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Industrie-Isolierer/in

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Ausbildung Industrie-Isolierer/in
Berufsbild Industrie-Isolierer
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Industrie-Isolierer/in Gehalt
  • Gehalt: 945 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Der Reifenhersteller im nächsten Viertel, das Chemieunternehmen unten am Fluss – Industrieviertel fallen durch ihre Produktions- und Werkshallen sowie großen Schornsteine auf. Dennoch kann man sie weder riechen noch hören und das soll auch so bleiben. Möchtest auch du umliegende Einwohner vor Einflüssen der Industrie schützen, dann mach die Ausbildung zum/zur Industrie-Isolierer/in!

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Idealerweise einen Realschulabschluss

  • Handwerkliches Geschick

  • Gute Noten in Mathe, Physik und Werken

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Keine Angst vor Höhen hast

  • Körperlich fit bist

  • Gerne im Team arbeitest

Ausbildung zum/zur Industrie-Isolierer/in: Alles noch ganz dicht?

Deine Aufgaben: Gefahr gedämmt

Berufsbild Industrie-Isolierer

Bei industriellen Vorgängen entstehen unvermeidbare Effekte, die die Umwelt und Anwohner beeinträchtigen können: Hitze, Lärm, Dämpfe sind unschöne Nebenprodukte der Fabriken. Damit so wenig wie möglich an schädigenden Einflüssen nach draußen gelangt, sorgst du in deiner Ausbildung zum/zur Industrie-Isolierer/in dafür, dass die Anlagen und Gebäude fachgerecht abgedichtet werden.

Zunächst begutachtest du den Ort, den du dämmen sollst, ganz genau: Welche Form haben die Maschinen? Welche Dicke muss das Dämmmaterial haben? Je nachdem, was genau isoliert werden soll, wählst du aus einer Vielzahl verschiedener Materialien das Richtige aus. Schließlich willst du verhindern, dass zu viel Energie durch Abwärme oder Abstrahlung verloren geht, wie bei Warmwasseranlagen durch Wärme oder bei Kühlanlagen durch die Kälte, oder dass möglichst wenig Schall durchdringen kann. Dafür bringst du Dämmplatten an Wände an oder ummantelst Maschinen und Rohre mit Dämmstoffen.

Damit das Bauteil vollständig abgedämmt wird, musst du den gewählten Dämmstoff ganz genau an die Unterlage anpassen. Per Hand oder mit Hilfe von Maschinen stellst du die Formteile her, die zur Krümmung der Rohre und Maschinen passen. Damit schließlich auch alles gut hält, umwickelst du sie mit Bindedraht oder befestigst sie mit Klipsen. Um die Dämmung dann richtig montieren zu können, baust du eine Trage- oder Stützkonstruktion – diese kann aus Metall oder direkt eine komplette Leichtbauwand sein, die du einbaust.

Um die Dämmstoffe schließlich noch vor Witterungseinflüssen zu schützen, musst du sie letztlich mit Blech oder Kunststoff verkleiden. Du schneidest oder stanzt das Blech in die passende Form zurecht. Anschließend legst du die Ummantelung auf den Dämmstoff und befestigst ihn mit Schrauben oder Nieten.

Deine Ausbildung in Theorie und Praxis

Industrie-Isolierer/in Gehalt

Die dreijährige Ausbildung zum/zur Industrie-Isolierer/in verläuft dual, du besuchst also die Berufsschule und lernst auch in einem Betrieb.

In der Berufsschule erlernst du das benötigte Hintergrundwissen für deinen Beruf, du lernst zum Beispiel alle Umweltschutzvorgaben kennen und erfährst mehr zu den Eigenschaften der eingesetzten Baustoffe.

Im Ausbildungsbetrieb wirst du wiederum in alle wichtigen Prozesse eingeführt. Dort lernst du, wie man die verschiedenen Dämmstoffe richtig befestigt oder anbringt. Besonders wichtig ist dabei, zu üben, wie man die Dämmung an die vorgefundene Fläche anpasst. Die Maße der betriebstechnischen Anlage müssen ermittelt werden, um eine vollständige Abdichtung zu ermöglichen. Du schneidest Fertigbauteile zu, richtest sie aus und montierst sie schließlich fachgerecht.

Besonders wie man die Umwelt vor Einflüssen der betriebstechnischen Anlagen schützen kann, ist Teil deiner Ausbildung zum/zur Industrie-Isolierer/in. Du bringst vorgefertigte Bleche an den Maschinen an, um den Schallschutzvorgaben zu entsprechen. Außerdem stellst du Brandschutzanschlüsse her, die ebenfalls ganz bestimmten Richtlinien entsprechen müssen.

Möchtest du mit dem Ausbildungszeugnis in der Tasche später in einer Führungsposition arbeiten, kannst du verschiedene berufliche Wege einschlagen. Zum Beispiel kannst du die Prüfung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Isolierung ablegen oder eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik machen. Mit der Hochschulreife oder dem Meisterabschluss ist auch ein Studium in den Fachbereichen Bauingenieurwesen oder Baubetriebswirtschaft ist denkbar.

Dein Arbeitsumfeld: Isolieren heißt Körpereinsatz

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In der Ausbildung zum/zur Industrie-Isolierer/in arbeitest du mit verschiedenen Dämmstoffen, die du verklebst oder mit speziellen Maschinen zuschneidest. Dabei können Lärm, Staub und Dämpfe entstehen. Auch der Umgang mit chemischen Mitteln gehört zum Beruf. Um dich zu schützen, trägst du spezielle Schutzkleidung wie Arbeitshandschuhe, Sicherheitsschuhe, Atemmasken und Gehörschutz.

Da du oft in gebückter Haltung oder kniend arbeiten musst, ist dein Job sehr anstrengend. Auch die schweren Baustoffe musst du tragen können. Deshalb ist eine gute körperliche Kondition sehr wichtig. Manchmal musst du auch auf Leitern in großen Höhen arbeiten, dafür solltest du schwindelfrei sein. Deine Arbeitszeiten richten sich nach der Baustelle, auf der du eingesetzt wirst – auch Schichtarbeit ist möglich.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

Ausbildungsplatz finden

Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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Das Anschreiben für deine Ausbildung – quasi der Liebesbrief für deine Ausbildung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Ausbildung ist immer der schwerste. AZUBI.DE hilft dir!

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Um eindringende Feuchtigkeit abzuwehren, greift man zu welcher Maßnahme?

  • Bauwerksabdichtung
  • Wärmedämmung
  • Schwingungsisolierung

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