Gesundheit

Hebamme/Entbindungspfleger

Beruf merken
Ausbildung Hebamme/Entbindungspfleger
Berufsbild Entbindungspfleger
Emoji
Hebamme Bilder
Hebamme/Entbindungspfleger Gehalt
  • Gehalt: 1085 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Wenn ein Kind das Licht der Welt erblickt, ist das etwas Einzigartiges – wenn dich aber nicht nur dieses Erlebnis, sondern die ganze Schwangerschaft fasziniert, du gut mit Menschen umgehen kannst und auch nach der Geburt für eine neue Familie da sein möchtest, kannst du bei der Ausbildung zum/zur Entbindungspfleger/Hebamme das Wunder Geburt von Anfang bis über das Ende hinaus miterleben.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Im Idealfall einen Realschulabschluss oder einen vergleichbaren Schulabschluss

  • Gute Noten in Biologie, Chemie, Deutsch und Mathematik

  • Körperliche und psychische Belastbarkeit

  • Interesse an Medizin

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Einfühlsam bist und dich gerne um andere Menschen kümmerst

  • Blut sehen kannst und nicht zimperlich bist

  • Sehr sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeitest

  • Kein Problem mit unregelmäßigen Arbeitszeiten hast

Ausbildung zum/zur Entbindungspfleger/Hebamme: Beim schönsten Ereignis der Welt hautnah dabei sein

Deine Aufgaben: Die Schwangerschaft begleiten & Leben schenken

Berufsbild Entbindungspfleger

Frischgeborene Babys sind etwas sehr Niedliches – wie wäre es wohl, einen wichtigen Teil dazu beizutragen, dass Kinder vom ersten Atemzug an einen sicheren Start ins Leben hinlegen? Bei deiner Ausbildung zum/zur Entbindungspfleger/Hebamme bist du beim Wunder Geburt ganz nah dabei, aber das ist nur ein Bruchteil dessen, was dich erwartet. Du begleitest werdende Mütter durch die Schwangerschaft und stehst ihnen bei Fragen und Problemen zur Seite. Von Beginn der Familienplanung bis zum Ende der Stillzeit erstreckt sich dein Aufgabenbereich, der verschiedenste Herausforderungen bereithält.

Von Anfang an beobachtest du den Schwangerschaftsverlauf und gibst Acht, dass alles natürlich und safe verläuft. Dazu gehört zum Beispiel zu checken, ob die Gebärmutter zeitgerecht wächst, ob das Baby richtig liegt und die Herztöne normal sind. Ist irgendetwas nicht, wie es sein sollte, schaltest du Ärzte ein. Alles, was du untersuchst, trägst du regelmäßig gewissenhaft in den Mutterpass ein und besprichst es mit der werdenden Mutter. Treten ernsthafte Schwierigkeiten auf oder besteht eine Risikoschwangerschaft, begleitest du Schwangere auch im Krankenhaus.

Die werdende Mutter hat Fragen zur Lebensführung während der Schwangerschaft? Bei deiner Ausbildung zum/zur Entbindungspfleger/Hebamme lernst du, was in Sachen Ernährung und Gesundheit beachtet werden muss, zum Beispiel wie gefährlich Rohkäse wirklich ist, ob man Kopfwehtabletten während der Schwangerschaft schlucken darf oder welche Gefahren von Hauskatzen für das Ungeborene ausgehen können. Außerdem erfährst du, was werdende Mütter gegen Übelkeit, Rückenschmerzen und für allgemeine Entspannung in der Schwangerschaft tun können. Und was passiert eigentlich, wenn das Kind erst geboren ist? Du lernst hier unter anderem, was für die Pflege zu beachten ist, was wichtig für die Eltern in ihrer neuen Rolle ist und was junge Mütter für die Rückbildung tun können. In all diesen Themengebieten wirst du in deiner Ausbildung zum/zur Entbindungspfleger/Hebamme fit gemacht, sodass du auch Kurse darin geben kannst.

Du bist nicht nur bei Fragen während der Schwangerschaft und danach Ansprechpartner Nummer eins, sondern bereitest auch konkret auf die Geburt vor, indem du zum Beispiel Atemübungen zeigst. Wenn es losgeht, bist du beruhigend zur Stelle und hilfst der werdenden Mutter durch die Wehen. Bei der Geburt an sich bist du live dabei und tust alles, damit sie ohne Komplikationen verläuft. Dazu gehört unter anderem, den Kopf des Kindes zu führen, die Nabelschnur abzuschneiden und das Neugeborene anschließend abzutrocknen.

Die Geburt ist rum und dein Job erledigt? Noch nicht ganz: Die Betreuung zieht sich noch bis zu acht Wochen nach der Geburt, in der sogenannten Wochenbettzeit, hin. In dieser Zeit leistest du weiter Hilfestellung, zum Beispiel beim Stillen oder Vorsorgeuntersuchungen für den Säugling.

Geburtswunder in Theorie und Praxis

Hebamme/Entbindungspfleger Gehalt

Die Ausbildung zum/zur Entbindungspfleger/Hebamme besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht an Berufsfachschulen für Hebammen und Entbindungspfleger sowie einer praktischen Ausbildung an einer Frauenklinik oder einem Krankenhaus. Den Unterricht besuchst du entweder parallel zur praktischen Ausbildung ein- bis fünfmal wöchentlich oder im Block.

An der Klinik durchläufst du verschiedene Stationen: Die Entbindungsabteilung, die Wochenstation, die Neugeborenenstation, den Operationssaal, die Kinderklinik und die Schwangerschaftsberatung. Im Krankenhaus solltest du auf Schichtdienst gefasst sein, was aber eine gute Vorbereitung auf den Beruf ist, da Geburten nun mal keinen Feierabend kennen. Dafür kommst du schon während deiner Ausbildung ganz nah ran und bekommst bei jeder Station eine sehr gute Vorstellung davon, was dich als Entbindungspfleger/Hebamme erwartet. Und spätestens, wenn du zum ersten Mal so einen kleinen neugeborenen Wurm auf dem Arm hältst und in das Gesicht der glücklichen Mutter schaust, weißt du, wofür du die Ausbildung machst.

An der Berufsfachschule wirst du unter anderem in Gesundheitslehre, Anatomie, Krankheits- und Arzneimittellehre, Erste Hilfe, praktische Geburtshilfe, Schwangerschaftsbetreuung, Säuglingspflege und Wochenpflege unterrichtet.

Die ganze Ausbildung dauert drei Jahre und wird in Vollzeit durchgeführt. Am Ende machst du eine staatliche Abschlussprüfung, die aus einem schriftlichen, mündlichen und einem praktischen Teil besteht. Im praktischen Teil wird unter anderem geprüft, wie du dich bei der Entbindung und Erstversorgung von einem Neugeborenen machst.

Und wie sieht es nach der Ausbildung zum/zur Entbindungspfleger/Hebamme mit der Luft nach oben aus? Durch Weiterbildungen bleibst du auf dem neuesten Stand und erweiterst deine Kenntnisse – das ist in diesem Beruf sehr wichtig, da es immer wieder neue Erkenntnisse gibt, zum Beispiel darüber, wie die optimale Ernährung in der Schwangerschaft aussieht oder was man bei der Entbindungspflege tun kann, um das Risiko einer Infektion zu minimieren. Strebst du nach einer Führungsposition, kommt eine Weiterbildung zum/zur Betriebswirt im Gesundheitswesen in Frage. Übrigens kannst du schon während deiner Ausbildung zum/zur Entbindungspfleger/Hebamme deine Fachhochschulreife erwerben, sodass dir auch der Weg zu einem Studium offen steht – wie wäre es mit Hebammenkunde oder sogar Medizin?

Dein Arbeitsumfeld: Einfühlsam bei der Familie, professionell im Kreißsaal

Hebamme Bilder

Bei deiner Ausbildung zum/zur Entbindungspfleger/Hebamme begleitest du die Geburt eines neuen Menschenlebens. Zum einen kannst du dafür in Hebammenpraxen, in Geburtshäusern oder im Krankenhaus angestellt sein, eine andere Möglichkeit ist es aber auch, dich nach der Ausbildung selbstständig zu machen. In dem Fall besuchst du Familien zu Hause und führst gegebenenfalls auch Hausgeburten durch. Je nachdem arbeitest du also im Krankenhaus bei künstlichem Licht, im gemütlichen Zuhause von Familien, in Gymnastikräumen, wenn du Kurse gibst, oder in Privatpraxen.

Du bist als Entbindungspfleger/Hebamme ständig in Kontakt mit Menschen – zum einen mit den Teams auf Station, zum anderen mit den werdenden Eltern, und nicht zuletzt mit den Säuglingen, die eine ganz besonders vorsichtige Behandlung brauchen. Im Umgang mit den Eltern gilt es, sensibel mit ihren Sorgen und Fragen umzugehen, sie umfassend zu informieren und ihnen vor der Geburt ein sicheres Gefühl zu vermitteln. Einfühlungsvermögen ist also extrem wichtig. Und auch, wenn was schiefgeht bei der Geburt, ist es entscheidend, dass du psychisch stabil bist und dir deine persönliche Betroffenheit nicht zu sehr anmerken lässt, sondern eine Stütze für die Familie bist. Belastbar solltest du auch in Stresssituationen sein: Während der Geburt können Komplikationen auftreten, sodass du einen kühlen Kopf behalten und unter Umständen schwierige Entscheidungen treffen musst.

Du arbeitest sowohl mit technischen Geräten als auch mit deinen Händen. Wehen- und Herztonschreiber, Blutdruckmessgeräte oder Reanimationsgeräte erleichtern dir den Arbeitsalltag. Den Bauch hingegen tastest du zum Beispiel mit den Händen ab, und während der Geburt und beim Abschneiden der Nabelschnur ist Behutsamkeit und Sorgfalt gefragt. Zudem kann es körperlich sehr anstrengend werden, weshalb du auch physisch belastbar sein solltest – vor allem, was deinen Rücken betrifft, da du während der Geburt mit gekrümmtem Rücken dastehst. Berührungsängste sind fehl am Platz und allzu zimperlich solltest du auch nicht sein: Bei der Geburt geht es blutig zu, hin und wieder sind auch Körperausscheidungen im Spiel. Das bleibt aber nicht an deinen eigenen Klamotten kleben: Alleine aus Hygienegründen bekommst du Schutzkleidung in Form eines Kittels und Einweghandschuhen.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

Ausbildungsplatz finden

Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

Zur Ausbildungsplatz-Suche

Ausbildung starten

Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

  • 1
  • 2
  • 3

Bewerbung schicken

Das Anschreiben für deine Ausbildung – quasi der Liebesbrief für deine Ausbildung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Ausbildung ist immer der schwerste. AZUBI.DE hilft dir!

So sieht die perfekte Bewerbung aus

Bist du der/die geborene Entbindungspfleger/Hebamme?

Mach den Test!

  • 1
  • 2
  • 3
  • Fertig

Welches Nahrungsmittel sollten Schwangere vermeiden?

  • Parmesankäse
  • Bratwürste
  • Kartoffeln

Doch nicht das Richtige?

Hier findest du ähnliche Ausbildungsberufe: