Produktion, Fertigung

Schuhfertiger/in

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Ausbildung Schuhfertiger/in
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Schuhfertiger/in Gehalt
  • Gehalt: 756 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Alle Abschlüsse
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Ob Sandalen oder Stiefel, High Heels oder Sneakers – du liebst Schuhe! Zudem bist du flink und geschickt mit den Händen, denn du wirst die Treter im Akkord produzieren und dabei sowohl mit modernen Maschinen als auch old-school mit Werkzeug arbeiten. Alle Infos rund um die Ausbildung zum/zur Schuhfertiger/in findest du hier!

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Mindestens einen Hauptschulabschluss

  • Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis

  • Gute Noten in den Fächern Mathematik und Werken und Technik

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Sorgfältig arbeitest

  • Gerne viel schaffst und fleißig bist

  • Du eine industrielle Atmosphäre magst

Ausbildung zum/zur Schuhfertiger/in: Schuhe wohin du schaust

Arbeitsalltag: Schneiden, nähen, verzieren

Berufsbild Schuhfertiger

In deiner Ausbildung zum/zur Schuhfertiger/in lernst du, Schuhe aller Art in der industriellen Produktion herzustellen. Dabei geht es nicht um individuelle Einzelstücke, sondern in Serie produzierte Schuhe. So fertigst du vielleicht den nächsten In-Sneaker, der schon morgen an jedem Hipster-Fuß zu sehen ist. Du hast dabei Unterstützung von Fertigungsmaschinen, greifst im Feinschliff aber auch mal zu Schere, Zange & Co., sodass du handwerklich durchaus geschickt sein solltest.

Du arbeitest viel mit Leder und synthetischen Materialien, lernst, diese zurechtzuschneiden, die Einzelteile zu vernähen und schließlich auch mit einer von dir ausgestanzten Sohle am Schuhboden zu versehen. Dabei arbeitest du stets nach Vorlagen und Skizzen. Eventuell musst du auch noch einige Ziernähte platzieren, Knöpfe annähen oder Teile verkleben. Sorgfalt und Konzentration sind hier sehr wichtig, denn du musst nicht nur auf die Qualität, sondern auch die Quantität deiner Arbeit achten – nicht nur Klasse, auch Masse ist in der Industrie gefragt.

Du findest aber nicht nur in der industriellen Schuh- und Schäfteherstellung Beschäftigung, sondern auch in Reparaturwerkstätten und Schuhgeschäften oder -abteilungen von Kaufhäusern. Du hast ein gutes Auge fürs Detail und lernst auch, Schuhe fachgerecht zu reinigen, zu polieren und zu verpacken.

Theorie & Praxis: Dein Ausbildungsaufbau

Schuhfertiger/in Gehalt

Die Ausbildung zum/zur Schuhfertiger/in dauert drei Jahre, wobei du die Ausbildungszeit auch verkürzen kannst, wenn du mit besonders guten Leistungen glänzt. Als Voraussetzung ist kein Schulabschluss erforderlich, allerdings haben die meisten Azubis/Azubinen einen Realschulabschluss und gute Noten in Mathe, Werken und Technik. Da die Ausbildung dual aufgebaut ist, lernst du sowohl in der Berufsschule als auch in deinem Ausbildungsbetrieb.

Zunächst wirst du in deiner Ausbildung den Aufbau von Schuhen kennenlernen. Dabei behandelt ihr unter anderem die historische Entwicklung des Schuhwerks sowie die individuellen Anforderungen. Im ersten Ausbildungsjahr lernst du außerdem, die richtigen Schaftwerkstoffe, also Leder oder synthetische Materialien, auszuwählen und selbige auch zuzuschneiden – nach Schnittmuster mit Schneide- und Stanzmaschinen versteht sich.

Im zweiten Ausbildungsjahr zum/zur Schuhfertiger/in geht es ans Zeichnen und Berechnen von Naht- und Stichtypen sowie um die Wahl des richtigen Garnes zum Steppen der Schaftteile. Ein weiterer wichtiger Lehrplaninhalt ist das Zwicken, also das Zusammenfügen einzelner Teile, von geklebten Schuhen. Du lernst sowohl Hand- als auch Maschinenzwicken.

Von oben nach unten – im dritten Ausbildungsjahr lernst du alles über das Herstellen und Bearbeiten von Sohlen und Absätzen. Außerdem wirst du üben, eigene Modelle zu entwickeln und zu konstruieren. Dazu werden dir die Grundlagen des technischen Zeichnens, die Möglichkeiten der Farb- und Formgestaltung und das perspektivische Skizzieren beigebracht. Aber bedenke: Du wirst hier nicht in Sachen Kreativität, sondern in Sachen Handwerk geschult!

Du möchtest noch weiter die Karriereleiter hinauf klettern? Du kannst zum Beispiel die Prüfung zum Industriemeister ablegen und so auch organisatorische und wirtschaftliche Aspekte in deinen Ausbildungsalltag miteinfließen lassen. Außerdem gibt es natürlich eine Reihe Fortbildungen und Qualifizierungslehrgänge, um dich auf bestimmte Stoffe oder Maschinenführung zu spezialisieren. Hast du sogar die Hochschulreife, wäre auch ein Studium der Textil- und Bekleidungstechnik möglich; dort erfährst du alles über die technischen Grundlagen, hast aber auch Einflüsse aus den Wirtschaftswissenschaften und arbeitest dennoch kreativ.

Dein Arbeitsumfeld: Die Schuhfabrik

Schuhfertigerin Bilder

Wenn du an gemütliche kleine Handwerksbetriebe denkst, bist du auf dem Holzweg: Deine Ausbildung zum/zur Schuhfertiger/in findet in der Industrie statt. Somit ist dein Arbeitsplatz hauptsächlich in großen Werkstätten und Produktionshallen. Hier stehen Maschinen, die nicht selten Lärm produzieren. Wenn du also geräuschempfindlich bist, bist du hier an der falschen Adresse. Auch der Geruch ist etwas besonders: Lösungsmittel, Polituren, Farb- und Klebstoffe hängen hier in der Luft. Aufgrund der verschiedenen Chemikalien trägst du auch schon mal eine Schürze oder eine Schutzbrille. Diese Arbeitskleidung schützt deine normale Kleidung, denn eigentlich herrscht hier meist kein bestimmter Dresscode und du kannst in deiner normalen Alltagskleidung kommen.

In der Regel wirst du in deiner Ausbildung zum/zur Schuhfertiger/in werktags arbeiten; manchmal ist aber auch Schichtarbeit möglich, sodass du außerhalb des üblichen 9 bis 17 Uhr Arbeitszeitraumes arbeitest. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil, denn so kannst du mal am Morgen ausschlafen, weil deine Schicht erst spät beginnt, oder eben früher am Nachmittag gehen, wenn du einer der ersten am Morgen warst.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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Das Anschreiben für deine Ausbildung – quasi der Liebesbrief für deine Ausbildung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Ausbildung ist immer der schwerste. AZUBI.DE hilft dir!

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Wie viel Millionen Paar Schuhe werden jährlich in Deutschland hergestellt?

  • Circa 10 Millionen
  • Circa 20 Millionen
  • 30 Millionen

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