Keramiker/in.

Gehalt:
variabel
Empfohlener Schulabschluss:
Abitur / Fachabitur
Dauer:
3 Jahre
Im Bereich Handwerk:
Ausbildung Keramiker/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Idealerweise Abitur

    • Gute Noten in Mathematik, Physik, Chemie sowie Werken und Kunst

    • Technisches Verständnis

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Kreativ und mit Liebe zum Detail arbeitest

    • Handwerklich geschickt bist

    • Sorgfältig und genau arbeitest

  2. Deine Aufgaben: Formen, verzieren, kneten und immer schön treten.

    Berufsbild Keramiker/in

    Vasen, Geschirr, Dekorationen – es gibt viel, was aus Ton besteht und wir im Alltag verwenden. Doch nicht jedes Tonprodukt wird gleich hergestellt. Kaufst du ein Tassenset, ist dieses mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in der industriellen Keramikproduktion hergestellt worden, welche du mit dem Ausbildungsberuf zum/zur Industriekeramiker/in erlernen kannst. In der künstlerischen Ausbildung zum/zur Keramiker/in geht es jedoch vor allem darum, Einzelstücke aus Ton mit den Händen herzustellen.

    In deiner Ausbildung setzt du gezielt Wünsche von Kunden um. Dafür besprichst du zu Beginn, wie der Kunde sich zum Beispiel eine Schale oder eine Vase vorstellt. Um deine Ideen zu verdeutlichen, malst du eine Skizze auf und erklärst, was bei der Herstellung beachtet werden muss, damit der Gegenstand am Ende nicht zu dünn ist und leicht kaputt geht.

    Für den nächsten Schritt sitzt zu bereits an der Töpferscheibe. Diese ist neben dem Ton dein Hauptarbeitsmittel. Durch Ziehen und Drücken bringst du den feuchten Ton auf der Drehscheibe in Form. Dabei bewegst du deinen Fuß auf einem Fußpedal, sodass sich die Scheibe die ganze Zeit mit einer konstanten Geschwindigkeit dreht und der Tonblock eine Form erhält. Lässt du deine Hände nach oben fahren, wird der Ton gezogen und eine hohe Vasenform entsteht. Fächerst du deine Hände auf, bewegt sich der Ton in die Breite und du erzeugst eine flache Scheibe. Gerade am Anfang kann es oft passieren, dass du zu schnell arbeitest und der Ton instabil wird. Dann musst du oftmals noch einmal von vorne anfangen und den Ton wieder zu einem Klumpen zusammendrücken, um ihn dann erneut zu formen. Wichtig ist, dass deine Hände dabei immer leicht angefeuchtet sind, da sich so der Ton besser formen lässt.

    Ist zum Beispiel eine Vase oder eine Tasse geformt, muss das Gefäß einen Tag lang trocknen, um sich beim Transport oder der Weiterverarbeitung nicht nachzuverformen. Anschließend erfolgt das Feintuning. Hierbei ritzt du Muster in die Vase, nimmst letzte Korrekturen an der Form vor und befestigst zum Beispiel einen Henkel an einer Tasse. Nach diesem Feinschlimm muss das Tonprodukt weitere zwei Wochen trocknen. Erst nach dieser Frist wird der Rohling in den Brennofen gegeben, um beim Roh- oder Schrühbrand die endgültige Festigkeit zu erhalten.

    Mit dem Brennen ist es jedoch noch nicht getan: Jetzt geht es noch einmal um die Liebe zum Detail, wenn du den Gegenstand per Hand mit farbiger oder farbloser Glasur überziehst und zum Beispiel Ornamente oder Blumen aufmalst. Abschließend erfolgt ein weiterer Brennvorgang, der sogenannte Glattbrand, um die Glasur einzubrennen – und dann ist deine Vase fertig.

    Du siehst, in deiner Ausbildung zum/zur Keramiker/in brauchst du neben der Liebe zum Detail auch einen langen Atem, da es von der ersten Skizze bis zum fertigen Produkt bis zu drei bis vier Wochen dauern kann.

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    Keramiker/in Gehalt

    Die Ausbildung zum/zur Keramiker/in ist ein sehr traditioneller Beruf und dauert drei Jahre. Dabei ist dieser dual aufgebaut. Das heißt, du besuchst eine Berufsfachschule und arbeitest parallel in einem Ausbildungsbetrieb mit.

    In der Berufsfachschule hast du weiterhin Fächer wie Mathematik und Deutsch, aber nun auch ausbildungsspezifische Fächer, in denen du zum Beispiel über verschiedene Materialeigenschaften aufgeklärt wirst oder chemische Zusammenhänge für die Keramikproduktion kennenlernst.

    In deinem ersten Ausbildungsjahr arbeitest du sehr viel mit der Rohmasse Ton. Du bereitest Roh- und Hilfsstoffe für die Produktion vor und fängst an, deine ersten Formversuche zu starten. Dabei kann es erstmal ganz schön enttäuschend sein, da du erst ein Gespür für die Arbeit an der Drehscheibe bekommen musst. Das erlernst du nur durch üben, üben und immer weiter ausprobieren.

    Ist dein erstes Tonprodukt mehr als ein Klumpen geworden, gehst du im zweiten Ausbildungsjahr zum nächsten Schritt über und brennst deine Produkte. Anschließend verzierst du diese und bearbeitest die Gegenstände nach. Im nächsten Schritt fertigst du weitere komplexe Kleinigkeiten an und fügst die verschiedenen Details zusammen – deiner Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

    Im dritten Lehrjahr lernst du anschließend noch, die Glasur und Farbe auf deine Produkte aufzutragen, und erhältst Einblicke in baukeramische Produktion. Hierfür werden Modelle und Formen von dir hergestellt und bearbeitet, wie zum Beispiel Ziegelsteine oder bestimmte Dekorationselemente für Häuserfassaden oder Gärten.

    Die Ausbildung zum/zur Keramiker/in schließt du mit einer Gesellenprüfung und einem Zeugnis ab. Eine Übernahme von deinem Ausbildungsbetrieb ist nicht immer einfach, da viele Werkstätten sehr klein sind und nur wenige Festangestellte haben. Möchtest du dich weiterbilden, um vielleicht später deine eigene Töpferei-Werkstatt zu eröffnen, kannst du die Meisterprüfung ablegen. Anschließend kannst du deine Produkte zum Beispiel über das Internet in die ganze Welt verkaufen.

  5. Dein Arbeitsumfeld: In kleinen Familienbetrieben zu Hause.

    Keramiker/in Bilder

    Dein Arbeitsplatz findet sich in kleinen Werkhallen und Werkstätten. Meist befindet sich auch gleich ein Laden im vorderen Teil oder daneben, sodass du dort auch deine Produkte verkaufst. Viele Betriebe sind familiengeführt und haben eine lange Tradition.

    Deine Arbeit verrichtest du meistens im Sitzen an der Drehscheibe. Dabei kann es auch manchmal sehr warm werden, wenn der Brennofen an ist und du Produkte ein und ausräumen musst. Ein warmer Arbeitsplatz sollte dir deswegen genauso wenig ausmachen wie schmutzige Hände oder schmutzige Kleidung. Meistens trägst du sowieso deinen Arbeitskittel, der die gröbsten Tonspritzer aufhält. In der Arbeit am Brennofen sind Handschuhe und eine Schutzbrille Pflicht.

  6. Dein Ausbildungsgehalt.

    Leider gibt es zu dieser Ausbildung keine durchschnittlichen Gehaltsangaben. Die Vergütung variiert hier von Betrieb zu Betrieb. Außerdem können äußere Faktoren, wie zum Beispiel die Unternehmensgröße, der Standort – ländlich oder städtisch, West- oder Ost-Deutschland – sowie die Branchenzugehörigkeit Einfluss auf deine Ausbildungsvergütung haben. Hier erkundigst du dich am besten direkt bei deinem Ausbildungsbetrieb.

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