Kunst, Kultur, Gestaltung

Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in

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Ausbildung Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in
Berufsbild Kerzenhersteller und Wachsbildner
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Kerzenherstellerin und Wachsbildnerin Bilder
Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in Gehalt
  • Gehalt: 541 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Alle Abschlüsse
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

In deiner Wohnung brennen immer Kerzen? Du bist kreativ, geschickt und arbeitest sorgfältig? Wenn du dazu technisches Verständnis mitbringst, dann kannst du mit einer Ausbildung zum/zur Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in voll durchstarten!

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Gute Noten in Kunst

  • Ein Händchen für Werken, Technik und Mathematik

  • Eine ruhige Hand

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Geschickt bist

  • Sorgfältig und aufmerksam arbeitest

  • Kreativ bist und einen Sinn für Ästhetik hast

zum/zur Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in: Wachs in deinen Händen

Deine Aufgaben: Vom flüssigen Wachs zur fertigen Kerze

Berufsbild Kerzenhersteller und Wachsbildner

Sanftes Kerzenlicht verbreitet eine ganz besondere Stimmung – Kerzen machen sowohl als stylisher Einrichtungsgegenstand als auch für romantische Momente im Schlafzimmer einiges her. Bei deiner Ausbildung zum/zur Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in lernst du, wie die kunstvollen Wachsgebilde maschinell und mit der Hand hergestellt werden.

Dabei verarbeitest du Wachs, Paraffine, Fettsäuren sowie Farbe- und Duftstoffe zu Kerzen, genauer gesagt zu Haushaltskerzen, Zierkerzen oder Kirchenkerzen. Zwischendurch erschaffst du auch mal Figuren, Ornamente und Wachsbilder. Für die Produktion in großen Mengen stehen dir Maschinen zur Seite: Bei deiner Arbeit bedienst du Kerzenzugmaschinen, Press-, Fräs-, Tauch- oder Paraffinsprühanlagen. Zusätzlich überwachst du die Produktionsprozesse. Manchmal ziehst du die Kerzen auch – ganz altmodisch – in Handarbeit. Natürlich ist sehr wichtig, die Brenndauer, das Abbrennen und die Rußentwicklung der Kerzen zu kennen. Deshalb führst du regelmäßig Brennversuche durch. Von Zeit zu Zeit darfst du auch so richtig kreativ werden. Du zwickst oder gravierst Muster in die Oberfläche von Rohlingen ein, modellierst Ornamente oder stichst Dekore aus Wachsplatten.

Beim Überwachen der Maschinen zahlen sich Sorgfalt und Aufmerksamkeit aus. Das Modellieren der Formen verlangt Geschicklichkeit und eine gute Auge-Hand-Koordination. Beim Bedienen und Einrichten der Kerzenzuganlagen ist technisches Verständnis Trumpf. Und bei der Berechnung des Materialbedarfs helfen dir gute Kenntnisse in Mathe weiter.

Theorie & Praxis: Mit Wissen zum Wachskünstler werden

Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in Gehalt

Deine Ausbildung zum/zur Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in dauert drei Jahre. Die Ausbildung erfolgt nach dem dualen System, das heißt, deine Lernorte sind der Ausbildungsbetrieb und ein bis zwei Tage die Woche oder im Block die Berufsschule.

Im Ausbildungsbetrieb lernst du zunächst, welche manuellen und maschinellen Fertigungsverfahren es bei der Kerzenherstellung gibt. Du erfährst alles über die verschiedenen Arten von Dochten und wie diese ausgewählt und verarbeitet werden. Schritt für Schritt führst du Brennversuche durch und kannst schon bald Brennschüssel, Dochtstand, Brenndauer sowie Rußentwicklung beurteilen. Bald bist du ein Meister im Auswählen von Brennmassen, der Berechnung von Rezepturen und dem Verflüssigen von Massen durch Schmelzen. Du entwickelst Konzepte für Dekore, Formen und Verzierungen und überträgst diese auf Mantelflächen. Außerdem lernst du, wie Kerzen gegossen, getaucht, gepresst oder gezogen werden und stellst Abgussformen her, zum Beispiel aus Gips. Auch die Mischung, Aufbereitung und Verarbeitung von Farbmitteln und Lacken stehen auf deinem Programm.

In der Berufsschule werden deine praktischen Erfahrungen optimal durch theoretisches Wissen ergänzt. Auf deinem Lehrplan steht: das manuelle Bearbeiten und Ziehen von Kerzen, das Gießen von Kerzen, das farbige Gestalten von Kerzenoberflächen sowie das Verpacken und Lagern von Produkten. Zusätzlich erfährst du, wie man Kerzen presst und maschinell bearbeitet, wie man Kerzen verziert und wie man Applikationen digital erstellt und aufbringt. Während du die Schulbank drückst, wirst du immer kundenorientierter. Du entwickelst eigene Produkte und vermarktest diese. Dabei legst du einen besonderen Fokus auf die Bedürfnisse deiner Kunden.

Nach drei Jahren legst du deine Gesellenprüfung ab, bei der du unter anderem Prüfungsstücke herstellst, dein Vorgehen dokumentierst und dein Ergebnis dann präsentierst. Außerdem erwarten dich ein Fachgespräch und schriftliche Prüfungen.

Hast du die Prüfung bestanden, kannst du dich in Kerzenfabriken oder -manufakturen bewerben. Bereits während der Ausbildung hast du die Möglichkeit, dich weiterzubilden, und kannst so deine Chancen bei der Bewerbung erhöhen. Auch nach der Ausbildung erwarten dich vielfältige Möglichkeiten, deine Kenntnisse zu erweitern, zum Beispiel mit Weiterbildungen im Produktdesign oder im plastischen Gestalten. Legst du die Prüfung als Wachziehmeister/in ab, bekommst du mehr Verantwortung und hast die besten Voraussetzungen, um Bildende Künste zu studieren.

Dein Arbeitsumfeld: Zwischen Maschinenlärm und Präzisionsarbeit

Kerzenherstellerin und Wachsbildnerin Bilder

Nach deiner Ausbildung zum/zur Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in wirst du in erster Linie in Produktionshallen und Werkstätten arbeiten. Mitunter verschlägt es dich auch in Lagerräume. Dabei arbeitest du viel an technischen Geräten, die ordentlich Lärm machen – du solltest also nicht allzu empfindlich sein. Apropos empfindlich: Es können sich bei deiner Arbeit Rauch, Staub und Dämpfe entwickeln, außerdem wird’s am Wachsbad heiß und die Luftfeuchtigkeit kann sehr hoch sein. Das alles beeindruckt dich wenig und du lässt dich auch nicht von Farbgerüchen von deiner Arbeit ablenken, auch nicht, wenn Handarbeit gefragt ist.

Arbeitest du in einem Handwerksbetrieb, ist umso mehr Präzisionsarbeit und Kreativität gefordert, zum Beispiel, wenn du eine Kerze mit Ornamenten aus feinstem Blattgold verzierst. Hier kannst du deinen Sinn für Ästhetik unter Beweis stellen. Insgesamt musst du sehr sorgsam und mit ruhiger Hand arbeiten.

Nicht nur mit Wachs, auch mit Menschen kommst du in Kontakt – wenn du sie berätst oder Produkte nach ihren Wünschen herstellst. Es ist also wichtig, dass du gerne kommunizierst und die Erwartungen der Kunden umsetzen kannst.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Ausbildung starten

Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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Das Anschreiben für deine Ausbildung – quasi der Liebesbrief für deine Ausbildung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Ausbildung ist immer der schwerste. AZUBI.DE hilft dir!

So sieht die perfekte Bewerbung aus

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