Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in.

Gehalt:
680 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
4 Jahre
Ausbildung Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Mindestens einen Hauptschulabschluss

    • Technisches Verständnis

    • Gute Hand-Auge-Koordination

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Gerne mit deinen Händen arbeitest

    • Mit Freude Fehler und Störungen behebst

    • Großes Interesse an der Automobilbranche mitbringst

  2. Deine Aufgaben: Tunen, schrauben, ölen.

    Berufsbild Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

    Die Beule in der Seitentür muss weg, die Inspektion ist fällig und das neueste Soundsystem muss eingebaut werden – für diese Dinge bist du der/die Fachmann/frau. In deiner Ausbildung zum/zur Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in lernst du, Blechschäden zu richten, Systeme zu prüfen und Fahrzeuge mit den neuesten technischen Gadgets auszustatten. Erst Mitte des zweiten Ausbildungsjahres triffst du die Entscheidung, auf welche Fachrichtung du dich spezialisieren möchtest. Du hast die Wahl zwischen Karosserieinstandhaltungstechnik oder Karosserie- und Fahrzeugbautechnik.

    Wählst du Karosserieinstandhaltungstechnik liegt der Schwerpunkt in der Reparatur von zum Beispiel Unfallschäden. Zunächst verschaffst du dir einen Überblick über die Schäden, dokumentierst sie und erstellst eine Schadenskalkulation sowie einen Kostenvoranschlag für die Kunden. Dafür schaust du im Motorraum nach dem Rechten und nimmst die Blech- oder Lackschäden unter die Lupe. Die Hebelbühne ist dein Freund und Helfer und hilft dir, auch unter dem Auto nachzuschauen. Dann geht es ans Eingemachte: Beschädigte Aufbau- oder Karosserieteile demontierst oder schneidest du heraus. Leicht verformte Bleche dagegen beulst du vorsichtig aus. Metalle, Kunst- und Verbundstoffe bearbeitest du – du bohrst, schleifst, trennst und formst bis alles wieder sitzt. Zum Schluss verleihst du dem Auto mit einer Lackschicht neuen Glanz.

    Wählst du die Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik rüstet du vorrangig Fahrzeuge auf. Das heißt, du stattest gelieferte Basismodelle mit gewünschten Extras aus. Dabei kann es sich um Nutz- oder Privatfahrzeuge handeln – hier reicht die Palette vom neuen Schiebedach über die Ladebordwand von LKWs bis zum Hightech-Soundsystem. Für die Arbeiten stehen dir klassische Metalle und Kunststoffe, aber auch Leichtbauwerkstoffe und Hightech-Materialien zur Verfügung. Neben der Ausstattung gehört auch die Instandhaltung zu deinen Aufgaben: Regelmäßig prüfst du beispielsweise fahrzeugspezifische Lenk- und Bremssysteme sowie Beleuchtungs- und Klimasysteme. Du interessierst dich für Old- und Youngtimer? Dann könnte dich der besondere Bereich der Restaurationsarbeit interessieren.

    Egal für welche Fachrichtung du dich entscheidest, der Kundenservice hat bei beiden eine besondere Gewichtung. Du hast immer ein offenes Ohr für die Wünsche deiner Kunden. Bei Funktionsstörungen kann es zum Beispiel hilfreich sein, auf die Schilderungen der Kundschaft zu hören, um die Fehlerquelle schnell ausfindig zu machen.

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  4. Theorie und Praxis: Pauken und schrauben.

    Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in Gehalt

    Deine Ausbildung zum/zur Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in dauert dreieinhalb Jahre und ist dual aufgebaut. Das heißt, einen Tag oder zwei Tage pro Woche verbringst du in der Berufsschule und den Rest der Zeit im Betrieb. Mit einem Real- oder Hauptschulabschluss hast du gute Chancen auf einem Ausbildungsplatz. Wenn du in der Schule aber außerdem gute Noten in Werken/Technik, Mathematik und Physik hast, sind deine Chancen sogar noch besser. Rein rechtlich ist jedoch keine Vorbildung vorausgesetzt.

    Laut Ausbildungsplan lernst du im ersten Ausbildungsjahr, Fahrzeuge und Systeme zu warten und zu inspizieren. Du prüfst einfache Baugruppen, demontierst sie oder tauschst sie aus. Funktionsstörungen erkennen und aufheben ist auch Teil deiner Ausbildung im ersten Lehrjahr. Im zweiten Ausbildungsjahr erfährst du, wie man Fahrzeugteile aus Metall herstellt, Systeme instand hält und installiert.

    Nach deiner Spezialisierung in Karosserieinstandhaltungstechnik steht im dritten und vierten Ausbildungsjahr die Analyse von Schäden an. Du wertest sie aus und lernst, wie man Oberflächen ausbeult, beschichtet und aufbereitet.

    Hast du dich für die Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik entschieden, fokussierst du dich in den letzten Monaten deiner Ausbildung auf das Umbauen sowie Aus- und Umrüsten von Karosserien, Fahrgestellen und Aufbauten. Auch Einbau und Instandhaltung von Fahrzeug- und Zusatzsystemen sind Bestandteil des Unterrichts.

    Mit Fortbildungen über Kraftfahrzeugtechnik, Metallbearbeitung oder Korrosionsschutz bleibst du auch nach der Ausbildung immer auf den neuesten Stand. Leg die Prüfung zum/zur Karosserie- und Fahrzeugbauermeister/in ab und sicher dir die Möglichkeit, beruflich voranzukommen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kannst du auch Fahrzeugtechnik oder Maschinenbau studieren. Eine eigene Reparaturwerkstatt war schon immer dein Traum? Nach deiner Meisterprüfung und dem Eintrag in der Handwerksrolle brauchst du nicht mehr nur träumen.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Surrende Motoren, sprühende Funken und ölverschmierte Hände.

    Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in Bilder

    Die meiste Zeit wirst du in Kfz-Werkstätten verbringen, wo du so richtig mit anpackst – ob beim Ölwechsel, Schweißen oder Lackieren. Täglich kommst du mit Dämpfen und Gerüchen von Lacken, Reinigungs- und Lösungsmitteln sowie Schmierstoffen in Kontakt. Dagegen trägst du Schutzkleidung wie Handschuhe, Sicherheitsschuhe oder eine Schutzbrille. Durch die Maschinen kann es auch mal etwas lauter werden, aber das ist kein Problem für dich, denn das Surren der Motoren ist wie Musik in deinen Ohren. Dein Arbeitsplatz ist aber auch mal im Büro und in den Verkaufsräumen. Hier berätst du deine Kunden und klärst sie über die Kosten von beispielsweise Reparaturen auf. Außerdem werden von einigen Werkstätten auch Bereitschafts- und Abschleppdienste angeboten, was beduetet, dass du auch mal nachts oder am Wochenende raus musst.

    In gebückter Haltung den platten Reifen austauschen oder große und schwere Ersatzteile heben – in der Ausbildung wirst du erfahren, wie körperlich anstrengend der Beruf sein kann. Doch neben der körperlichen Belastung ist auch deine exakte und gewissenhafte Arbeitsweise besonders wichtig. Denn mit deinen Arbeiten an den Fahrzeugen leistest du deinen Beitrag für die Sicherheit auf den Straßen.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in.

    Ø 1. Jahr
    610€
    Ø 2. Jahr
    645€
    Ø 3. Jahr
    695€
    Ø 4. Jahr
    770€
  7. 76 Ausbildungsplätze für Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in.

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