Vergolder/in.

Ausbildungsgehalt:
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
3 Jahre
Im Bereich Handwerk:
Ausbildung Vergolder/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Vergolder/in?

Je nach Betrieb und Bundesland verdienst du durchschnittlich €727 während der Ausbildung.

  • 1. Lehrjahr: €671
  • 2. Lehrjahr: €723
  • 3. Lehrjahr: €789
2.

Wie lange dauert die Vergolder/in Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 36 Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Was macht man in der Ausbildung als Vergolder/in?

  • In der Ausbildung zum/zur Vergolder/in lernst du, Vergoldungen und Metallisierungen professionell durchzuführen.
  • Du arbeitest hauptsächlich in Werkstätten oder auch auf Baustellen, zum Beispiel an antiken Möbeln, Kunstwerken und Denkmälern.
  • Die Arbeit als Vergolder/in gehört in den Bereich Handwerk und ist verwandt mit dem Beruf Restaurator/in.
4.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Vergolder/in mitbringen?

Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz hast du mit einem Realschulabschluss. Außerdem solltest du gute Noten in Technik/Werken, Mathe und Kunst haben.

5.

Passt der Beruf Vergolder/in zu mir?

Fragst du dich, welche Ausbildung wirklich zu dir passt? Mach jetzt unseren Karriere-Check und finde es in nur 60 Sekunden heraus.

Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Handwerkliches Geschick

  • Interesse an Kunst und Kunstgeschichte

  • Sorgfalt und Präzision

  • Sinn für Ästhetik und Kreativität

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Technik/Werken
  • Mathe
  • Kunst

Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

Kunstvolle Stuckornamente, aufwändige Verzierungen oder jahrhundertealte Inschriften: Bei deiner Ausbildung zum/zur Vergolder/in lernst du, wie man Vergoldungen und Metallisierungen professionell durchführt.

Du behandelst mit traditionellen Werkzeugen wie Vergoldungsmesser oder Spachtel Oberflächen aus Holz oder Marmor, zum Beispiel Möbel, die einen antiken Anstrich bekommen sollen, pompöse Spiegel, Bilderrahmen oder Statuen und schenkst ihnen Glanz.

Du fragst dich immer, wie Altare oder Orgeln über Jahrhunderte hinweg noch so rein golden funkeln? Auch dafür bist du als Vergolder/in verantwortlich.

Während deiner Ausbildung zum/zur Vergolder/in lernst du den Prozess des Vergoldens von der Pike auf. Dabei sind handwerkliches Geschick und Kreativität genauso gefragt wie präzises Arbeiten und viel Know How – denn wenn du nicht sorgfältig vorgehst und jedes Material optimal behandelst, kann hier viel schiefgehen.

Dabei sind verschiedene Vorgänge, von der Grundierung über das Abschleifen und Glätten bis hin zum Auftragen mit einem feinen Pinsel zu leisten. Oft bearbeitest du auch nicht ganze Flächen, sondern trägst einzelne Ornamente nach einer von dir angefertigten Skizze auf.

Was du mit Farbe alles anstellen kannst, siehst du in der Imitationsmalerei, in der du dich während deiner Ausbildung zum/zur Vergolder/in ebenfalls übst. Hierbei sorgst du mit gekonnten Pinselstrichen dafür, dass beispielsweise Kunststoff täuschend echt wie Holz oder Marmor aussieht.

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Inhalte der Ausbildung.

Wie du Dinge zum Glitzern bringst, lernst du während deiner dualen Ausbildung in drei Jahren in Theorie und Praxis. Die Stellen für diesen Ausbildungsplatz sind rar gesät, du solltest dich also bei deiner Bewerbung richtig ins Zeug legen.

Hast du einen Ausbildungsplatz bekommen, geht es gleich los mit dem Beruf. In der Berufsschule bekommen Auszubildende an ein bis zwei Tagen die Woche die Theorie hinter der Kunst vermittelt.

Es ist wichtig, dass du neben deiner künstlerischen Freiheit die Theorie immer im Hinterkopf hast, damit du die Wünsche der Kunden erfüllen kannst und keinen Schaden an restaurierungsbedürftigen Bauwerken oder Möbelstücken verursachst. Auch der Unterricht in allgemeinbildenden Fächern wie Wirtschafts- und Sozialkunde gehören zu deinen Aufgaben.

In deinem Betrieb darfst du dich künstlerisch mit Kreativität und einer ruhigen Hand austoben und wirst unter anderem lernen, wie du Skizzen anfertigst, die Materialien vorbereitest und die Verzierungen dann auf antike oder neue Gegenstände und Bauwerke aufträgst.

Kunstvoll verzierte Rahmen spielen eine wichtige Rolle bei der Ausbildung zum/zur Vergolder/in, sodass du hier auch alles über die Herstellung lernst. Ebenfalls zu deinen Aufgaben gehört es, die Maschinen zu bedienen und zu warten und die Materialien auszuwählen und zu entsorgen.

Im dritten Ausbildungsjahr gehört dann auch Erhaltung und Restaurierung, zum Beispiel von antiken Skulpturen, zu deinem Job.

Nach dem dritten Ausbildungsjahr steht die Abschlussprüfung an, in der du praktisch zeigst, was du bei deinem Arbeitgeber im Ausbildungsbetrieb gelernt hast, indem du unter anderem an einem Prüfungsstück eine erlernte Verziertechnik zeigst.

In der schriftlichen Prüfung geht es um Themen wie Technologie und Arbeitsplanung.

Hast du wahre Goldstücke in der Prüfung abgeliefert, steigst du in den Job ein und arbeitest in Vergolder- oder Restaurierungswerkstätten. Wenn du noch mehr lernen und deiner Karriere einen Schub geben willst, kannst du eine Weiterbildung dranhängen.

Zum Beispiel kannst du durch einen Meisterbrief deine Chance auf eine Führungsposition nutzen und künftig selbst Auszubildende an den Beruf heranführen. Oder wie wäre es mit einem Studium nach deiner Ausbildung?

Der Ausbildungsberuf Vergolder/in bereitet dich gut darauf vor, sodass du jetzt nur noch eine gute Portion Geschäftssinn brauchst, um dich mit einem eigenen Vergolderbetrieb selbstständig zu machen.

Du möchtest dich für eine Ausbildung zum Vergolder/in bewerben? Hier findest du passende Ausbildungsplätze in deiner Nähe.

Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

Gerade mal hast du deinen Schulabschluss gemacht und schon schwimmst du im Gold – ein Ausbildungsplatz als Vergolder/in verspricht also ein glamouröses Leben! Die Wirklichkeit in diesem Ausbildungsberuf ist natürlich etwas weniger romantisch. Die meiste Zeit verbringst du während deiner Ausbildung zum/zur Vergolder/in im Betrieb, das heißt meist: in der Werkstatt.

Vergoldest du schwer oder gar nicht transportierbare Gegenstände wie Statuen oder Altare, schickt dich dein Ausbildungsbetrieb außerdem direkt zum Kunden; zum Beispiel in die Werkstatt eines Museums oder auf eine Baustelle.

Angemessene Kleidung ist also sehr wichtig in diesem Job. Apropos Kleidung: Du trägst beim Arbeiten Schutzausrüstung wie eine Schutzmaske gegen den Staub, der beim Schleifen entstehen kann. Auch auf Dämpfe und Gase solltest du gefasst sein.

Auf der einen Seite ist deine Tätigkeit im Betrieb sehr filigran und präzise, auf der anderen Seite arbeitest du in deiner Ausbildung oft auch geduckt oder über Kopf. Du solltest für diese Berufsausbildung also körperlich fit sein, sodass du sowohl ruhig als auch angestrengt arbeiten kannst.

Insgesamt ist deine Arbeit sehr praktisch geprägt und du arbeitest eher alleine als im Team. Dazu kommt der Kontakt zum Kunden, dessen Wünsche du genau umsetzen und dem du die Kosten im Vorfeld offenlegen musst.

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