Erzieher/in.

Ausbildungsgehalt:
1215 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
2 Jahre
Ausbildung Erzieher/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
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Wie viel kostet die Ausbildung als Erzieher/in?

An öffentlichen Schulen musst du nichts bezahlen, an privaten Schulen gibt es allerdings Lehrgangsgebühren.

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Wie viel verdienen Erzieher/innen in der Ausbildung?

Während du die Schule besuchst, verdienst du leider nichts. Nur in den Praktikumsphasen, wenn du in einem Betrieb – also z. B. einer Kita – arbeitest, erhältst du ein Ausbildungsgehalt. Wenn diese zum öffentlichen Dienst gehören, wirst du sogar nach Tarif bezahlt. Dort bekommst du schon im 1. Lehrjahr über 1.000 Euro.

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Was braucht man, um Erzieher/in zu werden?

Neben einem Realschulabschluss und Berufspraxis wollen viele Betriebe auch ein ärztliches Attest von dir haben und ein aktuelles Führungszeugnis.

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Wie läuft eine Ausbildung als Erzieher/in ab?

Normalerweise dauert die Ausbildung drei Jahre. Die meiste Zeit bist du in der Berufsschule, wo du alles über das Thema Erziehung von Kindern lernst. Dazwischen arbeitest du direkt in einer Einrichtung deiner Wahl. Am Ende legst du eine staatliche Prüfung ab.

Voraussetzungen.

Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

  • Idealerweise einen Realschulabschluss oder eine vergleichbare Schulausbildung

  • Interesse an pädagogischen und psychologischen Fragen

  • In Einzelfällen: eine vorhergegangene Ausbildung als Kinderpfleger/in, als sozialpädagogische/r Assistent/in oder als Sozialhelfer/in

  • Je nach Schule oder Bundesland Voraussetzung: ein polizeiliches Führungszeugnis, ein Gesundheitszeugnis, ein logopädisches Gutachten, Eignungsgespräche

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Kinderlieb bist und eventuelle schlechte Laune nicht an anderen auslässt

  • Jederzeit die Nerven behältst, psychisch belastbar bist und dich durchsetzen kannst

  • Kreativ bist und Spaß daran hast, spielerisch Kinder zu beschäftigen

  • Kein Problem hast anzupacken und dein Outfit schmutzig zu machen

  • Einfühlsam bist

  • Auch praktisch zupacken kannst und körperlich belastbar bist

Deine Aufgaben: Mit pädagogischem Feingefühl für optimale Betreuung sorgen.

Berufsbild Erzieher/in

Marie weint, weil Paul ihr ein Spielzeugauto weggenommen hat, Lena weigert sich, mal wieder zu essen und Luis möchte seine Mama einfach nicht gehen lassen: Bei der Ausbildung als Erzieherin oder Erzieher erwarten dich Situationen, in denen viel Liebe, Sensibilität sowie Fantasie gefragt sind – und gute Nerven, denn bei kleinen Kindern kann es auch öfter mal laut werden sowie drunter und drüber gehen.

Erzieherin war früher unter dem Begriff Kindergärtnerin bekannt und dieser Begriff beschreibt die Verantwortung, die man bei der Ausbildung als Erzieher oder Erzieherin übernimmt, recht treffend: Du begleitest Kinder und Jugendliche beim (Auf)wachsen, steckst viel Energie in ihre Entwicklung und trägst durch deine Kenntnisse dazu bei, dass sie aufblühen und zu fröhlichen und zufriedenen Persönchen gedeihen. Als Erzieher oder Erzieherin bist du eine wichtige Bezugsperson, die während die Eltern arbeiten, deren Stelle einnimmt. Dabei prägst du die Persönlichkeit und begleitest Kinder bei den ersten bewussten Konfliktsituationen.

Der pädagogische und psychologische Anteil ist nicht zu unterschätzen: Im Kindergarten wird viel gespielt, aber dabei vor allem auch die persönliche Entwicklung der Kleinen gefördert, damit sie ihre Fähigkeiten optimal entfalten können. Zum Beispiel hilft das Bauen von Türmen der Motorik, Puzzeln der Konzentration und Malen der Entwicklung von Kreativität. Außerdem lernst du während deiner Ausbildung als Erzieher/in viel über verschiedene Erziehungsmethoden und kannst das Erlernte bei deiner Ausbildung zum Erzieher direkt in die Praxis umsetzen. Wichtig ist dabei, Ruhe auszustrahlen, jederzeit die Nerven zu behalten und sich durchsetzen zu können. Es können viele Situationen auf dich zukommen, die du als „Chef im Ring“ im Griff haben musst, damit die Sicherheit der Kinder und eine grundsätzliche Wohlfühlatmosphäre gesichert sind. Übrigens: Auch praktisch musst du als Erzieher anpacken können – sei es beim Basteln oder dabei, den Kindern bei der Körperhygiene zu helfen.

Du möchtest Erziehungsarbeit leisten, aber nicht unbedingt im Kindergarten, weil dich zum Beispiel die Probleme Jugendlicher interessieren? Den Job als Erzieherin oder Erzieher kannst du nicht nur in Kindergärten, sondern auch in anderen Einrichtungen machen:

  • Kinderheim, Jugendwohnheim, Erziehungsheim

  • Familienberatungsstelle, Suchtberatungsstelle

  • Tagesstätte, Wohnheim für Menschen mit Behinderung

  • Erholungsheim, Ferienheim.

In der Jugendbetreuung, zum Beispiel in einem Schülerhort oder in einem Heim, liegt der Schwerpunkt eher auf Konfliktlösung oder Hilfe bei schulischen und privaten Problemen.

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Pädagogisches Theoriewissen in die Praxis umsetzen.

Erzieher/in Gehalt

Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit in der Regel drei Jahre. Möglich ist auch eine Verkürzung um ein Jahr, zum Beispiel, wenn du schon praktische Vorerfahrung mitbringst. Gegebenenfalls ist auch eine Ausbildung in Teilzeit möglich – diese dauert dann dementsprechend länger, bis zu sechs Jahren.

Die Ausbildung als Erzieher/in ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt; daher variieren auch die Voraussetzungen. Bei der Ausbildung als Erzieher/in bist du die meiste Zeit an der Berufsschule, dazu kommt ein meist einjähriges Praktikum in einer Einrichtung, in der du mit Kindern oder Jugendlichen arbeitest. Im theoretischen Teil lernst du verschiedene Erziehungsmethoden kennen, erfährst inwiefern Kunst, Musik und Sport in der Erziehungsarbeit eingesetzt werden können sowie welche Möglichkeiten es für Konfliktlösungen gibt. Außerdem lernst du, welche Entwicklungsstufen Kinder durchlaufen und bekommst einen Einblick in Heil-, Sonder- und Heimpädagogik.

Das Theoriewissen aus dem schulischen Teil der Ausbildung setzt du dann vor Ort in die Praxis um und wendest es unter Berücksichtigung der verschiedenen Charaktere, die dir begegnen, an. Je nach Ausbildungsbetrieb sind Erzieher in der Ganztagsbetreuung eingesetzt, sodass teilweise mit langen Arbeitszeiten gerechnet werden muss. Für einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung legst du am Ende eine staatliche Prüfung ab, die aus einem schriftlichen und praktischen Teil besteht. In manchen Bundesländern muss man zusätzlich eine mündliche Prüfung ablegen. Übrigens: Wer eine Ausbildung als Erzieher/in macht, hat derzeit sehr gute Zukunftsaussichten!

Dein Arbeitsumfeld: Kein Tag wie der andere.

Erzieher/in Bilder

Im Kindergarten, in der Kita oder im Hort geht es lebendig, bunt und laut zu; Business-Outfit oder strenge Hierarchien suchst du also vergebens. Die Kinder prägen den Tagesablauf maßgeblich, sodass du in bequemer Kleidung und mit viel Energie auf verschiedenste Situationen vorbereitet sein solltest – da landen schon mal die Spaghetti auf deinem Schoß, du findest dich inmitten einer Wasserbombenschlacht wieder oder wirst mit Fingerfarben schön farbenfroh angemalt.

Und auch in anderen Einrichtungen wie Heimen, Jugendzentren, Tagesstätten, Beratungsstellen oder Ferienheimen steht die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen im Fokus. So kannst du dich auf eine dynamische Arbeitsatmosphäre freuen, bei der sich alle duzen, eine familiäre Stimmung herrscht und Vertrauen statt Distanz aufgebaut wird. Dabei solltest du dennoch darauf achten, ein Stück emotionale Distanz zu behalten, damit du nicht zu viel Berufliches in dein Privatleben nimmst.

Erzieher/in Ausbildungsgehalt.

Der große Nachteil an der Ausbildung ist, dass du als Erzieher oder Erzieherin nichts verdienst, während du zur Schule gehst. In schulischen Ausbildungen ist das meist üblich, da du nicht wie in einer dualen Ausbildung bereits zum Beispiel als Kindergärtnerin in einer Kita arbeitest.

Aber keine Sorge, denn du kannst auf jeden Fall schauen, ob du für ein Bafög für dich in der Ausbildung infrage kommt, um das fehlende Gehalt auszugleichen.

Außerdem gehört zur Ausbildung, dass du als angehende Erzieherin oder angehender Erzieher ein Praktikum absolvierst. Hier bekommst du natürlich auch Gehalt. An staatlichen Einrichtungen (öffentlicher Dienst) oder Betrieben, die sich in der Ausbildungsvergütung an ihnen orientieren, wird dein Gehalt nach Tarif bezahlt. Demnach würde dein Gehalt im Moment für das erste Lehrjahr 1.141 Euro betragen und im dritten Ausbildungsjahr auf bis zu 1.303 Euro steigen.

Für deine staatliche Anerkennung brauchst du außerdem das sogenannte Berufspraktikum. An kommunalen Einrichtungen bekommst du hier ein monatliches Gehalt von 1.602 Euro brutto.

Ø 1. Jahr
1.141€
Ø 2. Jahr
1.202€
Ø 3. Jahr
1.303€

33 Ausbildungsplätze für Erzieher/in.

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