Verkehr, Logistik

Hafenschiffer/in

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Ausbildung Hafenschiffer/in
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Hafenschiffer/in Gehalt
  • Gehalt: 555 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Alle Abschlüsse
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Du hast immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel? Du bist verantwortungsbewusst und kannst dich – auch wenn’s mal unruhig wird – jederzeit konzentrieren? Wenn du auch noch eine gute Reaktionsgeschwindigkeit mitbringst und nicht leicht seekrank wirst, kannst du bei einer Ausbildung zum/zur Hafenschiffer/in zum Herrscher der Weltmeere – oder besser gesagt der Binnenschiffahrt – werden.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Idealerweise einen Hauptschulabschluss oder mittleren Bildungsabschluss

  • Orientierungs- und Gleichgewichtssinn

  • Leidenschaft für Technik

  • Eine gute Hand-Auge-Koordination

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Sehr verantwortungsbewusst bist

  • Dich gut konzentrieren kannst

  • Eine schnelle Reaktionsgeschwindigkeit besitzt

  • Eher Seebär oder Wassernixe als Landratte bist

Ausbildung zum/zur Hafenschiffer/in: Leinen los Richtung Zukunft

Dein Arbeitsalltag: Auf dem Wasser zu Hause

Berufsbild Hafenschiffer

Nichts für Landratten: Bei der Ausbildung zum/zur Hafenschiffer/in führst du Wasserfahrzeuge in See- und Binnenhäfen. Mit deinem Boot schleppst du Schuten, Leichter und andere schwimmenden Geräte. Oder du überwachst den Schleppvorgang und stellst Schleppverbände zusammen. Du hilfst auch beim Laden und Löschen kräftig mit, solltest also zupacken können. Die Trockengüter und Container prüfst du anhand der Begleitpapiere. Hebezeuge, Gabelstapler und Kräne helfen dir, die Ladung vom Schiff auf Lkws, Güterwaggons oder Zwischenlager umzuladen. Zwischendurch führst du auf deinem Schiff Reinigungsarbeiten aus und entsorgst zum Beispiel Abfallstoffe.

Um die hohen Sicherheitsstandards erfüllen zu können, brauchst du ein hohes Verantwortungsbewusstsein. Das Steuern deines Wasserfahrzeugs durch Häfen, Schleusen oder Engstellen fordert viel Umsicht und volle Konzentration. Gefahrensituationen trittst du am Besten mit einer schnellen Reaktionsfähigkeit entgegen. Apropos Gefahr: Die Schiffe müssen regelmäßig gewartet werden, um seetüchtig zu bleiben. Du hältst den Motor in Schuss, entrostest den Bootskörper oder überprüfst die Seemannsknoten. Technisches Verständnis hilft dir bei diesen Reparaturen und beim Prüfen des Zustandes der Schiffe.

Ist alles tiptop in Schuss, heißt es: Leinen los! Auch dafür bist du zuständig, genauso wie für das Befestigen von Schiffen. Übrigens arbeitest du auch mit Fähren und Barkassen für Hafenrundfahrten. Hier fällt es auch in deinen Aufgabenbereich, die Fahrscheine zu verkaufen, bevor du Touristen über Rhein, Elbe oder Spree schipperst.

Theorie & Praxis: Mit Wissen ins Wasser

Hafenschiffer/in Gehalt

In drei Jahren wirst du bei deiner Ausbildung zum/zur Hafenschiffer/in für die Schiffahrt fit gemacht. Dabei lernst du nach dem dualen System hauptsächlich im Ausbildungsbetrieb sowie ein paar Tage die Woche oder im Block in der Berufsschule.

In deinem Ausbildungsbetrieb lernst du den gesamten Prozess im Hafen und auf dem Wasser kennen und darfst direkt praktisch ran. Du lernst, wie man Schlepper und Barkassen in Betrieb nimmt, los- und festmacht, verholt und steuert. Außerdem auf dem Programm: An- und Ablegemanöver, die Bedienung von Navigationsmitteln und das Verhalten in Notfällen. Bald schon kennst die verschiedenen Ladungsarten wie deine Westentasche. Trockengüter? Tankladungen? Container? Du schaffst sie alle! Nebenbei lernst du die Grundlagen des Funkverkehrs kennen. Du arbeitest mit Daten und beachtest dabei die Vorschriften des Datenschutzes. Bald kennst du alle Rettungsmittel und Schutzausrüstungen und weißt genau, wie man sie verwendet. Die Vorschriften für den Gütertransport und die Personenbeförderung kannst du bald auswendig und das Pflegen und Spleißen von Tauwerk sowieso. Das Eingehen auf Kundenwünsche, auch in englischer Sprache, sowie die Qualitätssicherung gehen dir in Fleisch und Blut über.

In der Berufsschule werden deine praktischen Erfahrungen optimal durch theoretisches Wissen ergänzt. Auf deinem Lehrplan steht: das Planen von Fahrtrouten, das in Betrieb Nehmen von Hafenfahrzeugen, das Warten und Bedienen von Antriebsanlagen sowie das Verhalten von Hafenfahrzeugen. Während du die Schulbank drückst, erfährst du außerdem wie du im Hafen navigierst, Bordsysteme bedienst und wartest, Güter umschlägst und Hafenfahrzeuge be- und entlädst. Neben dem Spezialwissen zu deiner Ausbildung zum/zur Hafenschiffer/in wirst du außerdem in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch oder Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Nach drei Jahren legst du deine Abschlussprüfung ab, die aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht. In der praktischen Prüfung zeigst du, dass du es drauf hast, ein Wasserfahrzeug zu steuern. In der schriftlichen Prüfung wirst du in Nautik, Betriebstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde abgefragt.

Vom Ausbildungsberuf in die Praxis: Nach deiner Ausbildung zum/zur Hafenschiffer/in stehen dir viele Türen offen. Du kannst dich entweder in See- und Binnenhafenbetrieben der Güter- und Personenbeförderung oder in logistischen Dienstleistungsbetrieben bewerben. Durch Weiterbildungen, zum Beispiel im Schiffsverkehr oder zur Ladungssicherheit, bleibst du stets up-to-date. Willst du mehr Verantwortung, legst du deine Prüfung als Logistikmeister/in ab. Möchtest du die Karriereleiter noch höher hinaus, bietet sich ein Studium im Fach Nautik an.

Schiff Ahoi: Dein Arbeitsumfeld

Hafenschifferin Bilder

Du möchtest gerne „9-to-5“ im Bürosessel sitzen und auf einen Bildschirm starren? Nix da: Als Hafenschiffer/in bist du dauernd in Bewegung, umgeben von Wind und Wasser und immer in shape, um die Arbeiten an Bord und im Hafen bewältigen zu können. Vor allem in großen Häfen gehört dazu, dass du dabei zeitlich flexibel bist und auch mal nachts und am Wochenende im Schichtdienst arbeitest.

Beste Bedingungen für Wasserratten: Du wirst während und nach deiner Ausbildung zum/zur Hafenschiffer/in viel vom kühlen Nass umgeben sein, auch wenn du dich idealerweise eher auf statt unter Wasser bewegst. Dabei steht echte Handarbeit an, wenn du zum Beispiel Öl wechselst oder Taue festmachst, aber auch viel Technik beim Umgang mit Maschinen. Du liebst es, wenn dir der Wind um die Nase pfeift? Umso besser, denn du arbeitest viel im Freien und musst dich dabei mit den Witterungsverhältnissen von Dauerregen über Hitze bis hin zum dichten Nebel arrangieren. Auch Rauch, Staub oder Dämpfe sollten dir weder an noch unter Deck etwas ausmachen. Apropos ausmachen: Lärmempfindlich solltest du für eine Ausbildung zum/zur Hafenschiffer/in nicht sein, da dich im Hafen und an Bord laute Maschinen erwarten.

Hafenschiffer/in ist ein verantwortungsbewusster Beruf, der große Umsicht und hohe Konzentrationsfähigkeit erfordert. An Deck, beim Bedienen von Kränen oder beim Navigieren des Schiffes lauern Gefahrenquellen, die durch sehr koordiniertes und umsichtiges Arbeiten leicht vermeiden kannst. Für sicheres Arbeiten trägst du auch Schutzkleidung wie eine Rettungsweste, Sicherheitsschuhe und Handschuhe. Du hast übrigens nicht nur für dich Verantwortung, sondern für alle, die sich auf dem Schiff befinden, seien es Touristen oder deine Kollegen – umso wichtiger, dass du nicht nur Steuerrad oder Tau, sondern deinen ganzen Job fest im Griff hast. Im Griff haben solltest du auch deinen Magen, denn es kann bei unruhigem Seegang schon mal ganz schön schaukeln!

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

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