Glasveredler/in.

Ausbildungsgehalt:
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
3 Jahre
Im Bereich Handwerk:
Ausbildung Glasveredler/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Glasveredler/in?

Je nach Betrieb und Bundesland verdienst du durchschnittlich €779 während der Ausbildung.

  • 1. Lehrjahr: €705
  • 2. Lehrjahr: €769
  • 3. Lehrjahr: €864
2.

Wie lange dauert die Glasveredler/in Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 36 Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Was macht man in der Ausbildung als Glasveredler/in?

  • Als Glasveredler/in kümmerst du dich um das Schleifen, Schneiden, Verzieren und Restaurieren von Glas, zum Beispiel für Glaseinsätze in Möbeln oder Haushaltsgegenstände aus Glas.
  • In deiner Ausbildung zum/zur Glasveredler/in wirst du in Werkstätten von Glasereien, Kunstgewerbebetrieben oder Glashütten Arbeit finden.
  • Dieser Beruf gehört in den handwerklichen Bereich.
4.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Glasveredler/in mitbringen?

Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz hast du mit einem Realschulabschluss. Außerdem solltest du gute Noten in Kunst, Technik/Werken und Naturwissenschaften haben.

5.

Passt der Beruf Glasveredler/in zu mir?

Fragst du dich, welche Ausbildung wirklich zu dir passt? Mach jetzt unseren Karriere-Check und finde es in nur 60 Sekunden heraus.

Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Handwerkliches Geschick

  • Zeichnerisches Talent

  • Sorgfalt und Geduld

  • Räumliches Vorstellungsvermögen

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Kunst
  • Technik/Werken
  • Naturwissenschaften

Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

In der Ausbildung zum/zur Glasveredler/in hast du eine glasklare Aufgabe: Du gibst Flach- und Hohlgläsern jeder Art den letzten Schliff!

Ob es für die Stadtkirche ein neues Fensterornament anzufertigen gilt, eine Vase mit Blumenmuster verziert oder ein Glastisch geschliffen werden soll – dieser Ausbildungsberuf wird dir beibringen, wie du jedes schnöde Glas in ein Kunstwerk verwandelst! In der Ausbildung hast du die Wahl zwischen drei Fachrichtungen:

  • Glasmalerei und Kunstverglasung
  • Kanten- und Flächenveredelung
  • Schliff und Gravur

Entscheidest du dich für den Bereich Glasmalerei und Kunstverglasung, gestaltest du zum Beispiel Bleifenster von Kirchen. Dafür fertigst du zunächst einen Entwurf an.

Mithilfe einer Schablone schneidest du die einzelnen Teile aus Buntglas zu und setzt diese in Profile ein, die du zuvor aus geschmolzenem Blei geformt hast. Benötigt ein altes Fenster eine Überarbeitung, bist du genau der oder die Richtige dafür. Auch Pinsel und Farbe kommen zum Einsatz, wenn du Glasgehäuse für Lampen kunstvoll bemalst und anschließend einbrennst.

In der Fachrichtung Kanten- und Flächenveredelung sind die Glasoberflächen von Spiegeln oder Türen dein Job. Mit Sand oder Säure mattierst du die Flächen, die nicht durch eine Schablone abgedeckt werden, sodass strukturierte Ränder oder Dekore entstehen.

Damit ein Spiegel auch spiegelt, bringst du Silberschichten auf das Glas auf. Ist die Scheibe fertig veredelt, montierst du sie – zum Beispiel in eine Tür, einen Schrank oder eine Vitrine.

Willst du alles über Schliff und Gravur lernen, hast du vornehmlich mit Hohlgläsern zu tun, also Trinkgefäßen oder Vasen. Mithilfe einer Gravurmaschine dekorierst du das fertige Glas mit Blumen, Schriften oder Reliefs. Muster werden an einem Schleifrad in das Glas geschliffen. Glänzende oder schattierende Effekte erzielst du durch das abschließende Polieren des Glases.

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Inhalte der Ausbildung.

Um dich für die Berufsausbildung als Glasveredler/in zu qualifizieren, brauchst du mindestens einen sehr guten, mittleren Schulabschluss. In deiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz solltest du dem Ausbildungsbetrieb, deinem potenziellen Arbeitgeber, dein kreatives Talent zeigen und erklären, weshalb du genau für diesen Ausbildungsberuf brennst.

Hast du den Ausbildungsplatz zum/zur Glasveredler/in in der Tasche, wirst du drei Ausbildungsjahre lang in dem Betrieb deiner Wahl arbeiten und an zwei Tagen die Woche oder blockweise in der Berufsschule lernen.

Auszubildende bekommen das praktische Know-how, das sie für den Job brauchen, im Ausbildungsbetrieb vermittelt.

In den ersten beiden Ausbildungsjahren machst du dich mit der Geschichte und Beschaffenheit des Materials Glas vertraut. Außerdem lernst du die Grundlagen der Bearbeitung und Gestaltung kennen und umsetzen.

Im dritten Lehrjahr deiner Ausbildung zum/zur Glasveredler/in konzentriert sich deine Tätigkeit immer mehr auf dein gewähltes Fachgebiet. Wie schmelzt, formt, ätzt, montiert, graviert, schleift oder restauriert man Glas?

Auszubildende fertigen jetzt eigene Entwürfe an, beschichten, mattieren die Flächen mithilfe von Säure oder Sand und dekorieren das Glas mit Farben oder Schliffen. Dein gesamtes Wissen über den Beruf Glasveredler/in wird in der Abschlussprüfung auf die Probe gestellt.

Im praktischen Teil musst du eine vorgegebene Aufgabe umsetzen, im schriftlichen geht es um die Bereiche Planung und Entwurf, Bearbeitung und Herstellung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Und was kommt danach? Hast du nach deiner Ausbildung ein paar Jahre Erfahrung im Beruf gesammelt, hast du die Möglichkeit zur Weiterbildung.

Du kannst die Prüfung als Glasveredlermeister/in ablegen, um vielleicht eigene Auszubildende im eigenen Betrieb zu beschäftigen oder du kannst weiter lernen und ein Studium wagen, zum Beispiel im Bereich Keramik- oder Glastechnik.

Liebst du die gestalterische Arbeit, kannst du dich auch als Glasdesigner/in selbständig machen und deine eigene Schmuck- oder Vasenkollektion auf den Markt bringen. Die Ausbildung zum/zur Glasveredler/in bietet dafür eine perfekte Grundlage.

Du möchtest dich für eine Ausbildung zum Glasveredler/in bewerben? Hier findest du passende Ausbildungsplätze in deiner Nähe.

Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

In deiner Ausbildung zum/zur Glasveredler/in kannst du je nach Fachrichtung in Glasereien, Kunstgewerbebetrieben oder Glashütten arbeiten.

Dort bist du vor allem in der Werkstatt oder im Atelier im Einsatz und mit sehr zerbrechlichem Material betraut – demnach sind Sorgfalt und eine ruhige Hand vonnöten! Bei jedem Arbeitsschritt helfen dir moderne Geräte und Maschinen, die auch mal Krach machen.

Trotzdem brauchst du viel Geduld, vor allem beim Gravieren. Ätzende Säuren kommen beim Mattieren zum Einsatz und beim Schleifen kann auch mal feiner Glasstaub in der Luft liegen.

Aber keine Sorge: In deiner Ausbildung zum/zur Glasveredler/in trägst du bei gewissen Arbeitsschritten Schutzkleidung, wie Kittel, Handschuhe und Schutzbrille. Gelegentlich arbeitest du auch am Rechner, zum Beispiel wenn du Entwürfe oder Zeichnungen anfertigst.

Findest du einen Job in einem kleinen Handwerksbetrieb, sind deine Arbeitszeiten ganz regulär. Ist dein Ausbildungsplatz ein großer Industriebetrieb, kann es dagegen sein, dass du im Schichtdienst arbeitest – das heißt du bist schon besonders früh oder bis spät auf den Beinen.

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