Metall, Maschinenbau

Zerspanungsmechaniker/in

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Ausbildung Zerspanungsmechaniker/in
Berufsbild Zerspanungsmechaniker
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Zerspanungsmechaniker/in Gehalt
  • Gehalt: 701 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Alle Abschlüsse
  • Dauer: 4 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Wo gehobelt wird, da fallen Späne! In der Ausbildung zum/zur Zerspanungsmechaniker/in hobelst du zwar kein Holz, aber du produzierst täglich jede Menge Späne. Hier lernst du durch Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen von Metallrohlingen millimetergenaue Bauteile für Maschinen, Motoren oder Flugzeugen herzustellen.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Einen Hauptschul- oder Realschulabschluss

  • Gute Noten in Werken/Technik

  • Handwerkliches Geschick

  • Technisches Verständnis

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Sorgfältig und präzise arbeitest

  • Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hast

  • Genau beobachten kannst

  • Teamfähig und kommunikativ bist

Ausbildung zum/zur Zerspanungsmechaniker/in: Mit span(n)enden Werkzeugen Industrie-Bauteile im Form bringen

Deine Aufgaben: Vom Rohling zum millimetergenauen Präzisionsbauteil

Berufsbild Zerspanungsmechaniker

In der Ausbildung zum/zur Zerspanungsmechaniker/in lernst du alle Tricks und Kniffe des Zerspanens. Noch nie gehört? Zerspanen bezeichnet verschiedene Bearbeitungsverfahren, bei denen Metallteile in eine bestimmte Form gebracht werden – und dabei entstehen Späne als Abfallprodukt. Mithilfe von handgeführten und computergesteuerten Maschinen bohrst, fräst, drehst und schleifst du Rohlinge aus Stahl und fertigst daraus Präzisionsbauteile für den Bau von Maschinen, Fahrzeugen oder medizinischen Geräten. Vom Mini-Zahnrad bis zum tonnenschweren Flugzeugteil – Bohrungen und Vertiefungen deiner Bauteile müssen auf den hundertstel Millimeter genau sein.

Bevor du dich aber an die Arbeit machen kannst, prüfst du die technische Zeichnung, die du vom Auftraggeber erhalten hast. Du berechnest fehlende Maßangaben und sprichst die einzelnen Arbeitsschritte mit deinem Ausbilder ab. Dann besorgst du dir den passenden Rohling aus dem Lager und los geht es: Du fütterst den Computer der Drehmaschine mit den Maßangaben, stellst das richtige Bearbeitungsprogramm ein und spannst das Werkstück in die Vorrichtung ein. Dann montierst du den Drehmeißel, der die richtige Schneidfähigkeit, Form und Größe hat. Ist die Drehzahl für die Stahlart korrekt eingegeben, übernimmt die Maschine den Rest automatisch: Durch die schnelle Drehung des runden Werkstücks entlang des Drehmeißels, werden gleichmäßig Metallspäne abgetragen und so das Bauteil geformt.

Zwar arbeitest du mit modernen Hightech-Anlagen, aber in der Ausbildung zum/zur Zerspanungsmechaniker/in gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Deshalb musst du zwischendurch immer wieder das Bauteil nachmessen und bei Fehlern die Maschineneinstellungen korrigieren. Alle Maße korrekt? Dann schleifst du die scharfen Kanten noch per Hand ab. Fertig!

Theorie und Praxis: In dreieinhalb Jahren zum Profi-Zerspaner

Zerspanungsmechaniker/in Gehalt

Dreieinhalb Jahre dauert die duale Ausbildung zum/zur Zerspanungsmechaniker/in. In dieser Zeit wirst du in einem Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet. Je nach Interesse und Betrieb kannst du dich entscheiden, in welchem Einsatzgebiet du dein Können vertiefen möchtest. Dabei hast du die Wahl zwischen:

  • Drehautomatensysteme
  • Drehmaschinensysteme
  • Fräsmaschinensysteme
  • Schleifmaschinensysteme

Im ersten Ausbildungsjahr lernst du, die verschiedenen Metalle zu unterscheiden und mit handgeführten Werkzeugen umzugehen. Du kannst die Maschinen einrichten und fertigst schon erste Bauelemente damit. Im zweiten Lehrjahr darfst du auch computergesteuerte Anlagen programmieren und einsetzen. Hast du die Zwischenprüfung bestanden, perfektionierst du im dritten und vierten Lehrjahr dein Können und übernimmst komplexere Aufträge von der Planung bis zur Durchführung. In der praktischen und schriftlichen Abschlussprüfung stellst du dein umfassendes Wissen unter Beweis.

Hast du deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wirst du im Stahl-, Fahrzeug- oder Maschinenbau gebraucht. Hast du ausreichend Berufserfahrungen gesammelt und willst mehr Verantwortung übernehmen? Dann mach den nächsten großen Schritt und leg die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Metall ab! Auch ein Studium, beispielsweise im Fach Maschinenbau oder Produktionstechnik ist möglich, wenn du dich anstrengst.

Dein Arbeitsumfeld: Mit Sicherheit und Genauigkeit am Werk

Zerspanungsmechanikerin Bilder

In der Ausbildung zum/zur Zerspanungsmechaniker/in sind Werkstätten und Produktionshallen dein Einsatzort. Damit Maschinenlärm, Metallstaub und Späne dir nicht den Spaß verderben, trägst du je nach Aufgabe Schutzkleidung, wie zum Beispiel Schutzbrille, Arbeitshandschuhe und Gehörschutz. Hast du die Arbeitsschritte mit deinen Kollegen genau abgesprochen, arbeitest du allein und konzentriert an Werkzeugmaschinen und Anlagen. Längeres Stehen sollte dir also nichts ausmachen.

Sorgfalt und Genauigkeit werden in diesem Ausbildungsberuf großgeschrieben – nicht nur, damit die Bauteile hinterher exakt aufeinanderpassen, sondern auch zu deiner eigenen Sicherheit. Denn rotierende Werkzeuge bürgen Verletzungsgefahr. Aber mit ruhiger Hand und einem guten Auge kriegst du das hin!

Zum Alltag eines/r Zerspanungsmechaniker/in gehört auch das Reinigen und Warten der Maschinen. Dabei kommst du mit Kühlmitteln und Schmierstoffen in Kontakt, die du zusammen mit den Metallspänen umweltgerecht entsorgen musst. Auch bei deinen Arbeitszeiten darfst du nicht zimperlich sein. In der Industrie ist Schichtbetrieb üblich, das heißt, du bist schon sehr früh oder bis spät mit Drehen, Fräsen und Schleifen beschäftigt.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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Das Anschreiben für deine Ausbildung – quasi der Liebesbrief für deine Ausbildung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Ausbildung ist immer der schwerste. AZUBI.DE hilft dir!

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