Chirurgiemechaniker/in.

Ausbildungsgehalt:
756 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
3,5 Jahre
Ausbildung Chirurgiemechaniker/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Chirurgiemechaniker/in?

Je nach Betrieb und Bundesland verdienst du durchschnittlich €756 während der Ausbildung.

  • 1. Lehrjahr: €671
  • 2. Lehrjahr: €723
  • 3. Lehrjahr: €789
  • 4. Lehrjahr: €841
2.

Wie lange dauert die Chirurgiemechaniker/in Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 42 Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Was macht man in der Ausbildung als Chirurgiemechaniker/in?

Als Chirurgiemechaniker/in stellst du die Instrumente und Geräte her, die medizinisches Personal in Kliniken und Arztpraxen braucht. Diesen modernen Handwerksberuf kannst du in den Werkstätten von Betrieben der Medizin- und Orthopädietechnik erlernen.

4.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Chirurgiemechaniker/in mitbringen?

Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz hast du mit einem Realschulabschluss. Außerdem solltest du gute Noten in Technik/Werken, Mathe und Physik haben.

5.

Passt der Beruf Chirurgiemechaniker/in zu mir?

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Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Mindestens einen Hauptschulabschluss

  • Handwerkliches Geschick

  • Spaß an Technik

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Technik/Werken
  • Mathe
  • Physik

Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

Keine Sorge, in der Ausbildung zum/zur Chirurgiemechaniker/in musst du keine Operationen am Menschen durchführen! Stattdessen lernst du, in präziser Feinarbeit die Instrumente und Geräte herzustellen, die Ärzte im OP-Saal benötigen. Ob Skalpelle, Scheren oder Zangen – aus Metall-Rohlingen formst du Werkzeuge, die Leben retten. Aber auch Implantate oder Schrauben, die im Körper verbleiben, baust du in exakter Handarbeit und mithilfe von Werkzeugmaschinen, die du programmierst.

Bevor du jedoch eine chirurgische Schere anfertigen kannst, schaust du dir die Konstruktionszeichnung genau an und planst die jeweiligen Arbeitsschritte. Soll sie aus Edelstahl oder Titan bestehen? Welche Werkzeuge und Materialien werden benötigt? Hast du alles bereitgelegt, kann es losgehen: Den passenden Metallrohling sägst, fräst und feilst du maßgenau in die richtige Form. Mit kleinen Hämmern kannst du das Metall schlagen und biegen. Löcher bohrst du mit dem Präzisionsbohrer. Mithilfe einer Schleifscheibe entfernst du scharfe Ecken und Kanten. Dann geht es ans gleichmäßige Schärfen der Schneiden. Mit einem Schräubchen montierst du sie zusammen. Den letzten Schliff bekommt die Schere, indem du sie mit Politur zum Glänzen bringst.  

Natürlich werden deine Aufträge mit der Zeit immer komplexer. Für Ärzte stellst du individuelle Einzelstücke her. Endoskope oder Prothesen verbindest du mit elektronischen Bauteilen. Dazu erlernst du das Montieren durch Kleben, Löten oder Laserschweißen. Zu guter Letzt prüfst du mit kritischem Auge und Mikroskop die Form, Härte und Oberfläche auf Perfektion. Auch die Schneidfähigkeit deiner Schere testest du.

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Inhalte der Ausbildung.

Entscheidest du dich für eine Ausbildung zum/zur Chirurgiemechaniker/in, erlernst du in dreieinhalb Jahren einen modernen Handwerksberuf. In dieser Zeit deiner dualen Ausbildung erlebst du den Berufsalltag in einem Ausbildungsbetrieb und besuchst in regelmäßigen Abständen den Unterricht in einer Berufsschule.

Angehende Auszubildende zum/zur Chirurgiemechaniker/in sollten viel Liebe zum Detail und einen Hang zum Perfektionismus mitbringen. Wenn du kleinteilige, konzentrierte Arbeit liebst, solltest du das in deiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz nicht unerwähnt lassen: Dein künftiger Arbeitgeber wird sich mindestens genauso für deine Motivation interessieren wie für deinen Schulabschluss.

Deine Berufsausbildung beginnt natürlich mit der Vermittlung der Grundlagen. Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr wirst du lernen, welche medizinischen Instrumente es überhaupt gibt, wie Metalle und Werkstoffe beschaffen sind und wie die verschiedenen Maschinen funktionieren. Im Betrieb packst du direkt mit an. Du lernst das 1x1 der Metallbearbeitung – vom Drehen und Fräsen über Spanen und Umformen bis zum Härten und Polieren. Du montierst schon erste Instrumente und bedienst computergesteuerte Maschinen. Im dritten Lehrjahr geht es ans Löten und Schweißen. Du fertigst neben Scheren und Skalpellen auch schon erste Endoprothesen, wie ein künstliches Kniegelenk oder einen Herzklappenersatz, an.

Am Ende deiner Ausbildung zeigst du dein Repertoire in der praktischen Gesellenprüfung. im schriftlichen Teil gibt es Aufgaben zu Technologie, Arbeitsplanung und technischer Mathematik sowie zu Wirtschafts- und Sozialkunde. Nach ein paar Jahren beruflicher Praxis in deinem Ausbildungsberuf kannst du mehr Verantwortung im Betrieb übernehmen, wenn du die Prüfung als Chirurgiemechanikermeister/in ablegst oder eine andere Weiterbildung machst. Die Ausbildung zum/zur Chirurgiemechaniker/in ist zum Beispiel die perfekte Grundlage für ein Studium der Medizintechnik.

Du möchtest dich für eine Ausbildung zum Chirurgiemechaniker/in bewerben? Hier findest du passende Ausbildungsplätze in deiner Nähe.

Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

Mit dem Abschluss in der Tasche findest du deinen Job in Betrieben der Medizin- und Orthopädietechnik oder der Feinmechanik. Dein Einsatzort ist die Werkstatt, wo du ein Instrument von Anfang bis Ende selbständig anfertigst. Wenn du konzentriert arbeitest, vergisst du alles um dich herum? Dann bringen dich auch laute Maschinen und Metallstaub nicht aus dem Konzept. Außerdem trägst du bei manchen Arbeiten Schutzkleidung, wie zum Beispiel einen Kittel und eine Schutzbrille.  

Da hier vieles in Handarbeit ausgeführt wird, erfordert die Tätigkeit als Chirurgiemechaniker/in Fingerfertigkeit und Geschick. Die Bauteile sind manchmal sehr klein und sehr scharf. Also pass auf, dass du dich nicht schneidest! Vor allem wenn Implantate hergestellt werden, musst du bis auf den Bruchteil eines Millimeters genau arbeiten. Schließlich soll das Gelenk hinterher exakt passen. Und wenn eine Schere im OP stumpf ist, kann das fatale Folgen haben! In diesem Ausbildungsberuf ist Sorgfalt das A und O! Wenn du dich also gerne handwerklich austobst, verantwortungsbewusst bist und auf Perfektion stehst, hast du die besten Voraussetzungen.

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