Kunst, Kultur, Gestaltung

Vergolder/in

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Vergolder/in Gehalt
  • Gehalt: 559 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Alle Abschlüsse
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Bring die Welt zum Strahlen und lebe dein Faible für Kunst und Ästhetik in liebevoller Feinarbeit aus! Wenn du geschickte Hände hast und Glitzerndes liebst wie eine diebische Elster, kannst du bei der Ausbildung zum/zur Vergolder/in Schönes noch schöner machen.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Idealerweise einen Realschulabschluss oder einen höheren Schulabschluss

  • Handwerkliches Geschick

  • Interesse an Kunst und Kunstgeschichte

  • Zeichentalent

  • Gute Noten in Mathe und Werken/Technik

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Sehr sorgfältig und präzise arbeitest

  • Einen Sinn für Ästhetik hast und kreativ bist

  • Eine ruhige Hand hast und körperlich belastbar bist

  • Selbstständig und zugleich kundenorientiert arbeitest

  • Schwindelfrei bist, nicht allergisch auf Chemikalien reagierst, gesunde Atemwege hast und über ein gutes Sehvermögen verfügst

Ausbildung zum/zur Vergolder/in: Hier ist alles Gold, was glänzt

Deine Aufgaben: Frischer Glanz für schöne Dinge

Berufsbild Vergolder

Kunstvolle Stuckornamente, aufwändige Verzierungen oder jahrhundertealte Inschriften: Bei deiner Ausbildung zum/zur Vergolder/in lernst du, wie man Vergoldungen und Metallisierungen professionell durchführt. Du behandelst mit traditionellen Werkzeugen wie Vergoldungsmesser oder Spachtel Oberflächen aus Holz oder Marmor, zum Beispiel Möbel, die einen antiken Anstrich bekommen sollen, pompöse Spiegel, Bilderrahmen oder Statuen und schenkst ihnen Glanz. Du fragst dich immer, wie Altare oder Orgeln über Jahrhunderte hinweg noch so rein golden funkeln? Auch dafür bist du als Vergolder/in verantwortlich. Denn du verleihst nicht nur neuen Dingen das gewisse Etwas, sondern restaurierst auch, was Glanz verloren hat. Ob in der Kirche, im Privathaushalt oder an historischen Objekten: Du schaffst es, dass Altes gleichzeitig neu aussieht und trotzdem den Charme der Vergangenheit bewahrt.

Während deiner Ausbildung zum/zur Vergolder/in lernst du den Prozess des Vergoldens von der Pike auf. Dabei sind handwerkliches Geschick und Kreativität genauso gefragt wie präzises Arbeiten und viel Know How – denn wenn du nicht sorgfältig vorgehst und jedes Material optimal behandelst, kann hier viel schiefgehen. Dabei sind verschiedene Vorgänge von der Grundierung über das Abschleifen und Glätten bis hin zum Auftragen mit einem feinen Pinsel zu leisten. Oft bearbeitest du auch nicht ganze Flächen, sondern trägst einzelne Ornamente nach einer von dir angefertigten Skizze auf. Damit der gewünschte antike Farbeffekt entsteht, kann das Gold noch poliert und mit einer extra Farbschicht versehen werden. Was du mit Farbe alles anstellen kannst, siehst du auch in der Imitationsmalerei, in der du dich während deiner Ausbildung zum/zur Vergolder/in ebenfalls übst. Hierbei sorgst du mit gekonnten Pinselstrichen dafür, dass beispielsweise Kunststoff täuschend echt wie Holz oder Marmor aussieht.

Goldene Zeiten in Theorie und Praxis

Vergolder/in Gehalt

Wie du Dinge zum Glitzern bringst, lernst du während deiner dualen Ausbildung in drei Jahren in Theorie und Praxis. Die Stellen sind rar gesät, du solltest dich also bei deiner Bewerbung richtig ins Zeug legen.

In der Berufsschule bekommst du an ein bis zwei Tagen die Woche die Theorie hinter der Kunst vermittelt: Wie behandelst du die verschiedenen Materialien vor, was gilt es bei der Anfertigung von Zeichnungen zu beachten, wie wird eingerahmt und was musst du bei der Verschönerung von alten und neuen Gegenständen für Schritte befolgen? Es ist wichtig, dass du neben deiner künstlerischen Freiheit die Theorie immer im Hinterkopf hast, damit du die Wünsche der Kunden erfüllen kannst und keinen Schaden an restaurierungsbedürftigen Bauwerken oder Möbelstücken verursachst. Schließlich hast du es hier mit sehr wertvollen Dingen zu tun, die in neuem Glanz erstrahlen sollen – behandelst du ein Material falsch und löst sich dadurch zum Beispiel die Oberfläche auf, wird das Werk im Keim erstickt. Außerdem wirst du in allgemeinbildenden Fächern wie Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

In deinem Betrieb darfst du dich direkt künstlerisch mit Kreativität und einer ruhigen Hand austoben und lernst unter anderem, wie du Skizzen anfertigst, die Materialien vorbereitest und die Verzierungen dann auf antike oder neue Gegenstände und Bauwerke aufträgst. Dafür gibt es verschiedene Techniken, die du ausprobierst, sei es zum Vergolden, zum Versilbern oder zum Metallisieren. Kunstvoll verzierte Rahmen spielen eine wichtige Rolle bei der Ausbildung zum/zur Vergolder/in, sodass du hier auch alles über die Herstellung lernst. Ebenfalls zu deinem Arbeitsalltag gehört, die Maschinen zu bedienen und zu warten sowie die Materialien auszuwählen und zu entsorgen. Im dritten Ausbildungsjahr widmest du dich dann zusätzlich der Erhaltung und Restaurierung, zum Beispiel von antiken Skulpturen.

Nach dem dritten Ausbildungsjahr steht die Abschlussprüfung an, in der du praktisch zeigst, was du gelernt hast, indem du unter anderem an einem Prüfungsstück eine erlernte Verziertechnik zeigst. In der schriftlichen Prüfung geht es um Themen wie Technologie und Arbeitsplanung.

Hast du wahre Goldstücke in der Prüfung abgeliefert, steigst du ins Berufsleben ein und arbeitest in Vergolder- oder Restaurierungswerkstätten. Wenn du deiner Karriere einen Schub geben und dich weiterbilden willst, kannst du durch einen Meisterbrief deine Chance auf eine Führungsposition nutzen. Oder wie wäre es mit einem Studium im Studienfach Konservierung und Restaurierung? Damit und einer guten Portion Geschäftssinn schaffst du auch eine perfekte Grundlage, dich mit einem eigenen Vergolderbetrieb selbstständig zu machen.

Arbeitsumfeld: Glänzen in der Werkstatt und vor Ort beim Kunden

Vergolderin Bilder

Rund um die Uhr inmitten von Gold – klingt nach dem Leben eines/r Prinzen/Prinzessin. Königskinder halten sich allerdings eher selten in Werkstätten auf, wo sich dein hauptsächliches Arbeitsumfeld während deiner Ausbildung zum/zur Vergolder/in befindet. Vergoldest du schwer oder gar nicht transportierbare Gegenstände wie Statuen oder Altare, arbeitest du außerdem vor Ort beim Kunden und manchmal auch unter freiem Himmel auf einer Baustelle. Dabei musst du damit rechnen, dass das Wetter keine Rücksicht darauf nimmt, dass du gerade mit ruhiger Hand arbeiten musst und Zittern bei Kälte so gar nicht brauchen kannst. Angemessene Kleidung ist also sehr wichtig. Apropos Kleidung: Du trägst beim Arbeiten Schutzausrüstung wie eine Schutzmaske gegen den Staub, der beim Schleifen entstehen kann. Auch auf Dämpfe und Gase solltest du gefasst sein.

Auf der einen Seite arbeitest du sehr filigran und präzise, auf der anderen Seite oft auch geduckt oder über Kopf. Deine körperliche Verfassung sollte also so sein, dass du sowohl ruhig als auch körperlich angestrengt arbeiten kannst. Insgesamt ist deine Arbeit sehr praktisch geprägt und du arbeitest eher alleine als im Team. Dazu kommt der Kontakt zum Kunden, dessen Wünsche du genau umsetzen und dem du die Kosten im Vorfeld offenlegen musst.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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