Produktion, Fertigung

Brenner/in

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Brenner/in Gehalt
  • Gehalt: 712 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Alle Abschlüsse
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Dich interessiert, wie guter Schnaps hergestellt wird, und du möchtest einen Beruf erlernen, der lange Tradition mit neuester Technik verbindet? Dann wirf doch einmal einen Blick auf die Ausbildung zum/zur Brenner/in! In dieser lernst du nämlich nicht nur Alkohol herzustellen, sondern auch die verschiedenen Nuancen von Essig kennen und deine Nase zu benutzen.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Gute Noten in den Fächern Biologie und Chemie

  • Handwerkliches Geschick

  • Genaue Beachtung von Hygienevorgaben

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Sehr sorgfältig und genau arbeitest

  • Ein technisches Verständnis für Anlagen mitbringst

  • Verantwortungsbewusst mit Alkohol umgehst

Ausbildung zum/zur Brenner/in: Die Nase tief im Glas

Deine Aufgaben: Kontrollieren mit Auge, Nase und Geschmack

Berufsbild Brenner

Schnaps und Essig haben in der menschlichen Geschichte eine lange Tradition. Verschiedenen Hochkulturen des Altertums, wie zum Beispiel die Ägypter, Perser oder Römer, stellten bereits Essig her, welcher mit Wasser gemischt als kühlendes Getränk geschätzt wurde. Im kalten Russland stellen die Bewohner wiederum seit je her ihren eigenen Wodka her, um sich von innen zu wärmen. Wenn auch du wissen möchtest, wie Weinbrand, Essig und andere Spirituosen hergestellt werden und welche einzelnen Schritte es in diesem traditionellen Handwerk zu beachten gilt, kann eine Ausbildung zum/zur Brenner/in genau deinen Geschmack treffen.

In dieser bist du zuerst einmal dafür zuständig, die Rohstoffe, aus denen später der Alkohol gewonnen wird, einzukaufen und zu kontrollieren. Diese Rohstoffe können Obst, wie zum Beispiel Äpfel und Trauben, Getreide – wie Gerste – oder auch Kartoffeln sein. Du kontrollierst diese auf ihre Qualität, das heißt auf den Reifegrad, den Zustand der Früchte sowie das Aroma, denn du weißt: Nur aus guten Zutaten lässt sich Alkohol in einer reinen Form gewinnen. Anschließend wird das Obst maschinell geputzt, entkernt und zerkleinert. Da das computergesteuerte Maschinen übernehmen, ist es deine Aufgabe, die Rohstoffe vorher zu wiegen und die Maschinen auf die richtige Größe und weitere Angaben einzustellen.

Ist das ganze Obst zerkleinert, nennt man diese Masse Maische. Als nächster Schritt wird die Maische nun vergoren. Dazu gibst du Malz, Hefe oder andere Verzuckerungsstoffe dazu, rührst die Maische mit den Maischequirl um und füllst sie in luftdichte Fässer, um den Gärprozess einzuleiten. Dieser wird von dir immer wieder kontrolliert. Ist die Maische vergoren, beginnt die Destillation.

In dieser wird aus der Maische nun der Schnaps gebrannt. Im ersten Schritt entsteht hierbei der Rohbrand. Die meisten Brennereien liefern ihre Rohbrände an große Destillateure, die diesen dann in einer erneuten Destillation in Feinbrand und damit trinkbaren Alkohol umwandeln, welcher vermarktet wird. Nach der Destillation bleibt als Abfallprodukt aus den Maischeresten die sogenannte Schlempe übrig. Diese wird getrocknet und als Futtermittel in der Landwirtschaft eingesetzt.

Bei der Herstellung von Alkohol ist es wichtig, den Verarbeitungsprozess genau zu überwachen und zum Beispiel immer wieder die Qualität und den Alkoholgehalt zu kontrollieren. Auch Hygiene nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Leere Fässer, in denen Maische hergestellt wird, sowie Maschinen, Filter und Rohrleitungssysteme müssen regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden, damit sich kein Schimmel bildet oder Keime einschleichen können.

Deine fertigen Schnapserzeugnisse verkaufst du zum Beispiel in einem eigenen Laden. Hierfür lernst du schon in deiner Ausbildung zum/zur Brenner/in Kunden zu beraten und die verschiedenen Schnapssorten voneinander am Geruch zu unterscheiden. Denn du weißt: Einen guten Schnaps erkennt man vor allem mit der Nase!

In Theorie & Praxis zur ausgebildeten Schnapsnase

Brenner/in Gehalt

Die Ausbildung zum/zur Brenner/in dauert drei Jahre und ist eine duale Ausbildung. In zwei Unterrichtsblöcken von je sechs bis sieben Wochen pro Schuljahr gehst du zum Unterricht in einer Berufsfachschule. Dort hast du neben Fächern wie Deutsch, Mathematik, Politik und Sport auch ausbildungsrelevante Fächer. In diesen erlernst du fundierte theoretische Kenntnisse zur Obst- und Getreidebrennerei sowie zur Wirtschafts- und Betriebslehre. Aber auch im Labor bekommst du die chemischen Grundlagen des Gärprozesses erklärt und lernst in Computerräumen den Aufbau der Maschinen, mit denen du künftig arbeitest, kennen.

Deine theoretischen Kenntnisse setzt du in deinem Ausbildungsbetrieb gleich in die Praxis um, indem du selbstständig Obst oder Kartoffeln vorbereitest und die einzelnen Zutaten für die Maischegärung zusammenmischst. In der Theorie wie in der Praxis lernst du, die Qualität von Obstbränden, Essig und anderen Spirituosen anhand des Geruchs und des Geschmacks einzuschätzen und zu kontrollieren. Hierfür musst du immer wieder am Alkohol riechen und probieren. Du solltest deswegen keine Abneigung gegen den Geruch oder den Geschmack haben, aber dennoch auch verantwortungsbewusst damit umgehen. Bist du in deiner Ausbildung zum/zur Brenner/in noch minderjährig, müssen deine Eltern ihr Okay geben, dass du Alkoholproben nehmen darfst.

Möchtest du dich nach deiner Ausbildung weiterbilden, kannst du die Meisterprüfung ablegen. Als staatlich anerkannte/r Brennmeister/in kannst du dich selbstständig machen und deine eigene Brennerei eröffnen.

Dein Arbeitsumfeld: Allround-Talent für jeden Schnapszustand

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Schon in deiner Ausbildung zum/zur Brenner/in arbeitest du in einer Brennerei oder einer Kellereigenossenschaft mit. Dort wirst du in verschiedenen Abteilungen, wie in der Werkstatt, in der Produktionshalle, im Labor, in der Abfüllstation oder im Vertrieb eingesetzt. Gerade in der Produktionshalle herrscht oft eine hohe Luftfeuchtigkeit, da die Maische gerne in warmen Temperaturen gärt. Dir sollte es deswegen nichts ausmachen, bei hoher Luftfeuchtigkeit zu arbeiten.

Gerade in der Werkstatt oder der Produktionshalle hast du Arbeitskleidung an, die aus einem Blaumann und einer festen Schürze besteht. Befüllst du zum Beispiel die Brennblase und hebst Fässer an, kannst du zum Schutz auch feste Handschuhe tragen. Da in der Industrie die Unternehmen oft rund um die Uhr produzieren und keine Verzögerung im Produktionsablauf entstehen darf, musst du dich auf Arbeitszeiten im Schichtdienst einstellen, das heißt, du arbeitest auch einmal nachts oder am Wochenende. Dafür kannst du deinen Freunden jedoch in deiner Freizeit immer den besten Schnaps servieren.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

Ausbildungsplatz finden

Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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Was ist Maische?

  • Ein Weinfest im Mai
  • Ein Brei aus zerdrückten Früchten
  • Ein Abfallprodukt

Doch nicht das Richtige?

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