Orthopädieschuhmacher/in.

Gehalt:
708 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
4 Jahre
Ausbildung Orthopädieschuhmacher/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Idealerweise einen Realschulabschluss

    • Handwerkliches Geschick

    • Gute Noten in Werken, Mathe und Bio

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Gerne mit Kunden umgehst

    • Sorgfältig arbeitest

    • Geschickt bist

  2. Deine Aufgaben: Schuster bleib nicht nur bei deinen Leisten.

    Berufsbild Orthopädieschuhmacher/in

    Es gibt unterschiedliche Gründe, wieso Patienten auf fußmedizinische Hilfsmittel angewiesen sein können. Bei Diabetikern kommt es zum Beispiel häufig zu Druckstellen an den Füßen, weshalb spezielle Einlagen und Materialien zur Druckentlastung im Schuh verwendet werden müssen. Auch rheumatische Erkrankungen, Sportverletzungen oder angeborene Skelettverformungen machen es für manche Menschen notwendig, spezielle orthopädische Schuhe oder Fußprothesen zu tragen.

    Diesen speziellen Bedürfnissen wirst du in der Ausbildung zum /zur Orthopädieschuhmacher/in gerecht – du fertigst individuell angepasste Orthopädieschuhe und Hilfsmittel, die deinen Kunden das Gehen erleichtern.

    Mit einem Rezept kommen die Kunden zu dir, woraufhin du zuerst die Füße und Beine auf deren Zustand untersuchst und Trittspuren abnimmst. Anhand deiner Untersuchungen fertigst du im Anschluss Profilzeichnungen an und stellst Modelle her, anhand derer du letztlich die passenden orthopädischen Leisten auswählst, die den speziellen Bedürfnissen deiner Kunden entsprechen.

    Aus Kostengründen arbeitest du nun meist mit industriell gefertigten Konfektionsschuhen, welche du anhand deiner Untersuchungen umarbeitest und anpasst. Dabei achtest du neben der medizinischen Nützlichkeit auch auf die Kundenwünsche und Ästhetik – auch ein Gesundheitsschuh soll modisch wirken.

    Wenn eine Anpassung industrieller Schuhe nicht ausreicht, fertigst du spezielle maßgefertigte Schuhe für deine Kunden an. Dafür erstellst du im ersten Schritt einen Fußabdruck aus Gips, anhand dessen du die individuellen Belastungspunkte bestimmst. Auch eine Bewegungsanalyse deines Kunden führst du durch, wofür du elektronische Mess- und Diagnosegeräte verwendest. Anhand der Gipsform und der Messergebnisse erstellt du im Anschluss spezielle Leisten, die an die Füße deiner Kunden angepasst sind.

    Leder, Textilien, Gummi – je nach Krankheitsbild wählst du die passenden Materialien für die orthopädischen Schuhe aus und ziehst sie über die von dir erstellten Leisten. Auch die Einlagen, Sohlen und Absätze musst du ankleben oder annageln.

    Zuletzt werden die maßgefertigten Schuhe bei einer Anprobe mit dem Kunden geprüft. Die fachgerechte Beratung der Kunden und das Umsetzen von ihren Wünschen ist ein wichtiger Teil des Berufes als Orthopädieschuhmacher/in.

  3. Ähnliche Berufe mit Ausbildungsplätzen.
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  4. Deine Ausbildung in Theorie und Praxis.

    Orthopädieschuhmacher/in Gehalt

    Die dreieinhalbjährige Ausbildung zum/zur Orthopädieschuhmacher/in verläuft dual. Am Ende schließt du deine Ausbildung mit einer Gesellenprüfung ab. Der erste Teil der Prüfung erfolgt nach zwei Jahren, den zweiten Teil absolvierst du am Ende der Ausbildungszeit.

    Im Betrieb sowie in der Berufsschule erlernst du alle wichtigen Grundlagen, um deinen Kunden später optimal helfen zu können:

    Ganz allgemein lernst du zunächst alles Wissenswerte zur Anatomie und Physiologie der Füße und Beine von Menschen. Außerdem beurteilst du orthopädische Krankheitsbilder, um später die richtigen Maßnahmen dafür ergreifen zu können. Du führst an den Kunden deines Betriebs die entsprechenden Untersuchungen durch und legst Messpunkte fest.

    Natürlich übst du auch, vorgefertigte Konfektionsschuhe orthopädisch anzupassen oder selber ganz neue Schuhe nach medizinischen Maßstäben herzustellen. Auch wie du die Passform und die orthopädische Funktion bei der Anprobe mit dem Kunden überprüfst, erlernst du.

    Neben der Anfertigung von Orthesen und Prothesen steht auch die medizinische Fußpflege auf dem Stundenplan – du erkennst störendes Gewebe und entfernst dieses fachgerecht, um den Patienten das Gehen zu erleichtern.

    Um nach der Ausbildung die Karriereleiter weiter hochzuklettern, kannst du zum Beispiel die Prüfung zum/zur Orthopädieschuhmachermeister/in absolvieren. Auch ein Studium im Bereich Orthopädie- und Rehatechnik eröffnet dir weitere Berufschancen.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Werkeln und Verkaufen.

    Orthopädieschuhmacher/in Bilder

    Als Orthopädieschuhmacher/in arbeitest du hauptsächlich in Werkstätten, in denen du die Schuhe herstellst und modifizierst. Oder du arbeitest in Sanitätshäusern, wo du deine Kunden zur sachgerechten Handhabung berätst und über Folgeerscheinungen informierst. Deine Arbeitskleidung ist entspannt aber ordentlich, da du einen guten Eindruck bei hinterlassen möchtest. Deine Arbeitszeiten sind den Verkaufszeiten deines Betriebs angepasst, es kann also auch Arbeit am Samstag möglich sein.

    In den Werkstätten ist es je nach Herstellungsmethode möglich, dass du in Kontakt mit Dämpfen und Gerüchen kommst, die von den Klebstoffen und Lösungsmitteln ausgehen. Bei der medizinischen Fußpflege hingegen hast du engen Körperkontakt mit deinen Kunden. Dabei beachtest du alle wichtigen Hygienestandards und schützt dich mit Handschuhen und Mundschutz.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Orthopädieschuhmacher/in.

    Ø 1. Jahr
    600€
    Ø 2. Jahr
    660€
    Ø 3. Jahr
    735€
    Ø 4. Jahr
    840€
  7. 19 Ausbildungsplätze für Orthopädieschuhmacher/in.

Bist du der/die geborene Orthopädieschuhmacher/in?
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