Holzspielzeugmacher/in.

Gehalt:
700 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Im Bereich Handwerk:
Ausbildung Holzspielzeugmacher/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Gute Noten in Kunst und Werken

    • Handwerkliches Geschick

    • Zeichnerisches Talent

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Sorgfältig und selbständig arbeitest

    • Geduldig und konzentriert bist

    • Gerne kreativ bist

  2. Deine Aufgaben: Vom gezeichneten Entwurf zum kunstvollen Nussknacker.

    Berufsbild Holzspielzeugmacher/in

    Ein leuchtender Schwippbogen, ein Orchester aus filigranen Engeln oder ein putziges Osterhasenpärchen – unter Holzspielzeug versteht man nicht nur Schaukelpferde und Hampelmänner, sondern auch dekoratives Kunsthandwerk, wie man es vor allem aus dem sächsischen Erzgebirge kennt. In der Ausbildung zum/zur Holzspielzeugmacher/in lernst du, mithilfe von Maschinen und Handwerkzeugen, aus rohem Holz Figuren und Spielwaren herzustellen, die nicht nur Kinder glücklich machen.

    Während deiner Ausbildung wirst du alle Produktionsschritte erlernen. Zunächst zeichnest du eine Skizze deines Nussknackers, bevor du das richtige Material auswählst. Erle, Esche, Buche oder Kiefer – aus welchem Holz darf dein Nussknacker geschnitzt sein? Gemäß den Maßen aus dem Entwurf sägst du daraus die Einzelteile seines Körpers. An der Drechselbank bringst du Arme, Beine, Kopf, Körper und Hebel in die richtige Form, Aussparungen fräst du aus. Anschließend werden Löcher gebohrt und die Oberflächen an der Schleifmaschine geglättet, denn man darf sich später nicht daran verletzen können.

    Jetzt geht es an die Details: Seine typische Uniform bekommt der Nussknacker, indem du die Beine mit gelber und den Körper mit roter Farbe grundierst und anschließend Verzierungen und Knöpfe aufmalst. Nicht zu vergessen das Gesicht und der Helm! Ist der Lack getrocknet, leimst du die Einzelteile zusammen. Erst richtig komplett wird der Nussknacker, wenn du ihm mit Stoff oder Fell seine unverwechselbaren Haare und den Bart verpasst. Fertig ist der grimmig dreinblickende Zeitgenosse!

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  4. Theorie und Praxis: So wird aus dir ein wahrer Meister Gepetto.

    Holzspielzeugmacher/in Gehalt

    Damit du genau wie Meister Gepetto lebensechte Pinocchios erschaffen kannst, lernst du du das Handwerk drei Jahre lang in einem Ausbildungsbetrieb, der Spielwaren oder Kunsthandwerk produziert. In regelmäßigen Abständen nimmst du außerdem am theoretischen und praktischen Unterricht in der Berufsschule teil. Auszubildende aus ganz Deutschland besuchen dafür die Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule im sächsischen Seiffen, das berühmt für seine Schnitzkunst ist und deshalb auch den Beinamen Spielzeugdorf trägt.

    Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr geht es vor allem um die Grundlagen: Wie unterscheiden sich die verschiedenen Holzarten voneinander? Was ist der Unterscheid zwischen Drechseln und Drehen? Welche Maschinen gibt es und wie funktionieren sie? Du lernst das dekorative Schnitzen, Malen und Schmücken, aber auch technisches Zeichnen von Entwürfen steht auf dem Lehrplan.

    Nach einer Zwischenprüfung beschäftigst du dich im dritten Lehrjahr mit größeren Projekten und verarbeitest auch andere Werkstoffe, wie Metall. Am Ende kannst du vom Kreisel bis zur meterhohen Pyramide alles fertigen. Deine Fertigkeiten stellst du in der Abschlussprüfung unter Beweis. Im praktischen Teil erstellst du zwei Arbeitsproben und ein Gesellenstück. Im schriftlichen Teil wirst du in den Fächern Technologie, technische Mathematik, technisches Zeichnen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft.

    Nach ein paar Jahren Berufserfahrung hast du die Möglichkeit, nochmal die Schulbank zu drücken und dich als Drechsler- und Holzspielzeugmachermeister/in fortzubilden. Oder hast du schon immer von einem eigenen Holzspielzeugladen mit Werkstatt geträumt? Dann kannst du dich auch selbständig machen!

  5. Dein Arbeitsumfeld: Sicheres Handwerk in Holzwerkstätten.

    Holzspielzeugmacher/in Bilder

    An deinen Figuren werkelst du natürlich nicht im Büro, sondern in einer gut ausgestatteten Werkstatt. Hier arbeitest du präzise mit Maschinen und Werkzeugen und erschaffst kleine Kunstwerke. Dass da die Geräuschkulisse etwas lauter wird und Holzstaub in der Luft liegt, ist dir sicherlich klar. Denn: Wo gehobelt wird, da fallen Späne! Was du mitbringen solltest? Natürlich kreative Ideen beim Zeichnen neuer Entwürfe, Talent und Spaß am handwerklichen Arbeiten!

    Ein paar Schwielen oder Farbkleckser an den Fingern gehören zum Alltag dazu. Damit du aber vor dem gröbsten Schmutz und natürlich vor Unfällen geschützt bist, trägst du bei manchen Arbeitsschritten Handschuhe, Schutzbrille oder Gehörschutz. Denn Sicherheit geht vor! Das gilt auch für die Spielzeuge, die du erschaffst. Denn damit man sie bedenkenlos in Kinderhände geben kann, musst du darauf achten, dass man sich nicht an ihnen verletzen kann und die Farblacke unschädlich sind. Was die Arbeitszeiten betrifft, bist du regulär an Werktagen im Einsatz.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Holzspielzeugmacher/in.

    Ø 1. Jahr
    650€
    Ø 2. Jahr
    700€
    Ø 3. Jahr
    750€

Bist du der/die geborene Spielzeugmacher/in?
Mach den Test!

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