Soziales, Pädagogik

Erzieher/in

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Erzieher/in Gehalt
  • Gehalt: kein Gehalt
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Malen, spielen, basteln? Dass hinter dem Beruf Erzieher viel mehr steckt, erfährst du hier! Informiere dich über die Ausbildungsinhalte, dein Arbeitsumfeld und die Voraussetzungen, die du für die Ausbildung zum/zur Erzieher/in mitbringen solltest. Außerdem kannst du direkt testen, ob der Beruf des Erziehers der richtige für dich ist!

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Idealerweise einen Realschulabschluss oder eine vergleichbare Schulausbildung

  • Interesse an pädagogischen und psychologischen Fragen

  • In Einzelfällen: eine vorhergegangene Ausbildung zum/zur Kinderpfleger/in, zum/zur sozialpädagogischen Assistenten/in oder zum/zur Sozialhelfer/in

  • Je nach Schule oder Bundesland Voraussetzung: ein polizeiliches Führungszeugnis, ein Gesundheitszeugnis, ein logopädisches Gutachten, Eignungsgespräche

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Kinderlieb bist und eventuelle schlechte Laune nicht an anderen auslässt

  • Jederzeit die Nerven behältst, psychisch belastbar bist und dich durchsetzen kannst

  • Kreativ bist und Spaß daran hast, spielerisch Kinder zu beschäftigen

  • Kein Problem hast anzupacken und dein Outfit schmutzig zu machen

  • Einfühlsam bist

  • Auch praktisch zupacken kannst und körperlich belastbar bist

Ausbildung zum/zur Erzieher/in: Die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen prägen

Deine Aufgaben: Mit pädagogischem Feingefühl für optimale Betreuung sorgen

Berufsbild Erzieher

Marie weint, weil Paul ihr ein Spielzeugauto weggenommen hat, Lena weigert sich, mal wieder zu essen und Luis möchte seine Mama einfach nicht gehen lassen: Bei der Ausbildung zum/zur Erzieher/in erwarten dich Situationen, in denen viel Liebe, Sensibilität sowie Phantasie gefragt sind – und gute Nerven, denn es kann auch öfter mal laut werden sowie drunter und drüber gehen.

Erzieher/innen waren früher unter dem Begriff Kindergärtner bekannt und dieser Begriff beschreibt die Verantwortung, die man bei der Ausbildung zum/zur Erzieher/in übernimmt, recht treffend: Du begleitest Kinder und Jugendliche beim (Auf)wachsen, steckst viel Energie in ihre Entwicklung und trägst durch deine Kenntnisse dazu bei, dass sie aufblühen und zu fröhlichen und zufriedenen Persönchen gedeihen. Als Erzieher/in bist du eine wichtige Bezugsperson, die während die Eltern arbeiten, deren Stelle einnimmt. Dabei prägst du die Persönlichkeit und begleitest Kinder bei den ersten bewussten Konfliktsituationen.

Der pädagogische und psychologische Anteil ist nicht zu unterschätzen: Im Kindergarten wird viel gespielt, aber dabei vor allem auch die persönliche Entwicklung der Kleinen gefördert, damit sie ihre Fähigkeiten optimal entfalten können. Zum Beispiel hilft das Bauen von Türmen der Motorik, Puzzeln der Konzentration und Malen der Entwicklung von Kreativität. Außerdem lernst du während deiner Ausbildung zum/zur Erzieher/in viel über verschiedene Erziehungsmethoden und kannst das Erlernte bei deiner Ausbildung zum Erzieher direkt in die Praxis umsetzen. Wichtig ist dabei, Ruhe auszustrahlen, jederzeit die Nerven zu behalten und sich durchsetzen zu können. Es können viele Situationen auf dich zukommen, die du als „Chef im Ring“ im Griff haben musst, damit die Sicherheit der Kinder und eine grundsätzliche Wohlfühlatmosphäre gesichert sind. Übrigens: Auch praktisch musst du als Erzieher anpacken können – sei es beim Basteln oder dabei, den Kindern bei der Körperhygiene zu helfen.

Du möchtest Erziehungsarbeit leisten, aber nicht unbedingt im Kindergarten, weil dich zum Beispiel die Probleme Jugendlicher interessieren? Die Ausbildung zum/zur Erzieher/in kannst du nicht nur mit Kleinkindern, sondern auch mit älteren Gruppen absolvieren. In der Jugendbetreuung, zum Beispiel in einem Schülerhort oder in einem Heim, liegt der Schwerpunkt eher auf Konfliktlösung oder Hilfe bei schulischen und privaten Problemen.

Pädagogisches Theoriewissen in die Praxis umsetzen

Erzieher/in Gehalt

Die Ausbildungsdauer zum/zur Erzieher/in beträgt in Vollzeit in der Regel drei Jahre. Möglich ist auch eine Verkürzung um ein Jahr, zum Beispiel, wenn du schon praktische Vorerfahrung mitbringst. Gegebenenfalls ist auch eine Ausbildung in Teilzeit möglich – diese dauert dann dementsprechend länger, bis zu sechs Jahren.

Die Ausbildung zum/zur Erzieher/in ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt; daher variieren auch die Voraussetzungen. Bei der Ausbildung zum/zur Erzieher/in bist du die meiste Zeit an der Berufsschule, dazu kommt ein meist einjähriges Praktikum in einer Einrichtung, in der du mit Kindern oder Jugendlichen arbeitest. Im theoretischen Teil lernst du verschiedene Erziehungsmethoden kennen, erfährst inwiefern Kunst, Musik und Sport in der Erziehungsarbeit eigesetzt werden können sowie welche Möglichkeiten es für Konfliktlösungen gibt. Außerdem lernst du, welche Entwicklungsstufen Kinder durchlaufen und bekommst einen Einblick in Heil-, Sonder- und Heimpädagogik.

Das Theoriewissen aus dem schulischen Teil der Ausbildung zum/zur Erzieher/in setzt du dann vor Ort in die Praxis um und wendest es unter Berücksichtigung der verschiedenen Charaktere, die dir begegnen, an. Je nach Ausbildungsbetrieb sind Erzieher in der Ganztagsbetreuung eingesetzt, sodass teilweise mit langen Arbeitszeiten gerechnet werden muss. Für einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung legst du am Ende eine staatliche Prüfung ab, die aus einem schriftlichen und praktischen Teil besteht. In manchen Bundesländern muss man zusätzlich eine mündliche Prüfung ablegen. Übrigens: Wer eine Ausbildung zum/zur Erzieher/in macht, hat derzeit sehr gute Zukunftsaussichten!

Dein Arbeitsumfeld: Kein Tag wie der andere

Erzieherin Bilder

Im Kindergarten, in der KITA oder im Hort geht es lebendig, bunt und laut zu; Business-Outfit oder strenge Hierarchien suchst du also während deiner Ausbildung zum/zur Erzieher/in vergebens. Die Kinder prägen den Tagesablauf maßgeblich, sodass du in bequemer Kleidung und mit viel Energie auf verschiedenste Situationen vorbereitet sein solltest – da landen schon mal die Spaghetti auf deinem Schoß, du findest dich inmitten einer Wasserbombenschlacht wieder oder wirst mit Fingerfarben schön farbenfroh angemalt.

Und auch in anderen Einrichtungen wie Heimen, Jugendzentren, Tagesstätten, Beratungsstellen oder Ferienheimen steht die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen im Fokus. So kannst du dich auf eine dynamische Arbeitsatmosphäre freuen, bei der sich alle duzen, eine familiäre Stimmung herrscht und Vertrauen statt Distanz aufgebaut wird. Dabei solltest du dennoch darauf achten, ein Stück emotionale Distanz zu behalten, damit du nicht zu viel Berufliches in dein Privatleben nimmst.

Gehalt

Dein Ausbildungsgehalt

Leider erhältst du im Rahmen dieser Ausbildung keine Vergütung. Vor allem in schulischen Ausbildungen ist das meist üblich, da du neben deinem theoretischen Unterricht nicht auch wie in der dualen Ausbildung im Betreib arbeitest. Häufig zahlst du an der Berufsfachschule sogar noch Gebühren – zum Beispiel um zu Prüfungen zugelassen zu werden. Aber keine Sorge: Du wirst hier nicht allein gelassen, denn du kannst Förderungen wie zum Beispiel BAföG beantragen.

Deine nächsten Schritte

Ausbildungsplatz finden

Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Ausbildung starten

Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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