Fertigungsmechaniker/in.

Gehalt:
1035 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
3 Jahre
Ausbildung Fertigungsmechaniker/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Mindestens einen mittleren Schulabschluss oder einen sehr guten Hauptschulabschluss

    • Gute Noten in Physik und Werken/Technik

    • Technisches Verständnis

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Du sorgfältig und genau arbeitest

    • Stark bist, um auch schwere Bauteile zu heben

    • Eine gute Hand-Augen-Koordination hast, um auch sehr kleine Einzelteile passgenau zu montieren

  2. Deine Aufgaben: Technische Maschinen reparieren und installieren.

    Berufsbild Fertigungsmechaniker/in

    Schon als Kind hast du gerne mit Lego gespielt und stets versucht, Geräte und Produkte zu reparieren und zu erstellen? In deiner Ausbildung zum/zur Fertigungsmechaniker/in beschäftigst du dich mit sehr kleinen Bauelementen, bei denen du viel Fingerfertigkeit brauchst ebenso, wie mit sehr großen technischen Anlagen, bei welchen du vor allem die nötigen Berechnungen anstellen musst, um die Maschinen richtig zu programmieren.

    Wie du dir schon vorstellen kannst, ist deine Arbeit in der Ausbildung sehr vielfältig, da du am Ende dieser fast alle technischen Geräte montieren kannst – von Haushaltsgeräte, wie Waschmaschinen, über medizinische Geräte, wie Dialyse-Geräte, sowie ganze Kraftfahrzeuge. Die einzelnen Elemente eines technischen Gerätes fügst du nach Montageplänen und technischen Zeichnungen zusammen oder erstellst selbst welche für die Montage. Zu deinen Hauptaufgaben gehört hierbei das Verschrauben, Löten oder Kleben von verschiedenen Einzelteilen zu einer Baugruppe. Zudem ist es gerade bei elektrischen Maschinen wichtig, elektrische Leitungen, wie Kabel und Schalter, zu verlegen.

    Geht eine Maschine kaputt oder meldet eine elektrische Anlage einen Fehler, gehört es zu deinen Aufgaben, diese zu überprüfen und zu reparieren. Immer wieder führst du auch vorher Kontrollen durch, indem du die Anlagen wartest und die Produkte überprüfst, ob sie den betrieblichen Qualitätsrichtlinien entsprechen. Wird eine neue Maschine für eine bestimmte Fertigung benötigt, bist du an erster Stelle, wenn es um die Inbetriebnahme geht. Du achtest darauf, dass alles richtig angeschlossen wird und die Maschine bei den Testläufen fehlerfrei produziert.

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  4. Zum Profi für technische Anlagen in Theorie und Praxis.

    Fertigungsmechaniker/in Gehalt

    Deine Ausbildung zum/zur Fertigungsmechaniker/in ist eine duale Ausbildung und dauert drei Jahre. Das heißt, du bist abwechselnd in der Berufsschule und in deinem Ausbildungsbetrieb, um die theoretischen und praktischen Fachgebiete deiner Ausbildung kennenzulernen.

    In deinem ersten Ausbildungsjahr steht die Anfertigung von Bauelementen im Fokus deiner Ausbildung. Einerseits fertigst du diese mit deinen Händen und Werkzeugen an, andererseits lernst du, Maschinen für die Herstellung einzustellen und zu programmieren. Dafür musst du zu Beginn die einzelnen Arbeitsschritte planen und die werkstückbezogenen Daten, wie Maße und Toleranzen, erfassen. Bevor du das Werkstück bearbeiten kannst, ist es wichtig zu überlegen, welches Umformverhalten die jeweiligen Werkstoffe besitzen. Dafür bestimmst und ermittelst du die technologischen Daten, wie die Rückfederung, den Biegewinkel und den Biegeradius. Hast du verschiedene Bauelemente hergestellt, ist der nächste Schritt, diese zusammenzufügen. Dafür planst du die Montage von Baugruppen und führst sie durch. Dazu gehört, dass du zuerst eine sinnvolle Montagereihenfolge festlegst, die notwendigen Norm- und Bauteile mithilfe von technischen Unterlagen, wie Tabellenbüchern und Katalogen, heraussuchst und wichtige Berechnungen, wie die Kraft, den Drehmoment, die Flächenpressung und die Reibung, durchrechnest. Hast du diese Vorbereitungen alle getroffen, kannst du die Montage durchführen.

    In deinem zweiten Ausbildungsjahr zum/zur Fertigungsmechaniker/in geht es vor allem um automatisierte Anlagen in deinem Betrieb. Du bist dafür verantwortlich, diese in Betrieb zu nehmen, sie zu bedienen und die Qualität der Produkte zu überwachen. Für die Inbetriebnahme von technischen Anlagen ermittelst du die physikalischen Prozesskenngrößen, wie Druck, Kraft, Leistung und Wirkungsgrad. Während die Maschinen ihre Arbeit verrichten, überwachst du den Produktionsablauf. Zeigt das System Fehler an, bist du sofort zur Stelle um die Anlage notfalls anzuhalten und den Fehler zu beheben. Auch die Produkte kontrollierst du immer wieder auf ihre Qualität, um immer ein sehr gutes Ergebnis gewährleisten zu können. Dafür ist es zum Beispiel auch wichtig, dass du die technischen Anlagen regelmäßig wartest und inspizierst, um den Verschleiß von Bauteilen festzustellen und mögliche Störstellen an den Maschinen untersuchst.

    Elektrische und elektronische Bauteile stehen im Mittelpunkt deines dritten und letzten Ausbildungsjahres. Du lernst, elektrische Leitungen und Bauteile zu analysieren und zu verlegen. Hierfür setzt du dich mit Arbeits- und Montageplänen auseinander – zum Beispiel Schaltpläne, Verbindungs- und Kabelpläne. Auch die Messtechnik nimmt einen wichtigen Platz ein und du bestimmst verschiedene elektrische Kenngrößen im Niederspannungsbereich. Wie hoch ist die Frequenz oder die Spannung? Welche Stromstärke kann erreicht werden? Das sind nur einige Fragen, die du dir bei der Arbeit mit elektrischen Messgeräten stellen musst.

    Deine Ausbildung schließt du mit einer Abschlussprüfung ab, in welcher dein theoretisches Wissen schriftlich und mündlich abgefragt wird. Außerdem stellst du deine praktischen Fertigkeiten in einer Aufgabe unter Beweis. Hast du nach deiner Ausbildung zum/zur Fertigungsmechaniker/in Lust, dich weiterzubilden, hast du im Anschluss verschiedene Möglichkeiten. Willst du dich auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren, kannst du eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Maschinentechnik anschließen. Bist du eher ein Organisationsgenie und möchtest in deinem Unternehmen Führungsaufgaben übernehmen, kannst du mit einer Weiterbildung zum/zur Technischen Fachwirt/in planende und organisatorische Aufgaben übernehmen. Und wenn du merkst, dass dir die kaufmännische Seite großen Spaß macht, hast du die Möglichkeit, mit einer Weiterbildung zum/zur Industriebetriebswirt/in in deinem Unternehmen Führungsaufgaben im Verkauf und im Finanz- und Rechnungswesen zu übernehmen.

  5. Dein Arbeitsumfeld nach der Ausbildung.

    Fertigungsmechaniker/in Bilder

    Nach deiner Ausbildung zum/zur Fertigungsmechaniker/in bist du vor allem in Fertigungs- und Montagehallen unterwegs. Aber auch in Lagerhallen kann man dich finden, da du die Bestellungen der einzelnen Bauelemente überwachst und die Lagerbestände kontrollierst. Da du so ziemlich alle technischen Anlagen bedienen kannst, wirst du in fast allen Bereichen der herstellenden Industrie gebraucht. Je nachdem für welche Produkte du dich interessierst, kannst du bei Unternehmen der Fahrzeug- oder Lufttechnik sowie der Medizintechnik arbeiten. Du findest aber auch Anstellung bei Unternehmen, die Haushaltsgeräte, Fahrstühle oder Lifte herstellen.

    Da du viel mit den Händen und Werkzeug arbeitest, ist Schutzkleidung sehr wichtig. Dazu gehören neben einem Schutzanzug auch Sicherheitsschuhe, welche vorne mit Stahlkappen versehen sind, damit deine Zehen nicht brechen, falls dir ein Eisenstück auf die Füße fallen sollte. Beim Schweißen und Löten trägst du zudem Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille, damit herumfliegende Funken und Späne dich nicht verletzen können.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Fertigungsmechaniker/in.

    Ø 1. Jahr
    976€
    Ø 2. Jahr
    1.029€
    Ø 3. Jahr
    1.102€
  7. 14 Ausbildungsplätze für Fertigungsmechaniker/in.

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