Böttcher/in.

Gehalt:
572 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Ausbildung Böttcher/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Gute Noten in Werken/Technik

    • Handwerkliches Geschick

    • Spaß an körperlicher Arbeit

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Sorgfältig und selbstständig arbeitest

    • Über eine gute Beobachtungsgabe verfügst

    • Kommunikativ und kundenorientiert bist

  2. Deine Aufgaben: Vom Baumstamm zum perfekten Holzfass.

    Berufsbild Böttcher/in

    Ob Wein, Schnaps oder Bier – edle Tropfen müssen gut gelagert werden! Nämlich in Holzfässern, die traditionell von Böttchern angefertigt werden. Der Begriff leitet sich vom „Bottich“ ab, aber auch unter dem Namen Küfer oder Fassbinder ist der Handwerksberuf bekannt. In der Ausbildung zum/zur Böttcher/in stellst du auch dekorative Gefäße aus Holz her, zum Beispiel Badewannen, Eimer oder Pflanzenkübel.

    Aber wie entsteht so ein Fass? Das wichtigste Material ist natürlich Holz. Hochwertige Weinfässer bestehen meist aus Eichenholz, das seinen Geruch und Farbstoffe bei der Lagerung an den Wein abgibt. In der Ausbildung lernst du, wie man die geeigneten Baumstämme auswählt und lagert. Denn bevor es zum Fass verarbeitet werden kann, muss das Holz einige Monate lang trocknen.

    Hast du mit dem Kunden besprochen, wie das Fass aussehen soll, fertigst du eine Skizze an und kannst mit der Herstellung loslegen: Mit einer Sägemaschine schneidest du gleichmäßige Holzlatten zu, sogenannte Stäbe oder Dauben. Mit der Hobelmaschine bringst du sie in Form, damit sie lückenlos zusammenpassen. Die Dauben verbindest du mit Fassreifen aus Stahl. Damit das Fass die typische bauchige Form bekommt, wird es über einem starken Feuer erhitzt und ständig mit Wasser befeuchtet. Dadurch biegen sich die Dauben. Damit dein Bottich kein Fass ohne Boden wird, fertigst du zwei runde Holzscheiben an, die in die Öffnungen eingesetzt werden.

    Jetzt geht es an den Feinschliff: Du bohrst maßgenaue Löcher in das Fass, damit der edle Tropfen später auch abgezapft werden kann. Dann schleifst du es innen und außen glatt, reinigst das Fass und lackierst die Außenseite. Fertig! Jetzt kannst du das Ergebnis deinem Kunden übergeben.

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  4. Theorie und Praxis: So wirst du zum Fass-Profi.

    Böttcher/in Gehalt

    Die Ausbildung zum/zur Böttcher/in dauert drei Jahre. Sie ist dual aufgebaut. Das heißt du lernst die Grundlagen in der Berufsschule, die du in regelmäßigen Abständen besuchst. Gleichzeitig arbeitest du aber schon unter Anleitung in einem Ausbildungsbetrieb mit und hilfst, Fässer aller Art zu produzieren.

    In der ersten Hälfte der Ausbildung machst du dich vor allem mit dem Werkstoff Holz vertraut. Wie bearbeite ich das Material? Welche Werkzeuge und Maschinen setze ich wie ein? Aber auch das Zeichnen von Skizzen am Computer und Mathematik zur Berechnung von Maßen steht auf dem Programm. Du stellst zunächst Einzelteile wie Dauben, Böden und Stahlreifen her und fertigst Schritt für Schritt deine ersten Fässer und Bottiche. In der zweiten Hälfte lernst du außerdem, wie man alte Fässer repariert und recycelt. In der abschließenden Gesellenprüfung wirst du praktisch, schriftlich und mündlich in den Bereichen Planung und Herstellung, Reparatur und Oberflächenbehandlung, Konstruktion und Technologie sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft.

    Dein Fasswissen kannst du anschließend in sogenannten Böttchereien, Küfereien und Büttnereien anwenden. Aber auch auf großen Weingütern oder in Whiskybrennereien werden Fass-Profis gebraucht – und das auf der ganzen Welt! Willst du dein Wissen weitergeben? Dann kannst du die Prüfung als Böttchermeister/in ablegen. Auch ein Studium ist möglich, zum Beispiel im Fach Holztechnik.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Mit körperlichem Einsatz in der Werkstatt und im Freien.

    Böttcher/in Bilder

    In der Ausbildung zum/zur Böttcher/in bist du vornehmlich in der Werkstatt beschäftigt. Hier bearbeitest du das Holz sorgfältig mit der Hand oder mit Maschinen. Damit dir Holzspäne, Staub und Sägelärm nicht die Laune beim Arbeiten verderben, trägst du Schutzkleidung, wie zum Beispiel Gehörschutz, Handschuhe und Schutzbrille. Beim Leimen und Lackieren trägst du Atemschutz. Abwechslung erwartet dich an der frischen Luft, wo du gelagerte Hölzer auswählst oder die Dauben mit Reifen abbindest.

    Soll ein besonders großer Behälter gefertigt und beim Kunden vor Ort eingebaut werden, ist Teamwork gefragt. Da in einem Fass Lebensmittel längere Zeit gelagert werden sollen, bist du dafür verantwortlich, dass es 100-prozentig dicht und hygienisch rein ist. Hast du einen ganzen Tag lang Dauben gesägt, vor dem Feuerofen geschwitzt und mit dem Hammer Eisenringe befestigt, kannst du dich nach Feierabend auf ein schönes Glas Wein freuen, das in einem deiner Fässer gereift ist!

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Böttcher/in.

    Ø 1. Jahr
    490€
    Ø 2. Jahr
    564€
    Ø 3. Jahr
    664€
  7. 1 Ausbildungsplatz für Böttcher/in.

Bist du der/die geborene Böttcher/in?
Mach den Test!

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