 Schritte zum perfekten Lebenslauf an.

Das richtige Foto

Auf deinem letzten Urlaubs-Selfie siehst du unglaublich gut aus? Das mag sein, aber dennoch ist es ein No Go für deine Bewerbung. Das Foto ist der erste Eindruck, den der Personaler und dein zukünftiger Chef von dir bekommen. Daher solltest du hier Profis ranlassen und keine privaten Aufnahmen nutzen. Wichtig ist, dass du sympathisch rüberkommst – ein offenes Lächeln macht da viel aus. Wer grimmig schaut, einen sexy Augenaufschlag hinlegt oder schläfrig wirkt, erweckt leicht einen falschen Eindruck. Achte außerdem darauf, dass deine Kleidung ordentlich, dein Haar gekämmt und eventuelles Make-Up dezent ist. Im Hintergrund sollte nicht viel los sein, was von deinem Gesicht ablenken könnte: Weiß oder eine helle Farbe sind eine bessere Wahl als aufwendige Muster oder Neonfarben.

Alles richtig gemacht?

Alles richtig gemacht?

Du hast an deinem Anschreiben gefeilt, dein Lebenslauf sieht schick aus und du hast ein sensationelles Bewerbungsfoto machen lassen? Dann fehlt noch der letzte Schliff: Die Bestandteile müssen durch Zeugnisse ergänzt, in einem Dokument zusammengefügt und das Ganze in der Regel per E-Mail verschickt werden. Natürlich nicht kommentarlos, sondern versehen mit einem kurzen Text wie zum Beispiel:

„Sehr geehrter Herr Kaiser, im Anhang finden Sie meine Bewerbung für die Ausbildung zum/zur Bürokaufmann/frau.

Ich freue mich auf eine Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

Nadine Meyer.“

Dann gilt es nur noch den Anhang nicht zu vergessen, auf Senden zu klicken und dich auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu freuen.

Infografik Bewerbung

Hier findest du die wichtigsten Punkte alle auf einen Blick!

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