Produktion, Fertigung

Maßschneider/in

Beruf merken
Ausbildung Maßschneider/in
Berufsbild Maßschneider
Emoji
Maßschneiderin Bilder
Maßschneider/in Gehalt
  • Gehalt: 300 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Du bist moderverrückt, handwerklich geschickt und geduldig. Außerdem ist Nähen deine Leidenschaft und die willst du schon lange zum Beruf machen. In der Ausbildung zum Maßschneider lernst du, Entwürfe zu konzipieren, und das nötige Handwerk, um diese umzusetzen!

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Überwiegend mindestens den Realschulabschluss

  • Handwerkliches Geschick und Talent im Werken

  • Gute Noten in Kunst und Mathe

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Sorgfalt und Geduld mitbringst

  • Freundlich und kundenorientiert bist

  • Kreativität und Sinn für Ästhetik hast

Ausbildung zum/zur Maßschneider/in: Traditionelles Handwerk mit Trend-Potenzial

Dein Arbeitsalltag in der Ausbildung zum/zur Maßschneider/in

Berufsbild Maßschneider

Massenware von der Stange kaufen die anderen – deine Kunden kommen zu dir, weil sie auf gutes Handwerk, edle Stoffe und Maßarbeit setzen. In deiner Ausbildung zum/zur Maßschneider/in lernst du nicht nur das Nähen an der Maschine und per Hand, sondern auch, deine Kunden typgerecht und modisch zu beraten. Du lernst, Reparaturen und Änderungen durchzuführen, kannst aber auch eigene Entwürfe erstellen.

Um fließende Damenkleider, stilvolle Kostüme, elegante Mäntel und schicke Anzüge zu entwerfen, brauchst du ein ausgeprägtes Interesse an Mode. Dabei setzt du sowohl deine eigenen Entwürfe als auch Auftragsarbeiten um. Bei letzteren kommt es darauf an, dass du dich eng mit deinen Kunden abstimmst und sie fachkundig berätst. Materialkenntnis, Einfühlungsvermögen und Stilberatung sind hier die Zutaten für den perfekten Entwurf.

Deine Kundschaft wird dich häufig für besondere Events aufsuchen. So wirst du für die Herren hauptsächlich Anzüge und für die Damen eher aufwendige Roben nähen. Manchmal kommen deine Kunden vielleicht auch zu dir, weil sie nichts von der Stange finden, da ihre Kleidergröße nicht der Norm entspricht: Die Hose ist zu lang, das Kleid zu eng, die Ärmel zu kurz – in solchen Fällen führst du Änderungsarbeiten durch.

Aber wie kann so ein Auftrag aussehen? Ein ganz typisches Projekt könnte ein Brautkleid sein: Die künftige Braut kommt mit einer Idee, vielleicht mit einem Bild, zu dir in den Ausbildungsbetrieb. Zunächst wirst du die richtigen Stoffe auswählen. Damit es hier nicht zu Unmut kommt, stimmst du dich mit deiner Kundin eng ab und zeigst ihr zum Beispiel die ersten Stoffproben. Nun nimmst du die genauen Maße deiner Kundin auf, sodass später alles wie angegossen sitzt. Außerdem erstellst du am Computer das Schnittmuster für das Kleid. Auf Basis dessen schneidest du den Stoff zurecht und setzt die Einzelteile zusammen. Kommt die Kundin zum Probetragen, fallen in der Regel einige Änderungen an – an der einen Stelle spannt der Stoff, an der nächsten sitzt die Naht nicht richtig. Bis ein Kleidungsstück wirklich fertig ist, dauert es meist zwei bis vier Proben. Hier ist also Geduld gefragt. Doch die lohnt sich, denn deine Kunden wissen deine Handarbeit und Sorgfalt zu schätzen!

Theorie & Praxis: Der Ausbildungsaufbau zum/zur Maßschneider/in

Maßschneider/in Gehalt

Die Ausbildung zum/zur Maßschneider/in ist eine duale Ausbildung. Das bedeutet, dass du ein bis zweimal pro Woche oder auch als Block Berufsschulunterricht hast und die übrige Zeit praktisch in deinem Ausbildungsbetrieb lernst. Rein rechtlich benötigst du keinen Schulabschluss, in der Praxis haben aber die meisten Auszubildenden die Hochschulreife.

In der Berufsschule wirst du das Zuschneiden lernen und erfahren, wie du deine Werkzeuge und Arbeitsgeräte, also beispielsweise die Nähmaschine, korrekt nutzt und wartest. Außerdem lernst du, die ersten Näharbeiten auszuführen, Kleidung zu verändern oder wieder aufzubereiten. Auch theoretische Grundlagen wie Umwelt- oder Arbeitsrecht stehen auf deinem Lehrplan.

Deine praktische Ausbildung im Ausbildungsbetrieb findet in der Regel in Maß- und Änderungsschneidereien oder in Bekleidungshäusern mit Änderungsdienst statt. Eventuell bist du auch in der Kostümabteilung von einem Theater, Filmstudio oder einer Fernsehanstalt angestellt. Je nachdem, wo du hier als Auszubildender zum Maßschneider arbeitest, ist auch dein Tätigkeitsfeld verschieden: In der Änderungsschneiderei lernst du eher flinke Reparaturen, am Theater entwirfst du eher fantasievolle Kostüme.

Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre. Nach zwei Jahren hast du bereits die Ausbildung zum/zur Änderungsschneider/in abgeschlossen. Nun spezialisierst du dich entweder auf Damen- oder Herrenkleidung bevor du schließlich Maßschneider/in wirst. Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ab. Die Ausbildung schließt mit einer Gesellenprüfung am Ende der Ausbildungszeit ab. Bist du besonders gut in deiner Ausbildung und lernst schnell, können deine Ausbilder und du einen Antrag auf Verkürzung bei der IHK einreichen. Wird dieser genehmigt, kannst du deine Ausbildung auf zwei bis zweieinhalb Jahre verkürzen.

Nach der Ausbildung zum/zur Maßschneider/in warten spannende Karriereaussichten und noch mehr kreativer Spielraum auf dich. So kannst dich zum/zur Textilbetriebswirt/in oder zum/zur Techniker/in mit der Fachrichtung Bekleidungstechnik weiterbilden und beispielsweise die Führung der Kostümabteilung eines Theaters übernehmen. Auch der Meisterbrief bringt dich nach vorn: Mehr Gehalt und die Verantwortung, andere Lehrlinge auszubilden warten auf dich. Möchtest du auf der Karriereleiter ganz nach oben klettern, sollte ein Modedesign-Studium bei dir auf dem Plan stehen. Eine Maßschneider-Ausbildung ist hier als Grundlage nahezu unabdingbar. Da du hier vor allem in Sachen Kreativität geschult wirst, benötigst du an vielen Hochschulen kein Abitur – eine ordentliche Portion Talent und viel Leidenschaft können den fehlenden Abschluss in dieser Szene häufig ersetzen.

Ateliers, Studios und Schneiderein: Dein Arbeitsumfeld

Maßschneiderin Bilder

Eine schicke Schneiderpuppe im Zentrum des Raumes, fließende Stoffe auf dem Arbeitstisch und bunt-schillernde Garnrollen – so ungefähr sieht dein Arbeitsplatz in der Ausbildung zum Maßschneider aus. Dabei arbeitest du meist in Schneiderateliers oder -werkstätten, Änderungsschneidereien oder und in Bekleidungshäusern mit Änderungsdienst. Du willst es noch etwas kreativer: Dann kannst du deine Ausbildung zum/zur Maßschneider/in auch in Kostümabteilungen von Theatern, Filmstudios oder Fernsehanstalten machen. Je nachdem, wo du deine Ausbildung zum/zur Maßschneider/in machst, arbeitest du nicht immer nur werktags: Gerade im Theater oder beim Film stehen auch schon einmal Wochenendarbeit auf dem Plan.

Meist bist du in deiner Ausbildung zum/zur Maßschneider/in eher Dienstleister. Ob dein Maßschneider-Meister die persönliche Kundenbetreuung macht oder auch du die Beratungen und Messungen durchführst, hängt von deinem Ausbildungsbetrieb ab und wirkt sich auf deine Arbeitskleidung aus: Bist du hinten in der Werkstatt, kannst du dich ganz leger kleiden; bist du aber zum Beispiel als Auszubildender bei einem traditionsreichen Herrenausstatter, musst auch du dich elegant, aber zurückhaltend kleiden. Du verkaufst maßgeschneiderte, passgenaue und qualitativ hochwertige Kleidung und entsprechend solltest du auch auf deine Kleiderwahl achtgeben.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

Ausbildungsplatz finden

Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

Zur Ausbildungsplatz-Suche

Ausbildung starten

Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

  • 1
  • 2
  • 3

Bewerbung schicken

Das Anschreiben für deine Ausbildung – quasi der Liebesbrief für deine Ausbildung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Ausbildung ist immer der schwerste. AZUBI.DE hilft dir!

So sieht die perfekte Bewerbung aus

Bist du der/die geborene Maßschneider/in?

Mach den Test!

  • 1
  • 2
  • 3
  • Fertig

Wie wird ein Nähring auch genannt?

  • Fingerhut
  • Strickliesel
  • Stickrahmen

Doch nicht das Richtige?

Hier findest du ähnliche Ausbildungsberufe: