Produktion, Fertigung

Bergbautechnologe/in

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Ausbildung Bergbautechnologe/in
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Bergbautechnologe/in Gehalt
  • Gehalt: 741 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Der Berg ruft! Aber nicht auf den Gipfel, sondern ins Innere führt dich eine Ausbildung zum/zur Bergbautechnologen/in. Doch die Zeiten, in denen man wie die sieben Zwerge mit Spitzhacke und Öllampe Kohle abgebaut hat, sind definitiv vorbei! Als Profi für Gesteine und Rohstoffe förderst du die Schätze unter der Erde mithilfe von tonnenschweren Maschinen ans Tageslicht.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Überwiegend einen Realschulabschluss

  • Gute Noten in Mathe und Physik

  • Handwerkliches Geschick

  • Technisches Verständnis

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Körperlich belastbar bist

  • Keine Angst in engen Räumen hast

  • Umsichtig und verantwortungsbewusst bist

  • Einen guten Orientierungssinn hast

Ausbildung zum/zur Bergbautechnologen/in: Mit schwerem Gerät unterirdische Schätze ans Tageslicht bringen

Deine Aufgaben: Bohren, sprengen, fördern

Berufsbild Bergbautechnologe

In der Ausbildung zum/zur Bergbautechnologen/in ist es nicht der Glaube, der Berge versetzt, sondern hochmoderne Maschinen! Ob unter oder über Tage, also im Bergwerk unter der Erde oder überirdisch – um wichtige Rohstoffe für die Stromerzeugung wie Steinkohle oder Erdgas zu fördern, bohrst und sprengst du Schächte mithilfe von computergesteuerten Maschinen. Du bist der Experte für geologische Gegebenheiten und weißt, wie man die unterirdischen Schächte sichert. In der Ausbildung zum/zur Bergbautechnologen/in kannst du dich zwischen zwei Fachrichtungen entscheiden:

  • Tiefbohrtechnik
  • Tiefbautechnik

Ist dein Ausbildungsbetrieb auf Tiefbohrtechnik spezialisiert, arbeitest du hauptsächlich über Tage. Um zu wissen, wo genau sich Wasser-, Erdöl- oder Erdgasvorkommen befinden, nimmst du zunächst Probebohrungen vor. Anhand des Gesteins berechnest du, wie der Untergrund beschaffen ist und welches Gerät du auffahren musst: Du montierst die riesige Tiefbohr- oder Fräsanlage und gräbst damit ein Loch ins Gestein, das gleichzeitig abtransportiert wird. Den Hohlraum sicherst du mit Tragekonstruktionen und Zement, damit er nicht wieder einstürzt. An der Rohstoffquelle angekommen, geht es an die Förderung, die du aufmerksam überwachst.

In der Fachrichtung Tiefbautechnik sorgst du für einen reibungslosen Rohstoffabbau unter Tage. Mit Sprengstoff und Bohrmaschinen treibst du Gänge in das Gestein, um zu Steinkohle- oder Salz-Flözen, also den Lagerstätten, vorzudringen. Bis zu hundert Tonnen schwere Vortriebsmaschinen und Förderanlagen helfen dir beim Abbau der Rohstoffe und mit speziellen Ladefahrzeugen transportierst du sie an die Oberfläche. Damit deine Kollegen und du unter der Erde frische Luft zum Atmen haben, legst du sogenannte Wetterschächte an und montierst Rohre und Gebläse. Grundwasser wird durch Pumpen abtransportiert. Auch Stromkabel verlegst du in allen Bereichen des Grubenbaus, damit ihr Licht und Strom zum Arbeiten habt.

Theorie und Praxis: Mit der richtigen Technik zum Abschluss

Bergbautechnologe/in Gehalt

Die Ausbildung zum/zur Bergbautechnologen/in dauert drei Jahre und findet in der Berufsschule und in einem Ausbildungsbetrieb statt. In dem Bergbau-Unternehmen arbeitest du schon unter Anleitung mit und wirst durch Learning by Doing in den Beruf eingeführt. Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr machst du dich mit der Geologie vertraut: Wie ist die Erde beschaffen, welche Gesteine gibt es und wie sind Rohstoff-Lagerstätten aufgebaut? Du lernst, die verschiedenen Maschinen und Fördersysteme zu montieren und zu steuern und bist dabei, wenn Gänge und Stollen angelegt werden.

Im dritten Ausbildungsjahr spezialisierst du dich auf dein Fachgebiet: In der Tiefbohrtechnik lernst du, Löcher zu bohren, zu messen, zu kontrollieren und zu sichern. Bei der Tiefbautechnik geht es vor allem darum, wie man Rohstoffe abbaut, den Materialtransport organisiert, Grubenbaue betreibt und klimatisiert. Aber auch das sichere Deponieren von Abfällen in stillgelegten Bergwerken gehört zu diesem Fachgebiet. In der Abschlussprüfung musst du einen praktischen Auftrag durchführen, ein Fachgespräch führen und schriftliche Aufgaben lösen.

Bist du über den Berg, stehen dir viele Optionen offen: Du kannst zum Beispiel im Steinkohle-, Erz- oder Salzbergbauen arbeiten. Als Tiefbohrtechniker ist dein Know-how auch im Straßen-, Brücken- oder Tunnelbau gefragt. Hast du ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt, kannst dich zum zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bohrtechnik oder Geologietechnik weiterbilden. Auch ein Studium ist möglich, zum Beispiel im Bereich Geotechnologie.

Dein Arbeitsumfeld: Glück auf im Stollen und über Tage!

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Wirst du unter Tage zum/zur Bergbautechnologen/in ausgebildet, kann die Arbeit sehr schweißtreibend sein. In engen Gängen, mehr als hundert Meter unter der Erde und bei künstlichem Licht bedienst du Hightech-Maschinen, die sich durch das Gestein fressen, dabei den Boden vibrieren lassen, während Rauch und Staub in der Luft liegen. Je nach Tiefe ist es im Stollen stickig warm oder feuchtkalt.

Hier kann es auch explosiv werden! Vor allem bei Sprengungen sind bestimmte Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Schutzkleidung wie Helm, Brille und Atemschutz bewahrt dich vor Unfällen. Aber auch für die anderen Kumpel – so nennt man die Kollegen unter Tage – bist du verantwortlich. Arbeitet ihr im Team, müsst ihr euch aufeinander verlassen können! Die gleichen Regeln gelten auch über Tage, wo du im Freien arbeitest und Wind und Wetter ausgesetzt bist.

An deine Arbeitszeiten musst du dich sicher auch erst gewöhnen, denn du wirst in Wechselschichten eingesetzt. Das heißt du arbeitest abwechselnd sehr früh, spät oder auch nachts. Aber wenn du eine Ausbildung suchst, bei der du dich richtig reinknien und auspowern kannst, bist du hier richtig! Na dann – Glück auf!

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

Ausbildungsplatz finden

Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Ausbildung starten

Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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Das Anschreiben für deine Ausbildung – quasi der Liebesbrief für deine Ausbildung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Ausbildung ist immer der schwerste. AZUBI.DE hilft dir!

So sieht die perfekte Bewerbung aus

Bist du der/die geborene Bergbautechnologen/in?

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Wenn du unter Tage gehst, wünscht du deinen Kumpels?

  • Weidmannsheil!
  • Glück auf!
  • Mast- und Schotbruch!

Doch nicht das Richtige?

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