Destillateur/in.

Ausbildungsgehalt:
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
3 Jahre
Im Bereich Handwerk:
Ausbildung Destillateur/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Destillateur/in?

Je nach Betrieb und Bundesland verdienst du durchschnittlich €757 während der Ausbildung.

  • 1. Lehrjahr: €679
  • 2. Lehrjahr: €759
  • 3. Lehrjahr: €835
2.

Wie lange dauert die Destillateur/in Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 36 Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Was macht man in der Ausbildung als Destillateur/in?

  • In einer Ausbildung als Destillateur/in lernst du die Herstellung von Spirituosen. Dazu gehört auch das Bedienen und Warten von technischen Geräten, die Kontrolle und Lagerung von Rohstoffen und Spirituosen sowie der Abfüllprozess.
  • Deinen Arbeitsplatz findest du überwiegend in Werk- und Lagerhallen, in der Abfüllung und im Labor. Betriebe, die dich für den Beruf ausbilden können, sind typischerweise Branntwein- und Likörhersteller sowie Alkoholbrennereien.
  • Die Ausbildung als Destillateur/in gehört zum Berufsfeld Handwerk.
4.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Destillateur/in mitbringen?

Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz hast du mit einem Realschulabschluss. Außerdem solltest du gute Noten in Mathe und Naturwissenschaften haben.

5.

Passt der Beruf Destillateur/in zu mir?

Fragst du dich, welche Ausbildung wirklich zu dir passt? Mach jetzt unseren Karriere-Check und finde es in nur 60 Sekunden heraus.

Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Einen ausgeprägten Geruchs- und Geschmacksinn
  • Naturwissenschaftliches und technisches Verständnis
  • Hohe Konzentrationsfähigkeit

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Mathe
  • Naturwissenschaften

Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

Bei deiner Ausbildung als Destillateur/in lernst du alles, um hochwertigen Spirituosen wie Liköre, Weinbrände oder Rum herzustellen. Dabei kommt es auf die richtige Mischung aus Alkohol, Wasser, Zucker und den richtigen Zutaten für den Geschmack an. Diese wählst du für die Produktion zuerst aus: Früchte oder Kräuter, aber auch selbsthergestellte Essenzen, ätherische Öle oder Sirup verleihen den Spirituosen den typischen Geschmack.

Steht alles bereit, wird aus Obst, Getreide oder Kartoffeln Trinkbranntwein gebrannt und veredelt, bis durch die Zugabe von den verschiedenen Zutaten, durch Destillationsvorgänge und nach Klärung und Filterung edler Likör oder anderer schmackhafter Schnaps wird. Die Vorgänge laufen größtenteils automatisiert ab, wobei du für die Bedienung und Überwachung der Maschinen zuständig bist. Stimmt hier was nicht, greifst du auch aus gesetzlichen Gründen sofort ein.

Wie ein Likör oder Weinbrand hergestellt wird, entnimmst du Rezepten – doch das alleine reicht nicht, um den höchsten Standard zu gewährleisten. Als Destillateur/in überprüfst du jedes Produkt vom Rohstoff bis zum fertigen Schnaps sorgfältig, gibst qualitativ einwandfreie Spirituosen zur Lagerung frei und überwachst auch hier weiterhin die Qualität. Hat der Whiskey seinen typisch bernsteinfarbenen Ton? Schmeckst du aus der Williamsbirne die markante vollfruchtige Note heraus? Stimmen Alkohol- und Säuregehalt?

Dabei setzt du auch gemeinsam mit einem anderen Kollegen zur Qualitätsprüfung deinen Geruchssinn, deinen Sehsinn und deinen Geschmackssinn ein und überzeugst dich persönlich davon, dass geschmacklich und äußerlich alles so ist, wie es sein soll. Entscheidend ist, dass du auch die feinsten Nuancen erkennst und unterscheiden kannst!

Ob eine Ausbildung als Destillateur/in wirklich zu dir passt, kannst du innerhalb von 60 Sekunden in unserem Karriere-Check herausfinden.

Inhalte der Ausbildung.

In der Ausbildung als Destillateur/in wirst du in drei Jahren fit gemacht für die Herstellung von Spirituosen. Im ersten Ausbildungsjahr lernst du bereits alles Wichtige, während das zweite und das dritte Ausbildungsjahr vor allem der Vertiefung deines Wissens dienen.

Auf deinem Stundenplan in der Berufsschule stehen Dinge wie das Bedienen und Warten von technischen Geräten, das Kontrollieren und Lagern von Rohstoffen und Spirituosen sowie das Abfüllen von Spirituosen.

Es gibt momentan nur eine Berufsschule deutschlandweit in Dortmund, wo du zweimal im Jahr sechs bis sieben Wochen im Block sowohl die Theorie lernst als auch praktische Versuche durchführst. Dabei schulst du deine Sinne und lernst zum Beispiel, wie du gute und schlechte Erzeugnisse unterscheidest und wie du einzelne Bestandteile erschmeckst, um das Original anschließend nachzumischen.

Schnell wirst du feststellen, dass hier Präzisionsarbeit stattfindet – nur ein Tropfen zu viel, und es wird nichts mit dem guten Schnaps. Weil das Probieren als angehende/r Destillateur/in nicht ausbleibt, müssen Auszubildende unter 18 eine Einverständniserklärung der Eltern mitbringen, dass sie Alkohol trinken dürfen. Neben den berufsspezifischen Themen hast du auch allgemeinbildende Fächer wie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Der praktische Teil findet wie bei jeder dualen Ausbildung im Ausbildungsbetrieb statt. Hier darfst du all das im großen Stil ausprobieren, was du in der Berufsschule gelernt hast und lernst die Maschinen richtig zu betätigen.

Nach drei Jahren schließt du deine Ausbildung als Destillateur/in mit einer Abschlussprüfung ab. Dabei beweist du im praktischen Teil mit Arbeitsproben, dass du Kontrolle, Herstellung und Abfüllung drauf hast, und wirst zudem im Theorieteil schriftlich in den Fächern Technologie, technische Mathematik und Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft.

Nach Abschluss deiner Ausbildung arbeitest du in der Regel in Alkoholbrennereien und Betrieben der Branntwein- und Likörherstellung. Mit dem Meisterbrief kannst du Richtung Führungsposition streben, oder, falls du eine Hochschulzugangsberechtigung hast, ein Studium in Lebensmitteltechnologie draufsetzen. Du willst dein eigener Chef sein? Dann kannst du darüber nachdenken, ob du mit einem eigenen Betrieb den Schritt in die Selbstständigkeit wagst.

Du möchtest dich für eine Ausbildung zum Destillateur/in bewerben? Hier findest du passende Ausbildungsplätze in deiner Nähe.

Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

Während deiner Ausbildung als Destillateur/in arbeitest du vorwiegend in Werkhallen und Lagerhallen, in der Abfüllung und im Labor. Dabei solltest du dich auf Temperaturschwankungen gefasst machen: In der Nähe der Kessel ist es sehr warm, während es in den Kellern und Lagerräumen eher kühl zugeht. Auch mit Nässe, zum Beispiel bei Reinigungsarbeiten, und Zugluft in den großen Hallen solltest du rechnen. Zudem geht die Verarbeitung der Rohstoffe mit Staub und Dämpfen einher. Du kannst dich bei Krach super konzentrieren? Dann kann dir auch der Maschinenlärm, der dich in deinem Arbeitsalltag begleitet, nichts anhaben.

Wichtig ist, dass du sowohl körperlich hart arbeiten als auch ganz in Ruhe die Qualität der Spirituosen beurteilen kannst: Bei der Prüfung von Geruch, Geschmack und Farbe ist höchste Konzentration gefragt. Damit dir die äußeren Umstände nichts anhaben können, wirst du natürlich auch mit Schutzkleidung – wie Gehörschutz, Gummistiefel und Handschuhe – ausgestattet.

Bei deiner Ausbildung als Destillateur/in trägst du viel Verantwortung: Zum einen dafür, dass gesetzliche Vorschriften, zum Beispiel in Sachen Hygiene, eingehalten werden, zum anderen für die Kunden, die die Spirituosen kaufen und genießen wollen. Dieser Verantwortung solltest du dir immer bewusst sein – auch, wenn du im Schichtdienst mitten in der Nacht arbeiten musst.

Wie gut wärst du als Destillateur/in?
Mach den Test!

Ähnliche Berufe.