Modist/in.

Gehalt:
842 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Im Bereich Kunst, Kultur:
Ausbildung Modist/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Gute Noten in Mathe und Werken

    • Spaß an Handarbeiten

    • Zeichnerisches Talent

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Kreativ bist

    • Sorgfältig arbeitest

    • Geduld mitbringst und gerne Kundenkontakt hast

  2. Deine Aufgaben: Vom gezeichneten Entwurf zum stylischen Hut.

    Berufsbild Modist/in

    In der Ausbildung zum/zur Modisten/in hast du es mit einer besonderen Form der Mode zu tun – der Hutmode! Ob für Hochzeiten, für Theater und Film, Fotoshootings oder einfach nur als Schattenspender im Sommer: Du fertigst vom royalen Kopfschmuck über Strohhütte bis zum adretten Herrenhut alles, was das Modeherz begehrt! Nach eigenen Ideen oder den Vorstellungen deiner Kunden zeichnest du Skizzen, bringst Stoff, Filz oder Stroh in Form und nähst Dekorationen an. Auch kaputte Erbstücke wirken nach ein paar Handgriffen wieder wie neu. Sitzt ein Hut nicht einwandfrei, hast du die Werkzeuge, um ihn weiter zu machen. Verfügt dein Ausbildungsbetrieb über einen Verkaufsraum, gestaltest du Schaufenster mit den neuesten Hutmodellen.  

    Im Kundengespräch erfragst du Anlass, Farb- und Materialwünsche und berätst Unentschlossene typgerecht. Einen neuen Hut lässt du zunächst auf Papier oder am Computer Form annehmen. Soll das gute Stück aus Stoff sein, erstellst du auf Basis der Skizze ein Schnittmuster, das als Vorlage dient. Für Filz- oder Strohhüte verwendest du Rohlinge, die du mit Wasserdampf anfeuchtest, damit sie formbar werden. Anschließend ziehst du den sogenannten Stumpen über einen Holzkopf und drückst Einbuchtungen hinein. Ist er getrocknet, behält er diese Form und du kannst die Krempe anbringen. Mit dem Bügeleisen glättest du den Hut oder bringst zusätzliche Knicke hinein.  

    Einen besonderen Glanz erhalten Filzhüte, indem du die Oberfläche mit Bürsten behandelst. Strohhüte erhalten ihre feste Form durch das Auftragen von Imprägniermittel. Innen nähst du noch ein Futter aus Leder oder Stoff ein. Die Königsdisziplin ist das Verzieren des Hutes: Mit Bändern, Federn, Pailletten, Tüll oder Kunstblumen verleihst du dem zuvor unscheinbaren Hut das besondere Etwas. Ob vornehm, cool oder verspielt: Wie das Endergebnis tatsächlich wirkt, siehst du erst, sobald der Kunde oder die Kundin ihn das erste Mal aufsetzt!

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  4. Theorie und Praxis: Alles unter einem Hut.

    Modist/in Gehalt

    Die Ausbildung zum/zur Modisten/in erfolgt dual und dauert drei Jahre. In Industrie- oder Handwerksbetrieben lernst du die Fertigung von Hüten von der Pike auf. Mehrmals pro Jahr fährst du außerdem in die Berufsschule für Modisten und lernst im Blockunterricht. Warum fahren? Es gibt nur wenige Berufsschulen, in der du die Kunst des Hütebauens erlernen kannst – wenn du also nicht zum Beispiel in Berlin oder Stuttgart wohnst, fällt eine kleine Reise für die Theoriephasen an.

    In deinem Ausbildungsbetrieb bist du von Anfang an in den Arbeitsalltag mit eingebunden. Du lernst, Entwürfe zu zeichnen und machst dich mit den Materialien und Werkzeugen vertraut. Du fertigst Schnittschablonen, nähst an der Nähmaschine, formst Rohlinge und dekorierst sie. Schon bald hältst du stolz deinen ersten Filzhut in der Hand! Mit der Zeit bist du auch sicherer im Umgang mit Kunden, und weißt, was jedem steht. In der Berufsschule steht auch die Geschichte der Hutmode auf dem Programm und du lernst die verschiedenen Bezeichnungen, sodass du nicht nur eine Melone von einem Zylinder unterscheiden, sondern auch typische Hüte der 20er oder 50er Jahre herstellen kannst. Auch wie man Hüte repariert oder umarbeitet will gelernt sein.

    Hast du das Ausbildungszeugnis in der Tasche, kannst du in Handwerksbetrieben, Hutfachgeschäften, Theatern oder Filmstudios durchstarten. Mit einer Weiterbildung zum/zur Modistenmeister/in kannst du dir auch den Traum von einem eigenen Atelier erfüllen und dich selbständig machen. Oder du hängst noch ein Modedesign-Studium dran und erweiterst deine Kenntnisse auf die ganze spannende Modebranche.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Kreative Hutkunst im Atelier.

    Modist/in Bilder

    In der Ausbildung zum/zur Modisten/in trifft man dich vor allem im Atelier an. Hier jonglierst du mit Stoffen, Bügeleisen, Dampfanlage und Trockeneinrichtungen und konzentrierst dich ganz auf deine Kreationen. Deine Hände sind aber immer noch dein wichtigstes Werkzeug. Bringst du ausreichend Geduld und Geschick für Handarbeiten mit und sprudelst über vor kreativen Ideen, bist du hier genau richtig! Für das Anfertigen von Skizzen ist auch zeichnerisches Talent gefragt.

    Im Verkaufsraum stehst du deinen Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Du hilfst dabei, den passenden Hut für die Hochzeit der besten Freundin zu finden und wählst typgerecht die passenden Farben für einen maßgefertigten Hut aus. Auch wenn der Entscheidungsprozess manchmal länger dauert – du bleibst freundlich und geduldig! Belohnt wirst du schließlich, wenn eine Kundin nicht nur mit einem neuen Hut, sondern auch mit einem Lächeln auf den Lippen den Laden verlässt.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Modist/in.

    Ø 1. Jahr
    801€
    Ø 2. Jahr
    841€
    Ø 3. Jahr
    886€

Bist du der/die geborene Modist/in?
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