Baustoffprüfer/in.

Gehalt:
940 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
3 Jahre
Ausbildung Baustoffprüfer/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Überwiegend einen Realschulabschluss

    • Gute Noten in Mathe und Physik

    • Spaß an Handarbeit

    • Technisches Verständnis

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Eine ruhige Hand hast

    • Die Abwechslung liebst

    • Verantwortungsbewusst bist

    • Sorgfältig und genau beobachten kannst

  2. Deine Aufgaben: Böden, Beton und Bindemittel unter der Lupe.

    Berufsbild Baustoffprüfer/in

    In der Ausbildung zum/zur Baustoffprüfer/in fühlst du Baustoffen auf den Zahn. Nicht nur Lebensmittel oder Kosmetika müssen gesetzliche Normen einhalten. Auch für Kies, Beton und Co. gibt es Vorgaben. Schließlich sollen Straßen möglichst lange befahrbar sein und massive Häuser auf sicherem Grund stehen. Deine Aufgabe ist es, Böden auf Tragfestigkeit oder Asphalt auf Hitzebeständigkeit zu überprüfen. Dafür stehen dir im Labor verschiedene physikalische und chemische Methoden und Prüfgeräte zur Verfügung.

    Je nachdem, auf welche Fachgebiete dein Ausbildungsbetrieb spezialisiert ist, beschäftigst du dich hauptsächlich mit Geotechnik, Mörtel- und Betontechnik oder Asphalttechnik. Im Fachgebiet Geotechnik dreht sich alles um Böden und Untergründe. Um herauszufinden, ob er geeignet ist für den Hoch- und Tiefbau, übst du vor Ort mit einer Lastplatte Druck auf den Boden aus. Du misst außerdem, wie schnell Wasser versickert, nimmst Bodenproben mit ins Labor und überprüfst sie auf umweltschädliche Belastungen.

    Im Bereich Mörtel- und Betontechnik nimmst du Kies und Sand, Beton, Mörtel, Estrich und Putze unter die Lupe, aus denen später später Häuserwände und Gehwegplatten entstehen. Bei der Asphalttechnik sind es teer- und pechhaltige Straßenbeläge oder bitumenhaltige Bindemittel. Eine von dir entnommene Bohrprobe oder ein selbst angefertigter Prüfkörper wird auf Herz und Nieren getestet: Korngrößenverteilung, Dichte, Härte, Feuchtigkeitsgehalt sind nur einige wichtige Eigenschaften, die du mithilfe von Laborgeräten misst und genau berechnest.

    Die jeweiligen Prüfvorgaben und Normtabellen kennst du aus dem Effeff und weißt genau, wie die Zusammensetzung einer Betonmischung verändert werden muss und ob eine Asphaltschicht dick genug ist. Alle Werte dokumentierst du gewissenhaft und erstellst Tabellen und Grafiken. Die Ergebnisse übergibst du schließlich der Baufirma oder dem unabhängigen Gutachter, der die Tests in Auftrag gegeben hat.

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  4. Theorie und Praxis: Dein Weg zum Ausbildungsabschluss.

    Baustoffprüfer/in Gehalt

    Die duale Ausbildung zum/zur Baustoffprüfer/in dauert drei Jahre. In dieser Ausbildungszeit lernst du den Arbeitsalltag in deinem Ausbildungsbetrieb genau kennen. Das können Unternehmen der Bauwirtschaft, Steinbruchbetriebe oder Überwachungs- und Forschungseinrichtungen sein. In regelmäßigen Abständen besuchst du außerdem den Unterricht in einer Berufsschule.

    Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr lernst du zunächst, Arbeitsabläufe zu planen, technische Unterlagen und Regelwerke zu lesen und anzuwenden und wie man korrekt Proben entnimmt. Du machst dich mit den verschiedenen Baustoffen vertraut und kannst schon bald Gesteinsarten und Böden klassifizieren. Unter Anleitung bestimmst du ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften mithilfe der Labortechnik. Im dritten Lehrjahr übernimmst du schon selbständig Messungen und Prüfungen, kannst die Ergebnisse auswerten und selbst Rezepturen für Beton oder Asphalt anfertigen.

    Hast du die praktische und schriftliche Abschlussprüfung bestanden und ein paar Jahre Berufserfahrungen gesammelt, kannst du eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Werkstofftechnik oder der Fachrichtung Bautechnik anstreben. Oder du tauschst das Labor gegen den Hörsaal und studierst Bauingenieurwesen.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Zwischen Labor und Baustelle.

    Baustoffprüfer/in Bilder

    Draußen und drinnen, auf der Baustelle und im Labor, mit Menschen und Werkstoffen – deine Einsatzgebiete in der Ausbildung zum/zur Baustoffprüfer/in sind so abwechslungsreich wie die Baustoffe, die du überprüfst. In Handarbeit stellst du Prüfkörper her und bedienst schweres Gerät auf der Baustelle. Dafür brauchst du schon ein paar Muckis. Viel wichtiger ist aber dein Blick fürs Detail und deine Sorgfalt. Schließlich trägst du eine große Verantwortung für Mensch und Umwelt. Beim Abgleichen von Werten, darf dir kein Zahlendreher passieren und im Zweifelsfall führst du lieber einen Test zu viel als zu wenig durch.

    Im Labor trägst du natürlich Schutzkleidung, wie Handschuhe und Arbeitskittel. Hier kann es aufgrund der Chemikalien und Baustoffe auch mal unangenehm riechen. Auf der Baustelle trägst du Helm und Sicherheitsschuhe. Hier triffst du dich auch mit Kunden und besprichst dich mit Mitarbeitern der Baufirmen. Neben deinen Mess- und Prüfgeräten ist der Computer dein wichtigstes Werkzeug. Denn damit dokumentierst du die Ergebnisse. Da im Winter weniger gebaut wird als im Sommer, können deine Arbeitszeiten auch dementsprechend unregelmäßig sein. Das heißt, in den wärmeren Monaten wartet mehr Arbeit auf dich.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Baustoffprüfer/in.

    Ø 1. Jahr
    675€
    Ø 2. Jahr
    948€
    Ø 3. Jahr
    1.198€
  7. 21 Ausbildungsplätze für Baustoffprüfer/in.

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