Produktion, Fertigung

Glasapparatebauer/in

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Ausbildung Glasapparatebauer/in
Berufsbild Glasapparatebauer
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Glasapparatebauerin Bilder
Glasapparatebauer/in Gehalt
  • Gehalt: 706 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Mit einer ruhiger Hand, Geschicklichkeit und Spaß an Feinarbeiten hast du die besten Voraussetzungen für eine Ausbildung zum/zur Glasapparatebauer/in. Hier dreht sich alles um filigrane Glasgefäße, die nicht etwa in Bars oder Restaurants, sondern im Labor ihren großen Auftritt haben.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Einen Realschulabschluss

  • Gute Noten in Physik, Chemie und Werken

  • Handwerkliches Geschick

  • Interesse am Werkstoff Glas

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Eine ruhige Hand hast

  • Perfektionistisch veranlagst bist

  • Räumliches Vorstellungsvermögen hast

  • Selbständig arbeiten kannst

Ausbildung zum/zur Glasapparatebauer/in: Glasklare Geräte für Wissenschaft und Industrie

Deine Aufgaben als Glasapparatebauer/in: Erhitzen, verformen, ausblasen

Berufsbild Glasapparatebauer

In der Ausbildung zum/zur Glasapparatebauer/in lernst du noch echte Handarbeit! Ob Röhren, Kolben, Trichter oder Reagenzgläser – in der Werkstatt fertigst du die verschiedensten Glasgeräte und -apparate, die für chemische oder physikalische Experimente in Labors gebraucht werden. Dabei nutzt du aber nicht nur deine eigenen Hände, sondern auch deinen Mund – und spezielle Werkzeuge, wie Tischbrenner, Vakuumanlagen oder Handgebläse. Es kann also ganz schön hitzig werden!

Aber wie entsteht eigentlich so ein Glasapparat? Bevor du loslegen kannst, erstellst du nach den Vorgaben deines Auftraggebers eine technische Zeichnung, die dir als Vorlage dient. Vorgefertigten Rohre oder Stäbe schneidest du auf die passende Länge zu und erwärmst sie an bestimmten Stellen mit einem Tischbrenner. Dabei drehst du das Glas gleichmäßig in der Flamme. Ist das Glas weich genug, kannst du es ziehen, biegen und verformen. Eine Spirale erschaffst du durch sogenanntes Wendeln. Mit einem Einschnürblech verengst du bestimmte Stellen des Rohres. Um ein Rohr auszuweiten, benutzt du deinen Mund. Ja, richtig gelesen! Indem du vorsichtig in das Glasrohr reinbläst, entsteht an der weichen Stelle eine Kugelform.

Schließlich misst und prüfst du, ob du die Teile gleichmäßig verarbeitet hast. Stimmt die Qualität? Dann verbindest du einzelne Glasteile miteinander, indem du sie verschmelzt. Auf diese Weise kannst du auch Metalle oder Kunststoffe einarbeiten. Der Kühlofen bringt das Glas wieder auf niedrige Temperaturen. Den letzten Schliff bekommt die Apparatur, indem du das Glas einfärbst, polierst oder verspiegelst. Sollen Gefäße zum Abmessen dienen, füllst du Wasser oder Quecksilber ein und ätzt die markierte Skala mit Säure ein.

Theorie und Praxis als Glasapparatebauer/in: Dein Ticket ins gläserne Handwerk

Glasapparatebauer/in Gehalt

Die Ausbildung zum/zur Glasapparatebauer/in kannst du in Handwerks- und Industriebetrieben absolvieren, die Glasapparate herstellen. Die Dauer deiner dualen Ausbildung beträgt drei Jahre – punktest du mit sehr guten Leistungen, kannst du aber auch schneller fertig sein und deine Ausbildung verkürzen. Parallel besuchst du in regelmäßigen Abständen den Unterricht in der Berufsschule.

Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr machst du dich zunächst mit dem Werkstoff Glas vertraut und übst unter Anleitung das Trennen, Heißformen und Biegen von Röhren und Stäben. Auch das Ein- und Aufblasen mit dem Mund steht auf dem Programm. In der Berufsschule lernst du physikalische und elektrotechnische Grundlagen sowie das Anfertigen technischer Zeichnungen. Nach einer Zwischenprüfung vertiefst du im dritten Lehrjahr deine Kenntnisse und erweiterst sie um spezielle Arbeitstechniken, wie Glas-, Keramik- und Metallverbindungen oder das abschließende Justieren.

In der Abschlussprüfung kannst du anhand von vier Arbeitsproben beweisen, was du drauf hast. Auch ein schriftlicher und mündlicher Teil kommt auf dich zu. Hast du den Abschluss und dein Ausbildungszeugnis in der Tasche und ein paar Jahre in deinem Beruf gearbeitet, kannst du dich auch weiterbilden – zum Beispiel zum/zur Glasbläser- und Glasapparatebauermeister/in. Mit dem Meistertitel kannst du dich auch selbständig machen und eine eigene Glasbläserei gründen.

Dein Arbeitsumfeld als Glasapparatebauer/in: Vorsicht, zerbrechlich!

Glasapparatebauerin Bilder

Ausgestattet mit getönter Schutzbrille, Handschuhen oder Staubschutzmaske bist du optimal vorbereitet für die Arbeit in der Werkstatt. Wozu der ganze Aufwand? Beim Umgang mit Brennern und Handgebläsen wird es ganz schön heiß und die helle Flamme blendet die Augen. Wenn du Glas schneidest, liegt außerdem Glasstaub in der Luft. Aber wenn du konzentriert arbeitest und Spaß an diesem filigranen Handwerk hast, kann dich nichts aus der Ruhe bringen!

Sorgfalt und Geschicklichkeit sind das A und O in diesem Ausbildungsberuf. Meist arbeitest du im Sitzen, damit du ganz exakt erhitzen und biegen kannst. Mit Säuren und anderen Chemikalien bist du besonders vorsichtig! Glaswände und Kugelformen müssen auf den Millimeter genau gleichmäßig sein. Denn schließlich sollen damit später wichtige Experimente durchgeführt werden, die nur mit perfekten Apparaturen korrekte Ergebnisse liefern können. Steckt in dir eine/ Perfektionist/in mit einer Leidenschaft für Feinarbeiten? Dann ist die Entscheidung doch glasklar und deiner perfekten Bewerbung steht nichts mehr im Weg!

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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