Klavier- und Cembalobauer/in.

Ausbildungsgehalt:
780 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Abitur / Fachabitur
Dauer:
3,5 Jahre
Ausbildung Klavier- und Cembalobauer/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Klavier- und Cembalobauer/in?

Je nach Betrieb und Bundesland verdienst du durchschnittlich €780 während der Ausbildung.

  • 1. Lehrjahr: €683
  • 2. Lehrjahr: €723
  • 3. Lehrjahr: €815
  • 4. Lehrjahr: €901
2.

Wie lange dauert die Klavier- und Cembalobauer/in Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 42 Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Was macht man in der Ausbildung als Klavier- und Cembalobauer/in?

Als Klavier- und Cembalobauer/in entwirfst, planst, baust und stimmst du Klaviere für Privatkunden, Musikschulen und Orchester oder restaurierst antike Instrumente. Klavier- und Cembalobauer/in ist ein traditionsreicher Handwerksberuf. Deine Arbeit verrichtest du hauptsächlich in der Werkstatt.

4.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Klavier- und Cembalobauer/in mitbringen?

Die besten Chancen für einen Ausbildungsplatz hast du mit einem Abitur / Fachabitur. Du solltest gute Noten in Technik/Werken, Mathe, Physik, Deutsch und Musik haben.

5.

Passt der Beruf Klavier- und Cembalobauer/in zu mir?

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Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Im Idealfall das Abitur oder Fachabitur

  • Handwerkliches Geschick und Zeichentalent

  • Kenntnisse im Klavierspiel

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Technik/Werken
  • Mathe
  • Physik
  • Deutsch
  • Musik

Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

In der Ausbildung zum/zur Klavier- und Cembalobauer/in dreht sich alles um die eleganten Tasteninstrumente. Du lernst nicht nur, sie per Hand und in hunderten von Arbeitsschritten anzufertigen, sondern auch, sie zu stimmen und zu reparieren. Die Pflege und Restaurierung alter Instrumente gehört auch zu den Tätigkeiten in diesem Job. Je nach Ausbildungsbetrieb spezialisierst du dich auf eine von zwei Fachrichtungen: Im Schwerpunkt Klavierbau stellst du kleine Pianos und große Konzertflügel her. In der selteneren Fachrichtung Cembalobau konzentrierst du dich auf die schmaleren Cembali, die ihre Blütezeit im Barock hatten.

Bevor du mit dem Klavierbau beginnst, stimmst du dich zunächst mit dem Kunden ab. Einige sind sehr anspruchsvoll und haben viele Extrawünsche. Hast du den Kunden umfassend beraten, zauberst du zunächst einen Entwurf auf Papier. Den fertigst du selbst an oder wandelst eine bestehende Zeichnung nach den Wünschen des Auftraggebers ab. Hast du das passende Massivholz ausgewählt, überträgst du die Zeichnung auf das Werkstück. Dann sägst du die Einzelteile für das Gehäuse, den Resonanzboden und den Stimmstock aus, fräst und hobelst sie in Form, verleimst und montierst sie. Auf den Stimmstock baust du den gusseisernen Saitenrahmen und ziehst metallene Saiten auf.

Damit ein Ton erklingt, sobald eine Taste gedrückt wird, baust du eine komplizierte Klaviermechanik ein, die unter anderem aus Federn, Stößeln und Dämpfern besteht und dafür sorgt, dass Hämmer auf die Saiten schlagen und den Klang erzeugen. Wurden früher die Klaviertasten aus Elfenbein gebaut, verwendest du heutzutage vor allem Holz oder Kunststoff. Sind die 88 schwarzen und weißen Tasten sowie die zwei oder drei Pedale anfertigt und montiert, ist das gute Stück noch längst nicht fertig! Jetzt werden die Oberflächen in mehrmonatiger Arbeit gebeizt, verziert, lackiert, getrocknet und geschliffen – bis sie glänzen! Zu guter Letzt stimmst du die Saiten mit dem Stimmhammer, damit die Töne den perfekten Klang haben.

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Inhalte der Ausbildung.

Die Ausbildung zum/zur Klavier- und Cembalobauer/in dauert dreieinhalb Jahre und ist dual aufgebaut. Das heißt, du lernst das Handwerkszeug in einem Ausbildungsbetrieb, der auf den Bau von Klavieren oder Cembali spezialisiert ist. Zwei Mal pro Jahr besuchst du mehrere Wochen am Stück Deutschlands einzige Berufsschule für Klavierbau in Ludwigsburg bei Stuttgart.

Während der Ausbildung beschäftigst du dich mit den verschiedenen Holzarten und ihren Eigenschaften. Du lernst, wie man Holz und Metall per Hand und mit Maschinen bearbeitet und montiert. In der Berufsschule stehen theoretische Grundlagen auf dem Stundenplan, wie die Geschichte des Musikinstrumentenbaus, der Aufbau und die Funktionsweise von Klavieren sowie Stimmtheorie und Musikkunde. Im Betrieb durchläufst du alle Stationen des Klavierbaus – vom Gehäuse bis zum Vorstimmen – und übst unter Anleitung den Umgang mit den verschiedenen Werkzeugen sowie die Kostenkalkulation.   

Nach dem vierten Ausbildungsjahr hast du dein Ausbildungszeugnis in der Tasche und kannst die Karriereleiter noch weiter nach oben klettern, zum Beispiel mit einer Weiterbildung als Industriemeister/in Holz. Da Auszubildende bereits in der Berufsschule unternehmerisches Denken und Handeln lernen, kannst du dich später auch mit einer eigenen Werkstatt oder als Klavierstimmer/in selbständig machen. Auch ein Studium im Fach Musikinstrumentenbau ist möglich – der Ausbildungsberuf Klavier- und Cembalobauer/in ist dafür die perfekte Grundlage.

Du möchtest dich für eine Ausbildung zum Klavier- und Cembalobauer/in bewerben? Hier findest du passende Ausbildungsplätze in deiner Nähe.

Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

Du fragst dich sicher, wie musikalisch man für die Ausbildung zum/zur Klavier- und Cembalobauer/in sein sollte. Du musst kein Konzertprofi sein, aber um die Instrumente anspielen und stimmen zu können, solltest du Klavier oder Cembalo spielen können. Auch ein gutes Gehör ist unerlässlich für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz und für deinen künftigen Arbeitgeber mitunter wichtiger als ein perfekter Schulabschluss. Bist du außerdem handwerklich begabt und bringst für kleinteilige Bastelarbeiten die nötige Geduld mit, triffst du im Bewerbungsgespräch garantiert den richtigen Ton!

Bei der Fertigung von Klavieren trifft man Auszubildende zum/zur Klavier- und Cembalobauer/in vor allem in Reparaturwerkstätten oder in Pianomanufakturen an. Hier liegt auch mal Staub und der Geruch von Leim und Lacken in der Luft. Verfügt dein Betrieb über einen Verkaufsraum, berätst du hier die Kunden. Da alte Klaviere regelmäßige Pflege und Wartung benötigen, gehört auch der Besuch bei deinen Kunden zuhause zu den Aufgaben, die in der Berufsausbildung auf dich zukommen.

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