Orthopädieschuhmacher/in.

Ausbildungsgehalt:
681 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
3,5 Jahre
Ausbildung Orthopädieschuhmacher/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Orthopädieschuhmacher/in?

Je nach Betrieb und Bundesland verdienst du durchschnittlich €681 während der Ausbildung.

  • 1. Lehrjahr: €550
  • 2. Lehrjahr: €620
  • 3. Lehrjahr: €723
  • 4. Lehrjahr: €833
2.

Wie lange dauert die Orthopädieschuhmacher/in Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 42 Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Was macht man in der Ausbildung als Orthopädieschuhmacher/in?

Als Orthopädieschuhmacher/in arbeitest du hauptsächlich in Werkstätten, in denen du orthopädische Schuhe herstellst, modifizierst und individuell an den Kunden anpasst. Orthopädieschuhmacher/in ist ein Handwerksberuf, der Kenntnisse in Anatomie und Medizin erfordert.

4.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher/in mitbringen?

Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz hast du mit einem Realschulabschluss. Außerdem solltest du gute Noten in Technik/Werken, Mathe, Biologie und Deutsch haben.

5.

Passt der Beruf Orthopädieschuhmacher/in zu mir?

Fragst du dich, welche Ausbildung wirklich zu dir passt? Mach jetzt unseren Karriere-Check und finde es in nur 60 Sekunden heraus.

Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Idealerweise einen Realschulabschluss

  • Lust auf die Arbeit mit Menschen

  • Handwerkliches Geschick

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Technik/Werken
  • Mathe
  • Biologie
  • Deutsch

Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

Es gibt unterschiedliche Gründe, wieso Patienten auf fußmedizinische Hilfsmittel angewiesen sein können. Bei Diabetikern kommt es zum Beispiel häufig zu Druckstellen an den Füßen, weshalb spezielle Einlagen und Materialien zur Druckentlastung im Schuh verwendet werden müssen. Auch rheumatische Erkrankungen, Sportverletzungen oder angeborene Skelettverformungen machen es für manche Menschen notwendig, spezielle orthopädische Schuhe oder Fußprothesen zu tragen.

Diesen speziellen Bedürfnissen wirst du in der Ausbildung zum/zur Orthopädieschuhmacher/in gerecht – du fertigst individuell angepasste Orthopädieschuhe und Hilfsmittel, die deinen Kunden das Gehen erleichtern.

Mit einem Rezept kommen die Kunden zu dir, woraufhin du zuerst die Füße und Beine auf deren Zustand untersuchst und Trittspuren abnimmst. Anhand deiner Untersuchungen fertigst du im Anschluss Profilzeichnungen an und stellst Modelle her, anhand derer du letztlich die passenden orthopädischen Leisten auswählst, die den speziellen Bedürfnissen deiner Kunden entsprechen.

Aus Kostengründen arbeitest du nun meist mit industriell gefertigten Konfektionsschuhen, welche du anhand deiner Untersuchungen umarbeitest und anpasst. Dabei achtest du neben der medizinischen Nützlichkeit auch auf die Kundenwünsche und Ästhetik – auch ein Gesundheitsschuh soll modisch wirken.

Wenn eine Anpassung industrieller Schuhe nicht ausreicht, fertigst du spezielle maßgefertigte Schuhe für deine Kunden an. Dafür erstellst du im ersten Schritt einen Fußabdruck aus Gips, anhand dessen du die individuellen Belastungspunkte bestimmst. Auch eine Bewegungsanalyse deines Kunden führst du durch, wofür du elektronische Mess- und Diagnosegeräte verwendest. Anhand der Gipsform und der Messergebnisse erstellt du im Anschluss spezielle Leisten, die an die Füße deiner Kunden angepasst sind.

Leder, Textilien, Gummi – je nach Krankheitsbild wählst du die passenden Materialien für die orthopädischen Schuhe aus und ziehst sie über die von dir erstellten Leisten. Auch die Einlagen, Sohlen und Absätze musst du ankleben oder annageln.

Zuletzt werden die maßgefertigten Schuhe bei einer Anprobe mit dem Kunden geprüft. Die fachgerechte Beratung der Kunden und das Umsetzen von ihren Wünschen ist ein wichtiger Teil des Berufes als Orthopädieschuhmacher/in.

Ob eine Ausbildung als Orthopädieschuhmacher/in wirklich zu dir passt, kannst du innerhalb von 60 Sekunden in unserem Karriere-Check herausfinden.

Inhalte der Ausbildung.

Die dreieinhalbjährige Ausbildung zum/zur Orthopädieschuhmacher/in verläuft dual. Am Ende schließt du deine Ausbildung mit einer Gesellenprüfung ab. Der erste Teil der Prüfung erfolgt nach zwei Jahren, den zweiten Teil absolvierst du am Ende der Ausbildungszeit.

Die Berufsausbildung als Orthopädieschuhmacher/in erfordert kein Abitur, sondern nur einen mittleren Schulabschluss, idealerweise einen Realschulabschluss. Für deinen künftigen Arbeitgeber ist es besonders wichtig, dass du einerseits handwerklich talentiert bist und andererseits die Arbeit nah am Menschen magst. Das solltest du in deiner Bewerbung unbedingt hervorheben!

Du hast deinen Ausbildungsplatz gesichert und startest deine Tätigkeit als angehende/r Orthopädieschuhmacher/in, was nun? Von deinem ersten Ausbildungsjahr bis zum dritten und letzten pendelst du zwischen Berufsschule und deinem Ausbildungsbetrieb. Dort wirst du alle wichtigen Grundlagen lernen, um deinen Kunden später optimal helfen zu können:

Ganz allgemein lernst du zunächst alles Wissenswerte zur Anatomie und Physiologie der Füße und Beine von Menschen. Außerdem beurteilst du orthopädische Krankheitsbilder, um später die richtigen Maßnahmen dafür ergreifen zu können. Du führst an den Kunden deines Betriebs die entsprechenden Untersuchungen durch und legst Messpunkte fest.

Natürlich üben Auszubildende auch, vorgefertigte Konfektionsschuhe orthopädisch anzupassen oder selber ganz neue Schuhe nach medizinischen Maßstäben herzustellen. Auch wie du die Passform und die orthopädische Funktion bei der Anprobe mit dem Kunden überprüfst, gehört zu deinen Aufgaben.

Neben der Anfertigung von Orthesen und Prothesen steht auch die medizinische Fußpflege auf dem Stundenplan – du erkennst störendes Gewebe und entfernst dieses fachgerecht, um den Patienten das Gehen zu erleichtern. Ganz nah am Körper von anderen Menschen zu arbeiten gehört zu deinem Alltag in diesem Ausbildungsberuf und sollte dir leicht fallen.

Um nach der Ausbildung die Karriereleiter weiter hochzuklettern, gibt es einige Optionen zur Weiterbildung. Du kannst zum Beispiel die Prüfung zum/zur Orthopädieschuhmachermeister/in absolvieren. Auch ein Studium im Bereich Orthopädie- und Rehatechnik eröffnet dir weitere Berufschancen.

Du möchtest dich für eine Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher/in bewerben? Hier findest du passende Ausbildungsplätze in deiner Nähe.

Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

Deinem Job als Orthopädieschuhmacher/in gehst du hauptsächlich in Werkstätten nach, in denen du die Schuhe herstellst und modifizierst. Oder du arbeitest in Sanitätshäusern, wo du deine Kunden zur sachgerechten Handhabung berätst und über Folgeerscheinungen informierst. Deine Arbeitskleidung ist entspannt aber ordentlich, da du einen guten Eindruck bei hinterlassen möchtest. Deine Arbeitszeiten sind den Verkaufszeiten deines Betriebs angepasst, es kann also auch Arbeit am Samstag möglich sein.

In den Werkstätten ist es je nach Herstellungsmethode möglich, dass du in Kontakt mit Dämpfen und Gerüchen kommst, die von den Klebstoffen und Lösungsmitteln ausgehen. Bei der medizinischen Fußpflege hingegen hast du engen Körperkontakt mit deinen Kunden. Dabei beachtest du alle wichtigen Hygienestandards und schützt dich mit Handschuhen und Mundschutz.

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