Glasmacher/in.

Gehalt:
749 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Im Bereich Handwerk:
Ausbildung Glasmacher/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Geschicklichkeit und eine gute Hand-Augen-Koordination

    • Räumliches Vorstellungsvermögen

    • Gute Noten in den Fächern Mathematik, Chemie und Werken/Technik

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Sorgfältig arbeitest

    • Entscheidungsfähig bist

    • Eine gute Reaktionsgeschwindigkeit mitbringst

  2. Werkstücke aus Glas fertigen – deine Aufgaben.

    Berufsbild Glasmacher/in

    Trinkgläser, Vasen, Flaschen, Schalen, Teller und sogar Kerzenhalter – das Portfolio eines Glasmachers ist groß. Hast du Interesse daran, Gegenstände in kunstvoller Handarbeit zu fertigen, könnte die Ausbildung zum/zur Glasmacher/in das sein, wonach du suchst!

    In deiner Ausbildung stellst du sowohl handgearbeitete als auch mundgeblasene Artikel aus einer heißen, gläsernen Kugel her, welche du mithilfe von verschiedenen Werkzeugen und einer Glasmacherpfeife in die gewünschte Form bringst. Um dem gefertigten Objekt etwas Farbe zu verleihen, überziehst du es, falls gewünscht, mit Farbglas und versiehst es außerdem mit Stielen, Henkeln und sonstigen Verzierungen.

    Zur Anfertigung von bestimmten gläsernen Produkten, wie Glaskolben und -röhren für Beleuchtung, Solartechnik oder technisch-medizinische Zwecke, setzt du ferner vollautomatische Maschinen ein, welche du im Anschluss eigenständig wartest und pflegst. Damit bei der maschinellen Produktion nichts schief geht, hast du während des gesamten Prozesses dein geschultes Auge auf alle Vorgänge.

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  4. Theorie & Praxis – der Ablauf deiner Ausbildung.

    Glasmacher/in Gehalt

    Deine Ausbildung zum/zur Glasmacher/in ist grundsätzlich auf drei Jahre ausgelegt, es besteht jedoch bei besonders guten Leistungen deinerseits die Möglichkeit, die Dauer auf zweieinhalb oder sogar zwei Jahre zu verkürzen. Hierzu benötigst du zum einen die Erlaubnis des Ausbildungsbetriebes, zum anderen eine Genehmigung der Industrie- und Handelskammer. Die Ausbildung erfolgt dual, das heißt, dir werden neben den praktischen Inhalten im Unternehmen parallel theoretische Grundlagen an einer Berufsschule vermittelt.

    Konkret setzt du dich in deinem ersten Ausbildungsjahr verstärkt mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen auseinander, die für den weiteren Verlauf deiner Ausbildung sowie für deine spätere Arbeitspraxis von Bedeutung sind. Du lernst unter anderem chemische Grundbegriffe kennen, das Zustandekommen einfacher chemischer Verbindungen zu erklären, ein Drehmoment zu berechnen und das Verhalten von Flüssigkeiten und Gasen im Ruhezustand sowie in der Bewegung zu beschreiben.

    Darüber hinaus beschäftigst du dich bereits mit den Grundlagen der Glasherstellung: Du lernst die Glasbildung sowie den Schmelzprozess zu beschreiben, die Viskosität – das heißt die Zähflüssigkeit – als Voraussetzung für die Verformbarkeit zu erklären und die für die Produktion benötigten Rohstoffe zu berechnen.

    In deinem zweiten Ausbildungsjahr befasst du dich vermehrt mit dem Verformen von Glas: Du lernst wie man Werkstücken durch Einblasen, Pressen und Schleudern die gewünschte Form gibt und so spezifische Produkte herstellen kann.

    Ferner setzt du dich mit der fachgerechten Bedienung von Maschinen und Anlagen auseinander, welche in der Glasfertigung zum Einsatz kommen: Du beschreibst Schmelzaggregate, lernst Wärmerückgewinnungssysteme sowie Kühlsysteme zu erklären und feuerfeste Baustoffe voneinander zu unterscheiden und ihren Einsatzort zu begründen.

    Im dritten und letzten Jahr deiner Ausbildung zum/zur Glasmacher/in beschäftigst du dich mit dem Freiformen von Glas. Du lernst die Arbeitsabläufe der Antikglasherstellung sowie alle notwendigen handwerklichen Techniken kennen. Um ein freigeformtes Werkstück möglichst präzise herstellen zu können, fertigst du im Vorfeld nötige Entwurfsskizzen an.

    Ist das Werkstück geformt, geht es an die Veredelung der Oberfläche: Mithilfe von verschiedenen Werktechniken wie Schleifen, Polieren, Ätzen, Verspiegeln oder Gravieren verleihst du jedem Artikel das besondere Etwas.

    Drei Jahr und eine bestandene Abschlussprüfung später ist es geschafft – du bist ausgelernte/r Glasmacher/in! Doch hier ist das Ende der Karriereleiter noch lange nicht erreicht: Hast du zum Beispiel Interesse daran, die nächste Generation von Glasmacher/innen in deinem Betrieb auszubilden, kannst du die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Glas absolvieren. Reizt es dich, nach deiner Ausbildung eine akademische Laufbahn einzuschlagen, bietet sich unter anderem der Bachelorstudiengang Werkstofftechnik Glas und Keramik an.

  5. Zwischen Ofen und Glasmacherpfeife – dein Arbeitsumfeld.

    Glasmacher/in Bilder

    Als Glasmacher/in findest du Beschäftigung in der Glasindustrie, in Glashütten und in Recyclingbetrieben. Du arbeitest in erster Linie in Produktionshallen und Werkstätten.

    Da du bei der Arbeit Öfen und extrem heißes Glas handhabst, solltest du nicht allzu empfindlich sein, was extreme Temperaturen angeht. Außerdem ist Vorsicht geboten: Du hantierst zum Teil mit gefährlichen Werkstoffen – wie beispielsweise Säuren – welche zur Veredelung von Glasoberflächen verwendet werden. Aus diesem Grund trägst du auf Arbeit auch Schutzkleidung, welche aus Sicherheitsschuhen und -handschuhen besteht.

    Du arbeitest als Glasmacher/in in einer 40-Stunden-Woche mit regulären Arbeitszeiten.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Glasmacher/in.

    Ø 1. Jahr
    680€
    Ø 2. Jahr
    732€
    Ø 3. Jahr
    837€

Bist du der/die geborene Glasmacher/in?
Mach den Test!

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