Orgel- und Harmoniumbauer/in.

Gehalt:
675 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
4 Jahre
Ausbildung Orgel- und Harmoniumbauer/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Idealerweise einen Realschulabschluss oder einen höheren Schulabschluss

    • Gute Noten in Werken und Mathe

    • Handwerkliches Geschick

    • Musikalisches Verständnis

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Ein gutes Gehör hast

    • Sorgfältig arbeitest

    • Kreativität mitbringst

    • Örtlich flexibel bist

  2. Deine Aufgaben: Vom Entwurf bis zur Endmontage.

    Berufsbild Orgel- und Harmoniumbauer/in

    Wusstest du, dass die Planung und Fertigung einer Orgel mehrere Jahre dauert? In der Ausbildung zum/zur Orgel- und Harmoniumbauer/in lernst du, diese eindrucksvollen Instrumente in handwerklicher Feinarbeit aus hunderten von Einzelteilen herzustellen.  Orgeln werden übrigens nicht nur in Kirchen gebraucht, auch in Konzertsälen und Musikhochschulen spielen sie eine Rolle. Die kleineren Harmonien werden dagegen nur noch selten hergestellt.

    Da historische Instrumente regelmäßige Pflege brauchen, bist du auch für das Restaurieren und Stimmen von Orgeln und Harmonien zuständig. Eine Orgel ist übrigens kein gewöhnliches Tasteninstrument, sondern erzeugt ihren Klang durch Luftströme, die durch die meterlangen Pfeifen blasen. Die Ausbildung gibt es in zwei Fachrichtungen, Orgelbau und Pfeifenbau, wobei Pfeifenbau nur noch selten von Ausbildungsbetrieben angeboten wird.

    Bevor du mit dem Bau einer Orgel loslegen kannst, brauchst du einen genauen Plan: Wie viele Register, also Pfeifenreihen, soll sie haben? Wie soll sie klingen und aussehen? Daraufhin erstellst du eine genaue Konstruktionszeichnung am Computer. Für das Gehäuse, die für die Luftverteilung verantwortliche Windlade, den Spieltisch, Tastatur und Pedale wählst du passende Hölzer aus, schneidest sie mit der Kreissäge zu und feilst sie in Form. Die Einzelteile schleifst und lackierst du, verklebst sie und baust die Klaviatur zusammen. Du montierst alle Bauteile, lötest Metallteile zusammen und hängst die komplizierte Mechanik ein. Damit die Orgelpfeifen die gewünschte Klangfarbe erhalten, nimmst du die Feinjustierung vor. Dann transportierst du die Orgel zum Bestimmungsort, wo du sie einbaust und abschließend stimmst.

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  4. Theorie und Praxis: Das 1x1 des Orgelbaus.

    Orgel- und Harmoniumbauer/in Gehalt

    Die Ausbildung zum/zur Orgel- und Harmoniumbauer/in dauert dreieinhalb Jahre und ist dual aufgebaut. Das heißt, du lernst das Handwerk in einem Ausbildungsbetrieb, der auf das Bauen und Restaurieren von Orgeln und Harmonien spezialisiert sind. Zwei Mal pro Schuljahr besuchst du sechs Wochen am Stück den Blockunterricht in Deutschlands einziger Berufsschule, die Orgel- und Harmoniumbauer ausbildet. Diese liegt in Ludwigsburg bei Stuttgart.

    In der Berufsschule lernst du alles rund um die verschiedenen Werkstoffe – vor allem Holz. Außerdem stehen Musik- und Stilkunde, die Geschichte des Instrumentenbaus und Akustik auf dem Programm. Und du erwirbst technisches Know-how in den Fächern Technische Mathematik, Technisches Zeichnen und Computertechnik. Im Ausbildungsbetrieb durchläufst du alle Stationen des Instrumentenbaus – von der Planung bis zur Entmontage. Du übst den Umgang mit den verschiedenen Werkzeugen und Maschinen, lernst Holz und Metall zu bearbeiten und Einzelteile zu montieren. Auch das Reparieren und Stimmen alter Orgeln hast du bald drauf.

    Mit dem Ausbildungszeugnis in der Tasche und ein paar Jahren Erfahrung im Orgelbau kannst du dich als Orgel- und Harmoniumbauermeister/in weiterbilden oder sogar Musikinstrumentenbau studieren. Oder du machst dich als Orgelrestaurateur/in selbständig.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Geduldsprobe in der Werkstatt.

    Orgel- und Harmoniumbauer/in Bilder

    In der Ausbildung zum/zur Orgel- und Harmoniumbauer/in trifft man dich vor allem in der Werkstatt an. In hunderten Einzelschritten fertigst du hier Instrumente an oder reparierst sie. Auch wenn dir moderne Maschinen unterstützend zur Seite stehen, sind deine Hände nach wie vor das wichtigste Werkzeug im Instrumentenbau. Die Herstellung kann schon mal zur Geduldsprobe werden, denn schon kleinste Ungenauigkeiten können den Klang der Orgel beeinträchtigen. Tüftelst du also gerne lange und konzentriert an einem Werkstück, wird dir die Ausbildung leicht von der Hand gehen.  

    Natürlich brauchst du in deinem Ausbildungsberuf neben Fingerspitzengefühl auch musikalisches Verständnis und ein gutes Gehör. Schließlich musst du die Instrumente beim Stimmen anspielen können und dabei feinste Nuancen raushören. Auch deine Kreativität ist gefragt, wenn du die Orgeln gestaltest und verzierst. Du pflegst aber nicht nur Orgeln, sondern auch Kundenkontakt und bist in Kirchen oder Konzertsälen deutschland- oder sogar europaweit im Einsatz.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Orgel- und Harmoniumbauer/in.

    Ø 1. Jahr
    615€
    Ø 2. Jahr
    658€
    Ø 3. Jahr
    694€
    Ø 4. Jahr
    733€
  7. 1 Ausbildungsplatz für Orgel- und Harmoniumbauer/in.

Bist du der/sie geborene Orgel- und Harmoniumbauer/in?
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