Produktion, Fertigung

Sattler/in

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Sattler/in Gehalt
  • Gehalt: 585 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Alle Abschlüsse
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Du denkst wahrscheinlich, in der Ausbildung zum/zur Sattler/in dreht es sich alles nur um Pferde. Falsch gedacht! Bist du handwerklich begabt, kannst du dich auf die Herstellung von Pferdesättel, Autositze oder Koffer und Taschen spezialisieren!

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Einen Hauptschulabschluss

  • Gute Noten in Werken und Mathe

  • Handwerkliches Geschick

  • Kreativität

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Körperlich fit bist

  • Sorgfältig arbeitest

  • Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hast

  • Flexibel bist

Ausbildung zum/zur Sattler/in: Robuste Lederwaren für Zweibeiner und Pferdestärken

Deine Aufgaben: Messen, polstern, nähen

Berufsbild Sattler

Ob auf dem Rücken der Pferde, im Inneren eines Sportwagens oder an der Hand einer Dame – Lederwaren gelten als edel und robust und werden vielfältig eingesetzt. In der Ausbildung zum/zur Sattler/in lernst du, aus Echt- und Kunstleder oder Stoff bequeme Sättel, schicke Autositze oder elegante Taschen zu fertigen. Je nach Ausbildungsbetrieb kannst du dich auf eine von drei Fachrichtungen spezialisieren: Reitsportsattlerei, Fahrzeugsattlerei oder Feintäschnerei. Mit Maßband und Nähmaschine ausgestattet, besitzt du das Gefühl für die richtigen Farben und Formen und das handwerkliche Geschick für individuelle Maßanfertigungen, Reparaturen oder Restaurierung.

In der Fachrichtung Reitsportsattlerei hast du nicht nur das richtige Händchen für Sättel, sondern fertigst auch Zaumzeug, Geschirre oder Sportartikel wie Fußbälle und Boxhandschuhe. Soll ein Pferd neu eingekleidet werden, nimmst du zunächst am Tier Maß. In der Werkstatt schneidest du Leder und Polsterstoffe mit Messer und Schere zu, stichst Löcher mit einer Ahle vor und nähst und klebst die Einzelteile per Hand oder maschinell. Mit dem Hammer bringst du noch Nieten oder Schnallen an.

In der Fahrzeugsattlerei stattest du fahrbare Pferdestärken mit Sitzbezügen und Polstern, Cabrioverdecken oder Armatur- und Türverkleidungen aus. Die alten Sitze eines Oldtimers baust du aus und trennst sie auf. Aus Schaumstoff und Federkernen formst du neue Polster. Den Bezug nähst du aus hochwertigem Leder, spannst ihn auf das Polster und klammerst ihn am Sitzgestell fest, das du danach wieder im Auto montierst.

Du kriegst nicht genug von Handtaschen, Koffern oder Geldbörsen? Dann findest du in der Feintäschnerei deine Bestimmung. Nach einer Skizze fertigst du individuelle Einzelstücke oder Serien an: Du schneidest Leder und Futterstoffe zu, vernähst sie mit dekorativen Ziernähten, bringst Schnallen und Reißverschlüsse an, wachst und polierst die Oberflächen.

Theorie und Praxis: Aufsatteln für die Zukunft

Sattler/in Gehalt

Die duale Ausbildung zum/zur Sattler/in dauert drei Jahre. In deinem Ausbildungsbetrieb lernst du das Handwerk von der Pike auf. Je nachdem, ob der Betrieb auf Reitsportsattlerei, Fahrzeugsattlerei oder Feintäschnerei spezialisiert ist, wirst du in dieser Fachrichtung ausgebildet. In regelmäßigen Abständen besuchst du außerdem den Blockunterricht in einer Berufsschule, wo du Grundlagen zu Entwurf, Gestaltung, Materialien und Kalkulation erwirbst.

Während der Ausbildung zum/zur Sattler/in dreht sich alles um Leder und Textilien und wie man sie verarbeitet. Wie unterscheidet sich Rinds- von Schafsleder? Welche Garne und Stoffe gibt es? Wie näht man per Hand und mit speziellen Sattlernähmaschinen? Du lernst, das Leder mit dem Schärfmesser zu verdünnen, um es leichter bearbeiten zu können, verschiedene Polsterungstechniken anzuwenden und Ziernähte oder Metallteile anzubringen. In der Reitsportsattlerei machst du dich auch mit dem Körperbau und den Bewegungsabläufen von Pferden vertraut. Bei Fahrzeugen montierst du auch elektrische Bauteile, wie Airbags oder Sitzheizung. Bei Taschen kommst es vor allem auf ein modisches und zugleich funktionelles Design an.

Hast du das Abschlusszeugnis in der Tasche und willst dich nach ein paar Jahren Berufserfahrung weiterbilden, kannst du die Prüfung als Sattler- und Feintäschnermeister/in ablegen. Träumst du schon von deiner eigenen Sattlerwerkstatt oder einem eigenen Lederwarengeschäft, kannst du dich natürlich auch selbständig machen.

Dein Arbeitsumfeld: Grobes Leder, feinste Handarbeit

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Auch wenn dir moderne Nähmaschinen zur Verfügung stehen, arbeitest du in der Ausbildung zum/zur Sattler/in oft noch mit traditionellen Handwerkzeugen, wie Sattlermesser, Ahle und Nadel. Bringst du Interesse und Geduld für Handarbeiten mit, fällt dir die Arbeit in der Sattlerwerkstatt sicher nicht schwer! Hier jonglierst du mit Lederbahnen, Stoffrollen und Garnen, die du kreativ und ansprechend kombinierst.

Verfügt dein Ausbildungsbetrieb auch über einen Laden, stehst du den Kunden Rede und Antwort und berätst sie zu individuellen Maßanfertigungen. Hier bist du dann auch samstags im Einsatz. Hast du Spaß am Entwerfen und Gestalten, arbeitest gern mit den Händen und bringst auch für Feinarbeiten die nötige Präzision mit, setzt du mit einer Ausbildung zum/zur Sattler/in garantiert auf das richtige Pferd!

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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