Industriekeramiker/in.

Gehalt:
696 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Ausbildung Industriekeramiker/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Mindestens einen guten Hauptschulabschluss

    • Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis

    • Gute Noten in den Fächern Mathe, Physik und Chemie

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Gerne körperlich arbeitest

    • Aufmerksam bist und sorgfältig arbeitest

    • Auch bei Lärm und hohen Temperaturen konzentriert arbeitest

  2. Deine Aufgaben: Professionelle Herstellung edler und funktionaler Keramik.

    Berufsbild Industriekeramiker/in

    Hast du früher als Kind gerne getöpfert, konntest dich nicht am feinen Porzellan deiner Oma sattsehen und kannst dich für stylishe Fliesen begeistern? Packst du andererseits gerne an, arbeitest genauso gerne mit den Händen wie mit technischen Hilfsmitteln und magst es lieber massiv als verschnörkelt? In deiner Ausbildung zum/zur Industriekeramiker/in lernst du alles rund um die Herstellung von keramischen Gegenständen wie zum Beispiel Waschbecken oder Kaffeetassen. Dabei stellst du nicht in stundenlanger Arbeit ein Einzelstück her, sondern fertigst – teils mit Hilfe von Maschinen, aber auch mit viel Handarbeit – eine ganze Masse an Dekorations- oder Gebrauchsgegenständen. Dabei kannst du dich in vier verschiedene Richtungen spezialisieren.

    Bei der Ausbildung zum/zur Industriekeramiker/in für Anlagentechnik bist du direkt an der Quelle: Du bist dafür verantwortlich, dass die maschinelle Keramikproduktion einwandfrei funktioniert. Dazu richtest du Maschinen ein, bedienst und überwachst sie. Nach der Bereitstellung der Rohstoffe – zum Beispiel Ton oder Kaolin – werden diese aufbereitet, wofür du die richtigen Mischverhältnisse berechnen musst. Dann geht es an die Produktion: Je nachdem, ob du feines Porzellan herstellst oder zum Beispiel Ziegel, sind unterschiedliche Einstellungen und Maschinen nötig. Während der Produktion überprüfst du, ob alles korrekt ausgeführt wird, wobei zum Beispiel Abweichungen einer Temperatur schon einen feinen Unterschied in der Qualität machen können. Entdeckst du einen Fehler, veranlasst du Reparaturen, damit die Herstellung danach wieder einwandfrei verläuft.

    Als Auszubildender zum/zur Industriekeramiker/in mit der Fachrichtung Dekorationstechnik treibst du es bunt! Ob du eine Farbe aufträgst, ein Muster oder das Ganze glasierst: Es ist Fingerspitzengefühl gefragt, wenn es darum geht, den Dingen Farbe zu geben. Dekorations-Verfahren wie Siebdruck oder Spritztechnik sind schon nach kurzer Zeit in deiner Ausbildung keine Fremdwörter mehr für dich. Du zeichnest nach Vorlage, entwirfst eigene Kreationen, mischst Farbe, trägst sie auf, glasierst, trocknest und brennst die fertigen Gegenstände. Hier darfst du Kreativität, eine ruhige Hand und einen Sinn für Ästhetik beweisen!

    Dir liegt Ästhetik, aber du gibst Dingen lieber Form statt Farbe? Dann bist du in der Fachrichtung Modelltechnik richtig: Bevor die Maschinen übernehmen, müssen die Formen entworfen und Modelle erstellt werden, zum Beispiel aus Gips oder Metall. Für das Design sorgst entweder du oder ein Designer, aber spätestens beim Modellieren bist du an der Reihe. Dabei erfüllen deine Modelle sowohl ästhetische als auch technische Ansprüche.

    Oder du entscheidest dich für die Verfahrenstechnik: Hier stellst du aus Rohstoffen die Arbeitsmasse her, formst Rohlinge – entweder auf der klassischen Drehscheibe, wie du sie vielleicht von früher vom Töpfern noch kennst, oder mit Hilfe von Formgebungsmaschinen, die extra für jede Form neu gerüstet werden. Die Rohlinge, die dabei entstehen, werden dann in Arbeitsformen aus Gips und Kunststoff gebrannt. Oft werden mit dieser Technik High-Tech-Produkte hergestellt wie Hochspannungsisolatoren. Ist der Rohling fertig gebrannt, wird er glasiert, dekoriert und je nach Wunsch des Kunden verziert.

  3. Ähnliche Berufe mit Ausbildungsplätzen.
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  4. Deine Ausbildung in Theorie und Praxis.

    Industriekeramiker/in Gehalt

    Die duale Ausbildung zum/zur Industriekeramiker/in dauert drei Jahre, wobei unter bestimmten Umständen eine Verkürzung möglich ist. In der Zeit bist du sowohl an der Berufsschule als auch im Ausbildungsbetrieb, um das Handwerk in Theorie und Praxis von Grund auf zu lernen. Je nachdem, für welche Fachrichtung du dich entscheidest, unterscheiden sich die Lerninhalte an der Berufsschule und im Betrieb – in der Dekorationstechnik lernst du zum Beispiel etwas über das Handmalen, während in der Anlagentechnik die eigentliche maschinelle Herstellung im Vordergrund steht. An der Schule bist du ein bis zwei Tage wöchentlich, den Rest der Zeit wendest du das Erlernte im Betrieb an. Hier hast du keinen 9-to-5-Job, sondern kannst dich auf Schichtarbeit einstellen.

    Um deine Chancen auf dem Jobmarkt zu optimieren, kannst du durch verschiedene Weiterbildungen dein Fachwissen erweitern – zum Beispiel, wenn du Experte/in für Werkstofftechnik oder Druckverfahren wirst. Wenn du gerne mehr Verantwortung übernehmen willst, kannst du als Industriemeister/in für Keramik oder als Techniker/in auf der Karriereleiter nach oben klettern. Danach kannst du dir überlegen, ob du angestellt arbeitest oder deinen eigenen Betrieb aufmachst. Wenn du genug Berufserfahrung hast, kannst du außerdem noch ein Studium draufsetzen, zum Beispiel im Maschinenbau oder der Verfahrenstechnik.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Immer auf den Beinen in Werkhallen und Werkstätten.

    Industriekeramiker/in Bilder

    Industrie im großen Stil: Du arbeitest während deiner Ausbildung zum/zur Industriekeramiker/in in Fabriken und großen Werkhallen. Wenn es eine Nummer kleiner sein darf, kannst du auch in Werkstätten, zum Beispiel bei Herstellern von Rohren oder Fliesen, für Form und Farbe sorgen. Wo Keramik hergestellt wird, bleiben Maschinenlärm und Temperaturschwankungen nicht aus – mal ist es heiß, mal feucht, mal zugig. An den Öfen kommst du mit Öl und Fett in Kontakt. Das kann dir alles nichts anhaben, genauso wie der körperliche Einsatz: Schreibtischarbeit suchst du hier vergeblich! Stattdessen legst du Schutzkleidung an – Kittel, Brille, Handschuhe und Gehörschutz – und gibst den ganzen Tag im Stehen Gas. Du hast Kollegen um dich herum, aber arbeitest hauptsächlich mit schweren Maschinen, die dir Produktionsschritte abnehmen. Damit sie das können, musst du ihnen zuarbeiten und zum einen körperlich fit sein, zum anderen bei Störungen schnell entscheiden, was zu tun ist.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Industriekeramiker/in.

    Ø 1. Jahr
    642€
    Ø 2. Jahr
    694€
    Ø 3. Jahr
    754€
  7. 12 Ausbildungsplätze für Industriekeramiker/in.

Bist du der/die geborene Industriemechaniker/in?
Mach den Test!

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