Kunst, Kultur, Gestaltung

Graveur/in

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Graveur/in Gehalt
  • Gehalt: 716 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Alle Abschlüsse
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Du hast deinen Namen schon als Kind überall eingeritzt? Außerdem zeichnest du gerne und hast eine Menge handwerkliches Geschick? Bei deiner Ausbildung zum/zur Graveur/in lernst du, wie du deinen Sinn für Ästhetik professionell einsetzt und schönen Gegenständen einen sehr persönlichen Touch verleihst.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Idealerweise einen Hauptschulabschluss oder einen höheren Schulabschluss

  • Gute Noten in Kunst

  • Handwerkliches Geschick

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Sehr sorgfältig arbeitest

  • Einen Sinn für Ästhetik hast

  • Gerne zeichnest

Ausbildung zum/zur Graveur/in: Alles läuft wie geritzt

Deine Aufgaben: Für prägende Eindrücke sorgen

Berufsbild Graveur

Der funkelnde Verlobungsring, die teure Uhr oder das Medaillon mit Familientradition – all das sind Kostbarkeiten, doch dafür, dass ein Geschenk einen wirklich persönlichen Wert bekommt, sorgt erst der Graveur. Bei deiner Ausbildung zum/zur Graveur/in bist du für das Bearbeiten von metallischen und nicht metallischen Werkstoffen verantwortlich. Dabei versiehst du Zier-, Schmuck- oder Gebrauchsgegenstände mit Inschriften oder Verzierungen – vom Vereinslogo auf dem Pokal für ein Fußballturnier über das Hochzeitsdatum auf dem Ehering bis hin zum Firmenlogo auf teuren Kugelschreibern. Nicht nur auf Metallen wie Messing, Silber oder Gold gravierst du, sondern auch auf Porzellan oder Kunststoff hinterlässt du einen bleibenden Eindruck!

Du arbeitest während deiner Ausbildung mit verschiedenen Werkzeugen: Mit Stichel und Meißel arbeitest du zum Beispiel aus der Messingplatte ein Relief heraus, arbeitest mit Prägewerkzeugen oder Laserbeschriftungsanlagen oder einer Graviermaschine. Das gewünschte Motiv besprichst du vorher genau mit deinem Kunden, ebenso wie die Kosten. Wichtig für deine Ausbildung zum/zur Graveur/in sind eine ruhige Hand und ein geübter Blick. Außerdem wirst du viel zeichnen und deine Entwürfe in CAD-Programmen am Computer visualisieren.

Deine Kreativität stellst du unter Beweis, wenn Kunden mit vagen Wünschen zu dir kommen. Eine typische Situation: Ein Mann möchte seiner Freundin einen Heiratsantrag machen und auf dem Ring etwas Persönliches gravieren lassen, ist sich selber aber noch nicht so sicher, ob es die Initialen, das Kennenlern-Datum oder eine kleine Liebeserklärung sein soll. Ein paar Schnörkel drumherum dürfen es auch sein, sie mag es aber nicht allzu verspielt, sondern eher klassisch. Deine Aufgabe ist es nun, dich mit dem Kunden auf ein Motiv zu einigen und ihm einen nicht kitschigen, aber gleichzeitig nicht zu unpersönlichen Entwurf zu präsentieren. Ist der Kunde mit der Skizze zufrieden, ist Präzisionsarbeit gefragt: Ein Ring hat eine sehr kleine Fläche und du musst gut aufpassen, dass du das Werk bei der Umsetzung nicht durch einen Zitterer oder Abrutschen kaputt machst. Um das Risiko zu minimieren, benutzt du stabile Unterlagen wie zum Beispiel ein Lederkissen oder Spannwerkzeuge.

Mit ruhiger Hand zum Erfolg in Theorie & Praxis

Graveur/in Gehalt

Die Ausbildung zum/zur Graveur/in dauert drei Jahre. Du lernst nach dem dualen System im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

In deinem Ausbildungsbetrieb bekommst du in den ersten zwei Ausbildungsjahren fundierte Kenntnisse vermittelt, die du direkt in die Praxis umsetzt. Dazu gehören zum Beispiel das Anfertigen von Skizzen und Modellen, das Anfertigen von Stempeln und Prägewerkzeugen, das Herstellen von Beschilderungen und das Ausführen von Flachstichgravuren sowie Stahl- und Kupferstichen. Darüber hinaus lernst du, wie du Arbeitsabläuft planst, wie du Werkstoffe unterscheidest, wie du technische Zeichnungen liest und anwendest und wie du Arbeitsunterlagen erstellst und anwendest. Im dritten Ausbildungsjahr spezialisierst du dich entweder für die Flachgraviertechnik oder die Reliefgraviertechnik und vertiefst deine Kenntnisse in dem Bereich. Außerdem steht das Programmieren und Bedienen von CNC-Gravierfräsemaschinen ganz oben auf dem Ausbildungsplan.

Die nötige Theorie zum Ausbildungsberuf bekommst du parallel in der Berufsschule vermittelt. Hier lernst du zum Beispiel gezielt, wie du Reliefgravuren in Metallen und Nichtmetallen herstellst, wie du Gestaltungsprozesse planst und vorbereitest und wie du Handwerkszeuge anfertigst. Außerdem stehen allgemeinbildende Fächer wie Wirtschafts- und Sozialkunde und Deutsch auf dem Stundenplan.

Nach drei Jahren legst du deine Gesellenprüfung ab. Im praktischen Teil zeigst du dein Können anhand einer Arbeitsprobe, bei der du live eine der erlernten Techniken anwendest. Außerdem fertigst du schon im Vorfeld ein Prüfstück an, bei dem du dich auch kreativ austoben kannst. Im schriftlichen Teil wirst du in Technologie, Gestaltung, Arbeitsplanung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde abgefragt.

Nach deiner Ausbildung zum/zur Graveur/in kannst du in handwerklichen Gravierbetrieben und bei industriellen Werkzeugherstellern arbeiten. Um beruflich voranzukommen und eine Führungsposition einzunehmen, hilft dir der Meisterbrief, der dir auch den Weg in die Selbstständigkeit – zum Beispiel mit einem kleinen Graveurbetrieb – ebnet. Zieht es dich an die Uni, bietet sich ein Bachelor in Fach Bildende Künste an.

Dein Arbeitsumfeld: Handarbeit trifft Technik

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Bei deiner Ausbildung zum/zur Graveur/in erwarten dich filigrane Handarbeit und ausgefuchste Technik gleichermaßen: Du wirst der/die Meister/in an Graviernadel und Meißel, aber auch an computergesteuerten Maschinen oder der Graviermaschine. Dank dieser und anderer technischer Geräte kann es schon mal laut werden, was dich aber beim präzisen Arbeiten nicht irritiert und genauso wenig aus der Ruhe bringt wie Staub- und Rauchentwicklung oder die Arbeit mit Chemikalien. Damit dir das alles nichts anhaben kann, trägst du Schutzkleidung wie Arbeitsschürze, Schutzhandschuhe und Schutzbrille.

Die meiste Zeit arbeitest du im Sitzen. Wichtig ist, dass du eine sehr ruhige Hand hast und handwerkliches sowie technisches Geschick mitbringst, damit der Kunde sich darauf verlassen kann, dass du seine Wünsche gut umsetzt. Apropos: Gerade in kleineren Werkstätten stehst du oft auch im Laden und berätst deine Kunden. Du gehst auf ihre Vorstellungen ein, kannst diese gut durch Skizzen und Zeichnungen visualisieren und hilfst, wenn der Kunde noch keine klare Vorstellung hat, was er möchte.

Schon während deiner Ausbildung zum/zur Graveur/in und später im Beruf kannst du dich auf geregelte Arbeitszeiten freuen.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Ausbildung starten

Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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Das Anschreiben für deine Ausbildung – quasi der Liebesbrief für deine Ausbildung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Ausbildung ist immer der schwerste. AZUBI.DE hilft dir!

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Was macht ein Graveur, wenn er damasziert?

  • Eine Skizze anfertigen
  • Mit feinen Mustern verzieren
  • Die Oberfläche von Metall aufrauen

Doch nicht das Richtige?

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