Maßschuhmacher/in.

Gehalt:
410 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Im Bereich Handwerk:
Ausbildung Maßschuhmacher/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Einen Hauptschulabschluss

    • Spaß an Mathe, Werken und Technik

    • Handwerkliches und zeichnerisches Geschick

    • Interesse an Gestaltung

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Sorgfältig und konzentriert arbeitest

    • Kreativ bist

    • Eigenständig arbeiten kannst

    • Kommunikativ und freundlich im Kundengespräch bist

  2. Deine Aufgaben: Mit Leder und Leisten zum perfekten Schuh.

    Berufsbild Maßschuhmacher/in

    Ob Sandale, High Heel oder Stiefel – ein Schuh fällt nicht einfach so vom Himmel! Zur Herstellung gehören viele kleine Arbeitsschritte, die du in der Ausbildung zum/zur Maßschuhmacher/in erlernst. Aus Leder, Gummi oder Kork erschaffst du perfekt sitzende Schuhe, die deine Kunden gar nicht wieder ausziehen wollen. Denn in Zeiten von industriell produzierter Massenware wissen die Menschen maßgefertigte Produkte zu schätzen.

    Im Gespräch mit deinem Kunden findest du zunächst heraus, wie er sich Form und Farbe seines Traumschuhs vorstellt. Dann geht es an die Arbeit: Du misst die Füße mit einem Maßband oder einem Scanner aus und überträgst die Maße auf ein Modell aus Holz, den sogenannten Leisten. Diesen bearbeitest du so lange mit der Raspel, dass er genau dem Fuß deines Kunden entspricht. Damit kannst du ein Schnittmuster für den Schuh zeichnen und das Leder sowie die Sohlen entsprechend zuschneiden. Spezielle Maschinen helfen dir beim Kleben und Vernähen der Einzelteile. Absatz und Sohle erhalten abschließend noch einen Feinschliff, das Leder wird poliert – und fertig!

    Es gibt zwei verschiedene Fachrichtungen für den Beruf des Maßschuhmachers/der Maßschuhmacherin: die Fachrichtung Schaftbau, bei der du individuelle Schuhoberteile (Schäfte) anfertigst, und die Fachrichtung Maßschuhe, die auf den Teil des Schuhs, der am Fuß sitzt, spezialisiert ist.

    Nach deiner Ausbildung zum/zur Maßschuhmacher/-in kannst du aber nicht nur Schuhe herstellen, sondern bist auch der/die richtige Ansprechpartner/in, wenn der Schuh mal drückt oder kaputt geht. In Werkstätten von Orthopädie- und Sanitätsfachgeschäften fertigst du passende Einlagen oder Polsterungen für Menschen mit Fußproblemen. Beim Reparaturdienst bringst du neue Absätze an und reparierst Schnallen, Reißverschlüsse oder Ledertaschen. Auch Beratung und Verkauf zählen zu deinen Aufgaben. Aber keine Sorge: In der Ausbildung lernst du alles rund um den Fuß und wie du die Schuh-Probleme deiner Kunden löst.

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    Maßschuhmacher/in Gehalt

    Die Ausbildung zum/zur Maßschuhmacher/in dauert drei Jahre und entspricht dem dualen System: An einem oder zwei Tagen in der Woche oder im Blockunterricht erwirbst du fachliches und allgemeines Wissen in der Berufsschule. Im Ausbildungsbetrieb kannst du zeigen, was du handwerklich drauf hast. Dort bist du an Wochentagen tätig, kannst aber auch samstags eingesetzt werden.

    Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr machst du dich mit den Geräten, Maschinen und Materialien vertraut. Du lernst, Reparaturen durchzuführen, und stellst schon erste Schuhteile selbst her. Danach erfolgt eine Zwischenprüfung. Im dritten Jahr wirst du zum/zur Experten/in für den Aufbau von Füßen und Beinen. Du kannst nicht nur Zeichnungen und Skizzen, sondern auch ganze Schuhe anfertigen. Jetzt musst du nur noch die Gesellenprüfung bestehen!

    Du willst mehr erreichen oder dein/e eigene/r Chef/in sein? Dann kannst du danach auch die Prüfung zum/zur Maßschuhmachermeister/in ablegen. Damit hast du auch gute Chancen, dir deinen Traum vom eigenen Schuhgeschäft mit Werkstatt zu verwirklichen. Mit Abitur stehen dir verschiedene Studiengänge im Bereich Bekleidung und Textilien offen.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Voller Einsatz in Werkstatt und Geschäft.

    Maßschuhmacher/in Bilder

    In der Ausbildung zum/zur Maßschuhmacher/in ist die Werkstatt deine Spielwiese. Dort ist Handarbeit angesagt, für das Zeichnen der Schnittmuster musst du allerdings auch mit dem Computer umgehen können. Durch die verschiedenen Materialien, Farben und Klebstoffe kann es hier auch mal unangenehm riechen. Du brauchst keine spezielle Schutzkleidung, aber eine Schürze, die dich vor Flecken schützt, ist ratsam.

    Je nachdem, in welchem Ausbildungsbetrieb du lernst, gehört zur Werkstatt auch ein Verkaufsraum. Das kann ein Schuhgeschäft sein oder ein Laden für Orthopädie- und Sanitätsbedarf. In diesem Fall bist du dort auch als Kundenberater/in und Verkäufer/in tätig, der sauber und ansprechend gekleidet ist. Es muss natürlich kein Anzug sein, aber mit Hemd oder Bluse machst du als angehender Maßschuhmacher/in schon einen guten Eindruck. Außerdem sollten natürlich deine Schuhe immer so aussehen, wie sie sich Kunden von dir wünschen würden!

    Hast du deinen Kunden alle Wünsche von den Füßen abgelesen und einige Stunden konzentriert in der Werkstatt gearbeitet, ist es schließlich das größte Lob für dich, wenn die neuen Schuhbesitzer zufrieden mit dem Ergebnis sind.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Maßschuhmacher/in.

    Ø 1. Jahr
    343€
    Ø 2. Jahr
    412€
    Ø 3. Jahr
    475€

Bist du der/die geborene Maßschuhmacher/-in?
Mach den Test!

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