Schulische Ausbildung
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Schulische Ausbildung

Die Berufsfachschule

Die schulische Ausbildung findet im Gegensatz zur dualen Ausbildung ausschließlich an der Berufsfachschule statt und wird deshalb auch vollschulische Ausbildung genannt. Die Berufsfachschulen stehen meist unter der Aufsicht der einzelnen Bundesländer; so gibt es hier keine einheitlichen Regelungen und die Schulen sind untereinander schwer vergleichbar. Die Dauer sowie der Rahmenlehrplan sind aber natürlich dennoch definiert.

Voraussetzungen für eine schulische Ausbildung

Die meisten Auszubildenden an Berufsfachschulen haben einen Realschulabschluss, manchmal werden aber auch Hauptschüler genommen. Je nach Berufsfachschule hast du auch die Möglichkeit, parallel zur Ausbildung deinen Realschulabschluss oder sogar die Fachhochschulreife nachzuholen. In dem Fall gehst du nicht nur mit einer Berufsausbildung, sondern auch mit einem höheren Schulabschluss von der Berufsfachschule.

An manchen Institutionen musst du für die Aufnahme auch einen Eignungstest durchführen. Im Gesundheitsbereich werden außerdem häufig Gesundheitszeugnisse erwartet. Manchmal ist außerdem ein Mindestalter Voraussetzung, welches meist zwischen 16 und 18 Jahren liegt.

Achtung: Es gibt feste Anmeldezeiten für schulische Ausbildungen, die an den Berufsfachschulen ganz unterschiedlich sein können. Hier lohnt es sich, sich bereits rechtzeitig zu informieren!

Berufe mit schulischen Ausbildungen

Schulische Ausbildungen sind in einigen Berufen, vor allem aber im technischen Bereich sowie im Gesundheits- und Sozialwesen, sehr verbreitet. In der Regel sind die Berufsfachschulen eigenständig. Die Schulen im Gesundheitswesen bilden hier eine Ausnahme, da diese meist an Kliniken oder Krankenhäuser angegliedert sind.

Hier findest du eine Auswahl an Berufen, die du mit einer schulischen Ausbildung ergreifen kannst:

In der Technik zum Beispiel:

Im Gesundheitswesen zum Beispiel:

Im Sozialwesen zum Beispiel:

Im Fremdsprachenbereich zum Beispiel:

In der Gestaltung zum Beispiel:

Abschluss und Ausbildungsdauer

In der Regel bekommst du einen staatlich anerkannten und damit vollwertigen Berufsabschluss. Hierbei ist es wichtig, dass du darauf achtest, dass dieser in ganz Deutschland und nicht nur in dem entsprechenden Bundesland anerkannt ist. Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer praktischen mündlichen Prüfung.

Die Ausbildungsdauer variiert zwischen einem und dreieinhalb Jahren. Die Dauer wird auch durch den von dir mitgebrachten Schulabschluss beeinflusst: Je höher dieser ist, desto kürzer ist die Zeit an der Berufsfachschule.

Gehalt in der schulischen Ausbildung

Neben den staatlichen Berufsschulen, gibt es auch private Einrichtungen. Hier musst du mit Gebühren rechnen, um deine schulische Ausbildung machen zu können. An einer staatlichen Berufsfachschule zahlst du zwar in der Regel keine Schulgebühren, erhältst aber dennoch meist keine Vergütung – eine Ausnahme bildet hier zum Beispiel die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in, die vergütet wird.

Förderung

Du bekommst zwar meist keine Vergütung, es gibt aber Möglichkeiten, deine schulische Ausbildung zu finanzieren: So kannst du zum Beispiel BAföG beantragen. Um deinen Förderungsanspruch geltend machen zu können, musst du gewisse Anforderungen erfüllen. Je nachdem, wie du aufgestellt bist, fällt auch die Höhe deiner finanziellen Unterstützung aus. Ein Faktor ist hier zum Beispiel das Einkommen deiner Eltern: Je höher selbiges ist, desto geringer fällt dein BAföG-Anspruch aus; eventuell hast du sogar gar keinen Anspruch. Informiere dich deshalb vorab genau. Wird dein Antrag gestattet, wird dir die Förderung monatlich ausgezahlt.

Theorie vs. Praxis in der schulischen Ausbildung

Zwar machen 20 Prozent der Jugendlichen eine schulische Ausbildung, diese steht aber wegen ihres sehr theoretischen Aufbaus häufig in der Kritik. Bemängelt wird, dass hier nicht die nötige Praxiserfahrung für den Berufseinstieg vermittelt wird. Die meisten Berufsfachschulen sehen aber ein Praktikum vor, das entweder im Block oder aber an ein bis zwei Tagen in der Woche absolviert werden kann. So haben die Auszubildenden die Möglichkeit, ihr theoretisches Wissen auch in der Praxis anzuwenden und darüber hinaus auch Soft Skills wie Kritikfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein oder Flexibilität zu erlernen. Angehende Erzieher gehen dann beispielsweise im Rahmen ihres Praktikums in den Kindergarten oder Lebensmitteltechnische Assistenten ins Labor.

Seit einiger Zeit werden nichtärztliche, aber dennoch in der Medizin angesiedelte Berufe wie Logopäde, Geburtshelfer oder Ergotherapeut auch an Universitäten oder Fachhochschulen angeboten. Im internationalen Wettbewerb hat sich gezeigt, dass diese Berufe dort seit jeher akademisch sind. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, entwickeln sich diese Ausbildungen in Deutschland deshalb nun auch zu akademischen Berufen. Studierte haben Auszubildenden gegenüber einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt. Eine Möglichkeit ist hier, für das Studium ins Ausland zu gehen, wo es unter Umständen einfacher ist, für den entsprechenden Studiengang zugelassen zu werden, da der Numerus Clausus geringer ist.

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