Dolmetscher/in / Übersetzer/in.

Gehalt:
kein Gehalt
Empfohlener Schulabschluss:
Abitur / Fachabitur
Dauer:
3 Jahre
Im Bereich Dienstleistung, Service:
Ausbildung Dolmetscher/in / Übersetzer/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Idealerweise die Hochschulreife

    • Ein sehr gutes Ausdrucksvermögen

    • Gute Noten in Deutsch, Englisch und weiteren Fremdsprachen

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Spaß hast an Kommunikation

    • Eine hohe Konzentrationsfähigkeit besitzt

    • Dich flexibel auf neue Situationen einstellst

  2. Deine Aufgaben: Sprachbarrieren abbauen.

    Berufsbild Dolmetscher/in / Übersetzer/in

    Als Dolmetscher/in / Übersetzer/in kommst du überall dort zum Einsatz, wo Menschen mit verschiedenen Muttersprachen miteinander kommunizieren. Du übersetzt immer von einer Ausgangssprache in eine Zielsprache oder umgekehrt. Dabei kommst du in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz – in der Politik, in juristischen Zusammenhängen aber auch in der freien Wirtschaft. Flexibilität ist dabei sehr wichtig, denn du musst dich in die unterschiedlichsten Sachzusammenhänge und Fachsprachen einarbeiten. Als Dolmetscher/in übersetzt du mündliche Kommunikation, während du als Übersetzer/in mit Texten arbeitest.

    Als Dolmetscher/in ist allerhöchste Konzentration gefragt – so bist du unter anderem bei Diskussionen um Kriege, Freihandelsabkommen oder globalen Krisen anwesend und musst das gesprochene Wort augenblicklich übersetzen – meistens wird dabei von einer Fremd- in die Muttersprache übersetzt. Um auch bei komplizierten Sachzusammenhängen schnell und richtig übersetzen zu können, ist die richtige Vorbereitung essentiell: Du liest dich vorab in die verschiedenen Fachbereiche ein und legst Wörterlisten an, um auch Fachvokabular korrekt übersetzen zu können.

    Dabei gibt es zwei verschiedene Techniken, die zur Anwendung kommen können: Beim Simultandolmetschen überträgst du das Gesprochene sofort in die Zielsprache, noch während die Person weiter redet. Beim Konsekutivdolmetschen wartest du immer zuerst den Redebeitrag der Person ab und fasst diesen dann nachträglich in der Zielsprache zusammen. Die Arbeit ist sehr anstrengend, da man stets sehr konzentriert sein muss und die Stimme dabei extrem belastet.

    Als Übersetzer/in sind geschriebene Worte deine Arbeitsgrundlage – du übersetzt verschiedene Texte in mindestens zwei Sprachen. Dabei sollest du in der Lage sein, dich in die unterschiedlichsten Fachbereiche einzuarbeiten – Schriftstücke zum Thema Wirtschaft, Recht, Technik oder Medizin müssen von dir bearbeitet werden.

    Du übersetzt nicht nur komplette Texte, sondern kommentierst diese auch oder fasst sie in kurzen Abstracts zusammen. Manchmal benötigt ein Unternehmen auch einen komplett neuen Fachwortschatz – diesen entwickelst du und organisierst ihn in speziellen Terminologiedatenbanken.

    Auch hier ist es entscheidend, sich umfassend in das Fachgebiet einzuarbeiten, aus dem der zu übersetzende Text stammt. Du wirst Experte für technische, juristische oder medizinische Zusammenhänge und kennst die richtigen Fachvokabeln in der Zielsprache. Du hast die Möglichkeit, dich auf ein bestimmtes Fachgebiet zu spezialisieren – zum Beispiel auf Maschinenbau oder Elektrotechnik.

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  4. Deine Ausbildung in Theorie und Praxis.

    Dolmetscher/in / Übersetzer/in Gehalt

    Die dreijährige Ausbildung zum/zur Dolmetscher/in / Übersetzer/in verläuft rein schulisch und wird an speziellen Berufsfachschulen absolviert. Bei Bestehen eines bestimmten Eignungstests, ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich.

    In der Berufsfachschule erlernst du alle benötigten Grundlagen, die du für die Arbeit als Dolmetscher/in / Übersetzer/in benötigst.

    Wichtigste Grundlage, um in oder aus einer Fremdsprache zu übersetzen, ist natürlich erstmal die Sprache selbst. Diese lernst du während deiner Ausbildung fast so gut kennen, wie deine eigene Muttersprache. Du beschäftigst dich intensiv mit der Grammatik und Rechtschreibung und erwirbst einen umfassenden Wortschatz, mit dem du eine gute Grundlage für deine Übersetzungen schaffst.

    Neben einem allgemeinen Wortschatz wird auch spezielles Fachvokabular gelehrt, wie zum Beispiel Wirtschaftsenglisch oder -chinesisch. Auch über das Fachgebiet selbst erhältst du einige Einblicke. Daneben lernst du, wie man sich eine eigene Fachterminologie aufbaut und in entsprechenden Datenbanken pflegt.

    Du übst ganz konkret, Fachtexte in deine Muttersprache oder in die Fremdsprache zu übersetzen und lernst, worauf man ganz besonders achten muss. Neben dem korrekten Vokabular ist es auch entscheidend, je nach Anlass den richtigen Ton zu treffen. Dieser ist im wirtschaftlichen Bereich ganz anders als bei Übersetzungen für Behörden.

    Auch das mündliche Übersetzen wird intensiv geübt – dabei kommt es vor allem auf sehr gute Sprachbeherrschung und hohe Konzentrationsfähigkeit an. Du praktizierst Stegreifübersetzungen, um dein Sprachgefühl in spontanen Situationen zu verbessern. Auch wie man in Verhandlungen oder simultan dolmetscht, wird intensiv trainiert.

    Nach deiner Ausbildung hast du verschiedene Möglichkeiten, die Karriereleiter weiter hochzuklettern: Um später in einer Führungsposition zu arbeiten, kannst du ein Studium im Fachbereich Dolmetschen, Übersetzen oder Fremdsprachendidaktik absolvieren.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Schnelles Köpfchen, starke Stimme.

    Dolmetscher/in / Übersetzer/in Bilder

    In der Ausbildung zum/zur Dolmetscher/in / Übersetzer/in trifft man dich vor allem in Büro- und Besprechungsräumen sowie bei Konferenzen und Tagungen an. Du hast dabei engen Kontakt mit Menschen und musst auch interkulturelles Einfühlungsvermögen beweisen, da du in einem internationalen Umfeld arbeitest. Da du unterschiedliche Sachbereiche zielgruppengerecht in der Zielsprache ausdrücken kannst, bist du aber nicht nur bei EU-Institutionen oder der UN gefragt, sondern auch bei der Polizei oder vor Gericht.

    Egal wohin es dich als Dolmetscher/in / Übersetzer/in verschlägt, musst du stets hochkonzentriert sein und die Ausgangssprache inhaltlich korrekt übersetzen. Aber vor allem musst du den richtigen Ton treffen und wissen, wie man sich in der Zielsprache höflich ausdrückt. Zudem musst du dich sehr flexibel in unterschiedliche Sachverhalte einarbeiten können. Die Arbeit kann sehr anstrengend sein und sich auch belastend auf deine Stimme auswirken.

  6. Dein Ausbildungsgehalt.

    Leider erhältst du im Rahmen dieser Ausbildung keine Vergütung. Vor allem in schulischen Ausbildungen ist das meist üblich, da du neben deinem theoretischen Unterricht nicht auch wie in der dualen Ausbildung im Betreib arbeitest. Häufig zahlst du an der Berufsfachschule sogar noch Gebühren – zum Beispiel um zu Prüfungen zugelassen zu werden. Aber keine Sorge: Du wirst hier nicht allein gelassen, denn du kannst Förderungen wie zum Beispiel BAföG beantragen.

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