Industriekeramiker/in.

Ausbildungsgehalt:
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Ausbildung Industriekeramiker/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Industriekeramiker/in?

Je nach Betrieb und Bundesland verdienst du durchschnittlich €951 während der Ausbildung.

  • 1. Lehrjahr: €896
  • 2. Lehrjahr: €950
  • 3. Lehrjahr: €1007
2.

Wie lange dauert die Industriekeramiker/in Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 36 Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Was macht man in der Ausbildung als Industriekeramiker/in?

  • Industriekeramiker/innen stellen keramische Erzeugnisse her, oder auch Formen aus Gips, Kunststoff oder Metall, die wiederum für die Herstellung von keramischen Produkten benötigt werden.

  • Dein Arbeitsort sind in der Regel Fabriken und große Werkhallen, manchmal aber auch kleinere Werkstätten. Angestellt wirst du z. B. bei Porzellanfabriken, Ziegeleien oder Herstellern von Sanitärkeramik, Rohren oder Fliesen.

  • Die Ausbildung als Industriekeramiker/in gehört zum Berufsbereich Handwerk.

4.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Industriekeramiker/in mitbringen?

Du hast mit allen Schulabschlüssen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Außerdem solltest du gute Noten in Mathe, Naturwissenschaften und Technik/Werken haben.

5.

Passt der Beruf Industriekeramiker/in zu mir?

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Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Handwerkliches Geschick
  • Technisches Verständnis
  • Fingerspitzengefühl

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Mathe
  • Naturwissenschaften
  • Technik/Werken

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Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

Hast du früher als Kind gerne getöpfert, konntest dich nicht am feinen Porzellan deiner Oma sattsehen und kannst dich für stylishe Fliesen begeistern? Packst du andererseits gerne an, arbeitest genauso gerne mit den Händen wie mit technischen Hilfsmitteln und magst es lieber massiv als verschnörkelt? In deiner Ausbildung als Industriekeramiker/in lernst du alles rund um die Herstellung von keramischen Gegenständen wie zum Beispiel Waschbecken oder Kaffeetassen.

Dabei ist es nicht nur deine Aufgabe, in stundenlanger Arbeit ein Einzelstück herzustellen, sondern auch – teils mit Hilfe von Maschinen, aber auch mit viel Handarbeit – eine ganze Masse an Dekorations- oder Gebrauchsgegenständen anzufertigen. Dabei kannst du dich in vier verschiedene Richtungen spezialisieren.

Bei der Ausbildung als Industriekeramiker/in für Anlagentechnik bist du direkt an der Quelle: Du bist dafür verantwortlich, dass die maschinelle Keramikproduktion einwandfrei funktioniert. Dazu richtest du Maschinen ein, bedienst und überwachst sie. Nach der Bereitstellung der Rohstoffe – zum Beispiel Ton oder Kaolin – werden diese aufbereitet, wofür du die richtigen Mischverhältnisse berechnen musst.

Dann geht es an die Produktion: Je nachdem, ob du feines Porzellan herstellst oder zum Beispiel Ziegel, sind unterschiedliche Einstellungen und Maschinen nötig. Während der Produktion überprüfst du, ob alles korrekt ausgeführt wird, wobei zum Beispiel Abweichungen einer Temperatur schon einen feinen Unterschied in der Qualität machen können. Entdeckst du einen Fehler, veranlasst du Reparaturen, damit die Herstellung danach wieder einwandfrei verläuft.

Als Auszubildender als Industriekeramiker/in mit der Fachrichtung Dekorationstechnik treibst du es ganz schön bunt! Ob du eine Farbe aufträgst, ein Muster oder das Ganze glasierst: Es ist Fingerspitzengefühl gefragt, wenn es darum geht, den Dingen Farbe zu geben. Dekorations-Verfahren wie Siebdruck oder Spritztechnik sind schon nach kurzer Zeit in deiner Ausbildung keine Fremdwörter mehr für dich. Du zeichnest nach Vorlage, entwirfst eigene Kreationen, mischst Farbe, trägst sie auf, glasierst, trocknest und brennst die fertigen Gegenstände. Hier darfst du Kreativität, eine ruhige Hand und einen Sinn für Ästhetik beweisen!

Dir liegt Ästhetik, aber du gibst Dingen lieber Form statt Farbe? Dann bist du in der Fachrichtung Modelltechnik richtig: Bevor die Maschinen übernehmen, müssen die Formen entworfen und Modelle erstellt werden, zum Beispiel aus Gips oder Metall. Für das Design sorgst entweder du oder ein Designer, aber spätestens beim Modellieren bist du an der Reihe. Dabei erfüllen deine Modelle sowohl ästhetische als auch technische Ansprüche.

Oder du entscheidest dich für die Verfahrenstechnik: Hier stellst du aus Rohstoffen die Arbeitsmasse her, formst Rohlinge – entweder auf der klassischen Drehscheibe, wie du sie vielleicht von früher vom Töpfern noch kennst, oder mit Hilfe von Formgebungsmaschinen, die extra für jede Form neu gerüstet werden. Die Rohlinge, die dabei entstehen, werden dann in Arbeitsformen aus Gips und Kunststoff gebrannt. Oft werden mit dieser Technik High-Tech-Produkte hergestellt wie Hochspannungsisolatoren. Ist der Rohling fertig gebrannt, wird er glasiert, dekoriert und je nach Wunsch des Kunden verziert.

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Inhalte der Ausbildung.

Die duale Ausbildung zum Industriekeramiker/in dauert drei Jahre, wobei unter bestimmten Umständen eine Verkürzung möglich ist. In der Zeit bist du sowohl an der Berufsschule als auch im Ausbildungsbetrieb, um das Handwerk in Theorie und Praxis von Grund auf zu lernen.

Je nachdem, für welche Fachrichtung in dieser Berufsausbildung du dich entscheidest, unterscheiden sich die Lerninhalte an der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb – in der Dekorationstechnik lernst du zum Beispiel etwas über das Handmalen, während in der Anlagentechnik die eigentliche maschinelle Herstellung im Vordergrund steht.

An der Schule bist du ein bis zwei Tage wöchentlich, den Rest der Zeit wendest du das Erlernte an deinem Ausbildungsplatz an. Bei so einem Arbeitgeber hast du keinen 9-to-5-Job, sondern kannst dich auf Schichtarbeit einstellen. So lernen Auszubildende in jedem Ausbildungsjahr das theoretische und praktische Handwerk der Keramikindustrie.

Um deine Chancen auf dem Jobmarkt zu optimieren, kannst du durch verschiedene Weiterbildungen dein Fachwissen erweitern – zum Beispiel, wenn du Experte/in für Werkstofftechnik oder Druckverfahren wirst. Wenn du gerne mehr Verantwortung übernehmen willst, kannst du als Industriemeister/in für Keramik oder als Techniker/in auf der Karriereleiter nach oben klettern. Danach kannst du dir überlegen, ob du angestellt arbeitest oder sogar dein eigenes Unternehmen startest. Wenn du genug Berufserfahrung hast, kannst du außerdem als Weiterbildung noch ein Studium draufsetzen, zum Beispiel im Maschinenbau oder der Verfahrenstechnik.

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Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

Industrie im großen Stil: Du arbeitest während deiner Ausbildung zum/zur Industriekeramiker/in in Fabriken und großen Werkhallen. Wenn es eine Nummer kleiner sein darf, kannst du auch in Werkstätten, zum Beispiel bei Herstellern von Rohren oder Fliesen, für Form und Farbe sorgen. Wo Keramik hergestellt wird, bleiben Maschinenlärm und Temperaturschwankungen nicht aus – in deinem Job ist es mal heiß, mal feucht, mal zugig.

An den Öfen kommst du mit Öl und Fett in Kontakt. Das kann dir alles nichts anhaben, denn du legst die für den Ausbildungsberuf nötige Schutzkleidung an – Kittel, Brille, Handschuhe und Gehörschutz. In deiner Ausbildung als Industriekeramiker/in als auch im späteren Job gibst du den ganzen Tag im Stehen Gas. Du hast Kollegen um dich herum, aber arbeitest in dieser Tätigkeit doch hauptsächlich mit schweren Maschinen, die dir Produktionsschritte abnehmen. Damit sie das können, musst du in diesem Beruf den Maschinen zuarbeiten und zum einen körperlich fit sein, zum anderen die nötigen Nerven haben, um bei Störungen schnell zu entscheiden, was zu tun ist.

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