Bauwerksabdichter/in.

Gehalt:
915 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Ausbildung Bauwerksabdichter/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Mindestens einen Hauptschulabschluss

    • Handwerkliches Geschick

    • Gute Noten in Mathe und Physik

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Keine Angst vor Höhen hast

    • Eine gute Fitness besitzt

    • Sorgfältig arbeitest

  2. Deine Aufgaben: Feuchtigkeit muss draußen bleiben.

    Berufsbild Bauwerksabdichter/in

    Feuchtigkeit ist der größte Feind von Bauwerken – Niederschläge und das Grundwasser finden jeden Spalt im Gemäuer, dringen ein und greifen die Bausubstanz an. Im schlimmsten Fall entwickelt sich Schimmel, der die Bewohner eines Hauses erheblich gesundheitlich angreifen kann. Damit das nicht passiert, gibt es Bauwerksabdichter/innen, die die Gebäude vor der eindringenden Feuchtigkeit schützen.

    Um ein Gebäude vor der Nässe abzusichern, dichtest du in deiner Ausbildung zum/zur Bauwerksabdichter/in die betroffenen Flächen mit der richtigen Technik ab. Wird ein neues Haus gebaut, muss dieses zunächst vor dem Grundwasser geschützt werden, da das Fundament tief in den Boden eingelassen ist. Bei Bauwerken in der Nähe von Flüssen und Seen stellt dies eine besondere Herausforderung dar, da hier der Wasserdruck höher ist als bei anderen Bauten. Du musst dabei die richtige Technik und das richtige Material wählen, das dem Druck standhalten kann.

    Zum Abdichten von Bauten stehen dir verschiedene Materialien zur Verfügung: Bitumen, ein besonderes Kohlenwasserstoffgemisch, Kunstharz und Estrich sowie Spachtelmasse und Klebstoff. Anhand von Verlegeplänen führst du die Abdichtungsarbeiten maßgetreu aus. Zum Beispiel verlegst du mehrere Lagen an Kunststoffbahnen und fügst sie durch Kleber zusammen. Manchmal verbindest du die Materialien auch mechanisch oder greifst zum Schweißgerät.

    Sollst du An- und Abschlüsse oder Durchdringungen wie Dachabflussrohre abdichten, ist ganz besonderes Geschick gefragt. Hier kannst du nicht einfach Fertigteile montieren, sondern musst die Abdichtungen maßgefertigt anpassen, um sicherzustellen, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann. Auch wenn vieles Handarbeit ist, wirst du dabei von modernen Geräten wie Gasbrennern oder Schweißgeräten unterstützt.

    Zum Abschluss deiner Arbeiten behandelst du die abgedichteten Flächen meist noch nach, zum Beispiel indem du auf Flachdächern Kies verteilst oder einer abgedichteten Wand einen neuen Anstrich verleihst.

    Neben Wohnhäusern benötigen noch viele andere Bauwerke eine Sicherung vor Feuchtigkeit. Dazu gehören Brücken, Parkhäuser, Kläranlagen, Kraftwerke oder Autobahntunnel. Ihre Stabilität hängt davon ab, wie sorgfältig du die Flächen und Fugen abgedichtet hast.

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  4. Deine Ausbildung in Theorie und Praxis.

    Bauwerksabdichter/in Gehalt

    Die Ausbildung zum/zur Bauwerksabdichter/in dauert drei Jahre und verläuft dual. Während du den Theorieteil also in der Berufschule paukst, lernst du das praktische Handwerk im Betrieb. Nach der Hälfte der Zeit legst du eine Zwischenprüfung ab, am Ende folgt dann eine Abschlussprüfung.

    Im Ausbildungsbetrieb erlernst du zunächst die grundsätzlichen Arbeitsabläufe auf einer Baustelle kennen. Du stellst die richtigen Materialien und Arbeitswerkzeuge zusammen und planst deine Arbeitsabläufe so, dass sie effektiv und plangemäß ablaufen. Außerdem dokumentierst du deine Arbeit fachgerecht.

    Wichtig ist es zudem, die Baustelle richtig vorzubereiten, bevor du an die Arbeit gehen kannst. Du führst daher einfache Maurer-, Holz-, Putz- und Betonarbeiten aus, mit denen du die Flächen vorbereitest, die du später abdichten sollst. Damit gar nicht erst Feuchtigkeit in die Bausubstanz eindringen kann, lernst du, die Baustelle richtig abzudichten und gegen drückendes Wasser zu schützen.

    Der Umgang mit den verschiedenen Maschinen und Werkzeugen ist entscheidend, du übst deshalb das Schweißen und Kleben. Ob Quellschweißen, Warmgasschweißen oder Heizkeilschweißen – es gilt für jede Naht die richtige Technik auszuwählen und die Verbindung sorgfältig zu verdichten.

    Auch wie man Dächer und Brücken korrekt abdichtet, wird dir beigebracht. Zudem lernst du, die Qualität deiner Arbeit abschließend zu kontrollieren und bei Bedarf Ausbesserungen vorzunehmen.

    In der Berufsschule vertiefst du die Lerninhalte aus dem Betrieb, musst aber auch für allgemeinbildende Fächer büffeln.

    Wenn du nach der Ausbildung zum/zur Bauwerksabdichter/in einmal in einer Führungsposition arbeiten möchtest, kannst du verschiedene Wege einschlagen: Du kannst zum Beispiel die Prüfung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Isolation oder zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik ablegen. Auch ein Studium in der Fachrichtung Bauingenieurwesen ist denkbar.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Harte Arbeit, große Höhen.

    Bauwerksabdichter/in Bilder

    Als Bauwerksabdichter/in bist du auf den unterschiedlichsten Baustellen unterwegs. Dabei arbeitest du manchmal auch im Freien und bist dem Wetter ausgesetzt. Außerdem gehst du täglich mit den verschiedensten Baumaschinen und Handwerkszeug um. Außerdem kommst du in Kontakt mit Chemikalien wie Klebstoffen und Harzen, die Dämpfe erzeugen. Um dich vor Verletzungen zu schützen, trägst du spezielle Schutzkleidung wie einen Schutzhelm, Handschuhe, Mundschutz und Schutzbrille.

    Wenn du zum Beispiel ein Dach abdichten musst, erledigst du deine Aufgabe mithilfe von Gerüsten in großer Höhe, du musst also schwindelfreisein. Die Arbeit auf einer Baustelle ist immer anstrengend, körperliche Fitness wird vorausgesetzt. Typisch für die Arbeit auf Großbaustellen ist der Einsatz in Schichtarbeit.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Bauwerksabdichter/in.

    Ø 1. Jahr
    705€
    Ø 2. Jahr
    910€
    Ø 3. Jahr
    1.130€
  7. 1 Ausbildungsplatz für Bauwerksabdichter/in.

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