Heilpraktiker/in.

Ausbildungsgehalt:
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
variabel
Im Bereich Gesundheit:
Ausbildung Heilpraktiker/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Heilpraktiker/in?

Während dieser Ausbildung verdienst du wahrscheinlich kein Gehalt.

2.

Wie lange dauert die Heilpraktiker/in Ausbildung?

Die Ausbildung dauert Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Heilpraktiker/in mitbringen?

Du hast mit allen Schulabschlüssen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Außerdem solltest du gute Noten in Naturwissenschaften und Deutsch haben.

4.

Passt der Beruf Heilpraktiker/in zu mir?

Fragst du dich, welche Ausbildung wirklich zu dir passt? Mach jetzt unseren Karriere-Check und finde es in nur 60 Sekunden heraus.

Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Mindestens Hauptschulabschluss

  • Interesse an Medizin und Heilkunde

  • Mindestalter von 25 Jahren (bei Ablegung der Prüfung)

  • Ärztliches Attest und Führungszeugnis

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Naturwissenschaften
  • Deutsch

Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

Wenn die Schulmedizin nicht mehr weiter weiß, kannst du als Heilpraktiker/in helfen. In der Ausbildung als Heilpraktiker/in lernst du alles rund um alternative Medizin und Naturheilkunde. In Lehrgängen wirst du fit gemacht, um schließlich deine eigene Praxis zu eröffnen. Mit bestandener Heilpraktikerprüfung hast du zwar nicht die gleichen Befugnisse wie ein studierter Arzt, dennoch schwören viele Menschen auf die Kraft der Natur, die Beschwerden lindern und heilen kann – auch wenn die Wirkungsweise vieler Therapien noch nicht wissenschaftlich bewiesen wurde.

Kommt ein Patient mit Rheuma, chronischen Kopfschmerzen oder starker Akne in deine Praxis, fertigst du ihn nicht unpersönlich ab, sondern nimmst dir in einem ausführlichen Gespräch viel Zeit, um mehr über die Beschwerden, die Lebensumstände und die Krankengeschichte zu erfahren. Warum der Aufwand? Die Heilkunde hat ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Das heißt, die Ursache kann ganz woanders liegen, als vermutet – zum Beispiel in Stress oder seelischen Problemen. Dann geht es an die Untersuchung: Du misst Blutdruck, schaust dir die Iris genau an, überprüfst die Reflexzonen und den Puls.

Hast du eine Diagnose gestellt, berätst du den Patienten über die verschiedenen Möglichkeiten der Behandlung. Neben Injektionen, Inhalationen oder Massagen kannst du Badekuren oder Hautbehandlungen durchführen. Du verordnest Bachblüten oder homöopathische Arzneimittel mit Wirkstoffen aus der Natur. Schon während der Ausbildung kannst du dich auf spezielle Techniken spezialisieren: Bei der Akupunktur stimulierst du bestimmte Hautstellen mit Nadeln, Chiropraktik fördert die Beweglichkeit der Wirbelsäule und Hypnose hilft bei Schlafstörungen oder Schmerzen.

Nebenbei musst du dich natürlich auch um die Organisation deiner Praxis kümmern. Du dokumentierst die Patientendaten, übernimmst die Abrechnung oder sorgst für einen ansprechenden Behandlungsraum.

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Inhalte der Ausbildung.

Hast du dich entschieden, eine schulische Ausbildung als Heilpraktiker/in zu machen, hast du die Qual der Wahl. Zahlreiche private Bildungseinrichtungen und Institute bieten in ganz Deutschland Lehrgänge an, die dich auf die amtsärztliche Prüfung im Gesundheitsamt vorbereiten. Leider kosten die Ausbildungen Gebühren, deshalb informiere dich genau, vergleiche Preise und den Umfang der Leistungen! Auch die Unterrichtszeiten sind ganz unterschiedlich – du kannst ein bis zwei Mal die Woche einen Abendkurs, Intensivkurse am Wochenende oder umfangreichere Vollzeit-Seminare belegen, die zwar zeitintensiver sind, aber dich optimal auf den Beruf vorbereiten. Die Dauer der Ausbildung liegt zwischen ein und drei Jahren.

Aber was steht auf dem Programm? Natürlich lernst du zunächst die medizinischen Grundlagen: Wie ist der menschliche Körper aufgebaut? Welche Krankheiten gibt es, woran erkennt man sie und wo liegen die Ursachen? Du erfährst, wie man die sogenannte Anamnese, also das Patientengespräch, und Untersuchungen durchführt. Auch Ernährung steht auf dem Lehrplan, denn die gehört zu einer gesunden Lebensweise dazu. Du lernst verschiedene Naturheilverfahren und Arzneimittel kennen und anzuwenden. Auch wie man Laborwerte interpretiert, was im Notfall zu tun ist, rechtliche Grenzen und die Bedeutung der Hygiene sind wichtige Themen.

Hast du die interne und amtliche Prüfung bestanden, darfst du per Gesetz als Heilpraktiker/in arbeiten. Doch jetzt erwartet dich schon die nächste Herausforderung: eine eigene Praxis eröffnen! Da es sich um einen freien Beruf handelt, ist es üblich, sich selbständig zu machen. Hier bist du dein/e eigene/r Chef/in. Wenn du regelmäßig Fortbildungen besuchst und dich auf bestimmte Verfahren spezialisierst, hast du gute Chancen!

Du möchtest dich für eine Ausbildung zum Heilpraktiker/in bewerben? Hier findest du passende Ausbildungsplätze in deiner Nähe.

Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

Bei deiner Arbeit bist du tagtäglich mit kranken Menschen zusammen, die Hilfe brauchen. Manche sind vielleicht skeptisch, manche hoffnungslos und von ihrem bisherigen Leidensweg gezeichnet. Mit Einfühlungsvermögen, Geduld und einem offenen Ohr für ihre Geschichte bist du für sie da – nicht nur als Therapeut/in, sondern auch Zuhörer/in und Motivator/in. Denn von einer gesunden Ernährung musst du sicher den einen oder anderen erst überzeugen. Bist du selbst psychisch stabil, hast keine Scheu vor Körperkontakt und bleibst immer professionell, hast du die besten Voraussetzungen.

Dir ist sicher bewusst, dass du eine große Verantwortung trägst. Du darfst deshalb deine Kompetenzen nie überschätzen und weißt genau, wann ein Patient an Ärzte oder Psychotheurapeuten verwiesen werden sollte. Auch rechtliche Grenzen sind zu beachten. Übertragbare Krankheiten darfst du zum Beispiel nicht behandeln und keine rezeptpflichtigen Medikamente verschreiben. Schließlich willst du Menschen helfen und nicht mit ihrem Leben spielen.

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