Glasmacher/in.

Ausbildungsgehalt:
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Im Bereich Handwerk:
Ausbildung Glasmacher/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Glasmacher/in?

Je nach Betrieb und Bundesland verdienst du durchschnittlich €824 während der Ausbildung.

  • 1. Lehrjahr: €758
  • 2. Lehrjahr: €808
  • 3. Lehrjahr: €908
2.

Wie lange dauert die Glasmacher/in Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 36 Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Was macht man in der Ausbildung als Glasmacher/in?

  • Deine Aufgabe ist das Herstellen von Produkten aus Glas mit der Hand oder durch Mundblastechnik.
  • Auszubildende lernen den Umgang mit heißem Glas vor allem in Innenräumen, also in Produktionshallen und Werkstätten.
  • Beim Beruf Glasmacher/in handelt es sich um eine Ausbildung im Handwerk.
4.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Glasmacher/in mitbringen?

Du hast mit allen Schulabschlüssen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Außerdem solltest du gute Noten in Kunst, Technik/Werken und Naturwissenschaften haben.

5.

Passt der Beruf Glasmacher/in zu mir?

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Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Geschicklichkeit und eine gute Hand-Augen-Koordination

  • Räumliches Vorstellungsvermögen

  • Keine Angst vor der Arbeit mit heißem Glas

  • Sorgfalt

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Kunst
  • Technik/Werken
  • Naturwissenschaften

Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

Trinkgläser, Vasen, Flaschen, Schalen, Teller und sogar Kerzenhalter – das Portfolio eines Glasmachers ist groß. Hast du Interesse daran, Gegenstände in kunstvoller Handarbeit zu fertigen, könnte die Ausbildung als Glasmacher/in das sein, wonach du suchst!

In deiner Ausbildung stellst du sowohl handgearbeitete als auch mundgeblasene Artikel aus einer heißen, gläsernen Kugel her, welche du mithilfe von verschiedenen Werkzeugen und einer Glasmacherpfeife in die gewünschte Form bringst.

Um dem gefertigten Objekt etwas Farbe zu verleihen, überziehst du es, falls gewünscht, mit Farbglas und versiehst es außerdem mit Stielen, Henkeln und sonstigen Verzierungen.

Zur Anfertigung von bestimmten gläsernen Produkten, wie Glaskolben und -röhren für Beleuchtung, Solartechnik oder technisch-medizinische Zwecke, setzt du ferner vollautomatische Maschinen ein, welche du im Anschluss eigenständig wartest und pflegst. Damit bei der maschinellen Produktion nichts schief geht, hast du während des gesamten Prozesses dein geschultes Auge auf alle Vorgänge.

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Inhalte der Ausbildung.

Deine Ausbildung als Glasmacher/in ist grundsätzlich auf drei Jahre ausgelegt, es besteht jedoch bei besonders guten Leistungen deinerseits die Möglichkeit, die Dauer auf zweieinhalb oder sogar zwei Jahre zu verkürzen.

Hierzu benötigst du zum einen die Erlaubnis des Ausbildungsbetriebes, zum anderen eine Genehmigung der Industrie- und Handelskammer. Die Ausbildung erfolgt dual, das heißt, dir werden neben den praktischen Inhalten im Betrieb parallel theoretische Grundlagen an einer Berufsschule vermittelt.

Konkret setzt du dich in deinem ersten Ausbildungsjahr zum Beruf Glasmacher/in verstärkt mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen auseinander, die für den weiteren Verlauf deiner Berufsausbildung sowie für deine spätere Arbeitspraxis von Bedeutung sind.

Du lernst unter anderem chemische Grundbegriffe kennen, das Zustandekommen einfacher chemischer Verbindungen zu erklären, ein Drehmoment zu berechnen und das Verhalten von Flüssigkeiten und Gasen im Ruhezustand sowie in der Bewegung zu beschreiben.

Darüber hinaus beschäftigst du dich bereits mit den Grundlagen der Glasherstellung: Du lernst die Glasbildung sowie den Schmelzprozess zu beschreiben, die Viskosität – das heißt die Zähflüssigkeit – als Voraussetzung für die Verformbarkeit zu erklären und die für die Produktion benötigten Rohstoffe zu berechnen.

In deinem zweiten Ausbildungsjahr ist deine Aufgabe vermehrt das Verformen von Glas: Du lernst wie man Werkstücken durch Einblasen, Pressen und Schleudern die gewünschte Form gibt und so spezifische Produkte herstellen kann.

Ferner setzt du dich in deinem Job mit der fachgerechten Bedienung von Maschinen und Anlagen auseinander, welche in der Glasfertigung zum Einsatz kommen: Du beschreibst Schmelzaggregate, wirst lernen Wärmerückgewinnungssysteme sowie Kühlsysteme zu erklären und feuerfeste Baustoffe voneinander zu unterscheiden und ihren Einsatzort zu begründen.

Im dritten und letzten Jahr der Ausbildung als Glasmacher/in beschäftigen Auszubildende sich mit dem Freiformen von Glas. Du lernst die Arbeitsabläufe der Antikglasherstellung sowie alle notwendigen handwerklichen Techniken kennen. Um ein freigeformtes Werkstück möglichst präzise herstellen zu können, fertigst du im Vorfeld nötige Entwurfsskizzen an.

Ist das Werkstück geformt, geht es an die Veredelung der Oberfläche: Mithilfe von verschiedenen Werktechniken wie Schleifen, Polieren, Ätzen, Verspiegeln oder Gravieren verleihst du jedem Artikel das besondere Etwas.

Drei Jahr und eine bestandene Abschlussprüfung später ist es geschafft – du bist ausgelernt und Glasmacher/in! Doch hier ist das Ende der Karriereleiter noch lange nicht erreicht.

Hast du zum Beispiel Interesse daran, die nächste Generation von Glasmacher/innen in deinem Betrieb auszubilden, kannst du die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Glas absolvieren.

Reizt es dich, nach deiner Ausbildung im Job aufzusteigen und eventuell eine akademische Laufbahn einzuschlagen, bietet sich ein Studium an.

Willst du dich um einen Ausbildungsplatz als Glasmacher/in bewerben, ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Der Ausbildungsbetrieb entscheidet selbst, was ihm bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz wichtig ist, meist sind es gute Noten in bestimmten Schulfächern: mit technischem und mathematischem Verständnis können zukünftige Auszubildende punkten.

Du möchtest dich für eine Ausbildung zum Glasmacher/in bewerben? Hier findest du passende Ausbildungsplätze in deiner Nähe.

Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

Als Glasmacher/in findest du Beschäftigung in der Glasindustrie, in Glashütten und in Recyclingbetrieben. Dein Arbeitgeber kann also ein Kleinbetrieb, aber auch ein großes Unternehmen sein. Den Job übst du in erster Linie in Produktionshallen und Werkstätten aus.

Da du bei der Arbeit Öfen und extrem heißes Glas handhabst, solltest du nicht allzu empfindlich sein, was extreme Temperaturen angeht. Außerdem ist in diesem Ausbildungsberuf immer Vorsicht geboten.

Du hantierst zum Teil mit gefährlichen Werkstoffen – wie beispielsweise Säuren – welche zur Veredelung von Glasoberflächen verwendet werden. Aus diesem Grund trägst du bei deiner Tätigkeit auch Schutzkleidung, welche aus Sicherheitsschuhen und -handschuhen besteht.

Du arbeitest im Beruf als Glasmacher/in in einer 40-Stunden-Woche mit regulären Arbeitszeiten.

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