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Orthopädietechnik-Mechaniker/in

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Ausbildung Orthopädietechnik-Mechaniker/in
Berufsbild Orthopädietechnik-Mechaniker
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Orthopädietechnik-Mechanikerin Bilder
Orthopädietechnik-Mechaniker/in Gehalt
  • Gehalt: 700 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Du bist handwerklich begabt und möchtest mit deinem Talent körperlich beeinträchtigten Menschen helfen? In der Ausbildung zum/zur Orthopädietechnik-Mechaniker/in lernst du, wie man Prothesen, Gehhilfen oder Bandagen herstellt und damit die Lebensqualität von Patienten verbesserst.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Idealerweise einen Realschulabschluss oder Abitur

  • Gute Noten in Werken, Mathe und Biologie

  • Handwerkliches Geschick

  • Spaß am Umgang mit Menschen

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Sorgfältig und genau arbeitest

  • Ein gutes Auge hast

  • Geduldig und einfühlsam bist

  • Kein Problem mit Körperkontakt hast

Ausbildung zum/zur Orthopädietechnik-Mechaniker/in: Mit Herz und Hand Menschen helfen

Deine Aufgaben: Von der Konzeption bis zur Umsetzung

Berufsbild Orthopädietechnik-Mechaniker

Rollstühle, Beinprothesen, Fußeinlagen – es gibt unzählige Möglichkeiten, mit Hilfe derer Menschen nach einem Unfall oder im Alter weiterhin mobil bleiben. Doch diese müssen für jeden Einzelnen passgenau angefertigt werden. In der Ausbildung zum/zur Orthopädietechnik-Mechaniker/in erlernst du die Herstellung orthopädischer Hilfsmittel – von der Konzeption über die Anpassung bis zur Umsetzung. Der Begriff Orthopädie kommt übrigens von den griechischen Wörtern für “aufrecht” und “Kindererziehung” – denn vor allem bei Kindern können angeborene Fehlstellungen damit effektiv korrigiert werden.

Kommt ein Patient mit einer ärztlichen Verordnung zu dir, berätst du ihn zunächst und klärst eventuelle Fragen mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten. So unterschiedlich wie die Bedürfnisse deiner Patienten sind, so abwechslungsreich ist auch dein Arbeitsalltag. Morgens erstellst du mit dem Fußscanner einen digitalen Fußabdruck und baust am Computer eine 3D-Fußeinlage. Diese wird mit einer Fräse aus einem Holzblock herausgefräst und von dir in Form geschliffen. Nachmittags gießt du für eine Armprothese aus Gips ein Positivmodell und vor Feierabend passt du noch die Sitzschale eines Rollstuhls an.

Neben Prothesen fertigst du auch sogenannte Orthesen. Das sind Hilfsmittel, die bei Fehlhaltungen Beine, Arme oder die Wirbelsäule von außen stützen, wie Bandagen oder Schienen. Hast du den Auftrag erhalten, eine rückenstabilisierende Korsage anzufertigen, nimmst du zunächst Maß am Patienten. Aus Leder nähst du das Mieder, das mit geformtem Metall und Kunststoff verstärkt wird. Dafür schneidest du eine große Kunststoffplatte zu und erwärmst sie auf der Heizplatte. Das weiche Plastik legst du eng um das Gipsmodell des Oberkörpers. Nach dem Auskühlen kann es mit dem Mieder verklebt werden. Zum Schluss prüfst du bei der Anprobe mit dem Patienten, ob alles sitzt, und erklärst ihm ausführlich die Handhabung.

Theorie und Praxis: Dein Weg in den medizinischen Bereich

Orthopädietechnik-Mechaniker/in Gehalt

Den Abschluss als Orthopädietechnik-Mechaniker/in hast du nach drei Jahren Lehrzeit in der Tasche. Diese verbringst du vor allem in deinem Ausbildungsbetrieb, einer Orthopädietechnik- oder Rehawerkstatt, bei der du von Anfang an mit eingebunden bist. In regelmäßigen Abständen besuchst du gemeinsam mit anderen Auszubildenden die Berufsschule. Dort lernst du zum Beispiel die medizinischen Grundlagen, wie die Anatomie des Körpers, und Pathologie, also die Krankheitslehre.

Im Ausbildungsbetrieb machst du dich vertraut mit den verschiedenen Materialien und Techniken. Du lernst, wie man am Patienten Maß nimmt, und stellst auch schon selber Fußeinlagen oder Kompressionsstrümpfe her. Nach Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab. Danach wirst du Körperteile digital und manuell modellieren und konstruierst deine ersten Prothesen und Orthesen. Je nachdem, welchen Schwerpunkt dein Ausbildungsbetrieb hat, spezialisierst du dich auf Orthetik, Rehabilitationstechnik oder Prothetik.

In der Gesellenprüfung konstruierst du ein orthopädietechnisches Hilfsmittel nach Maß und beweist dein Wissen in schriftlichen Tests. Geschafft! Nach ein paar Jahren Berufserfahrung kannst du noch einen draufsetzen und die Prüfung als Orthopädietechnikermeister/in ablegen. Damit steht dir auch der Weg in die Selbständigkeit offen. Oder du hängst noch ein Studium dran, zum Beispiel im Fach Orthopädie- oder Rehatechnik.

Dein Arbeitsumfeld: Mit Menschen für Menschen

Orthopädietechnik-Mechanikerin Bilder

Im Mittelpunkt deiner Ausbildung steht natürlich der Mensch. Ein professionelles Auftreten gegenüber Patienten ist das A und O. Indem du ein offenes Ohr zeigst und geduldig auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingehst, schaffst du ein gutes Vertrauensverhältnis. Dabei bist du nicht auf dich allein gestellt: Im Austausch mit Kollegen und Ärzten findest du für jeden die beste Lösung. Besondere Sorgfalt ist beim Messen und beim Anpassen gefragt, denn später muss alles exakt passen. Enger Körperkontakt sollte dir also nichts ausmachen.

In der Werkstatt geht’s ans präzise Sägen, Nähen, Biegen, Modellieren – per Hand, am Computer und mit Maschinen. Jeder Mensch ist anders, deshalb ist hier deine Kreativität gefragt. Lärm, Staub und Gerüche sollten dir nicht so viel ausmachen. Außerdem bist du mit Schutzkleidung ausgestattet. Und wie sieht es bei den Arbeitszeiten aus? Da manche Werkstätten auch samstags geöffnet haben, bist du mitunter auch am Wochenende im Einsatz.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Ausbildung starten

Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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Das Anschreiben für deine Ausbildung – quasi der Liebesbrief für deine Ausbildung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Ausbildung ist immer der schwerste. AZUBI.DE hilft dir!

So sieht die perfekte Bewerbung aus

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Was passiert bei einer Anamnese?

  • Eine Prothese wird abgeschliffen
  • Die medizinische Vorgeschichte des Patienten wird erhoben
  • Der Patient bekommt eine Narkose

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