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Glaser/in

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Glaser/in Gehalt
  • Gehalt: 688 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Alle Abschlüsse
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Bereits von den alten Ägypter erfunden und dennoch Werkstoff der modernsten Bauwerke – Glas ist ein ganz besonderer Rohstoff. Zerbrechliche Kirchenornamente und robustes Sicherheitsglas entspringen beide dem glänzenden Material. Wenn du gerne kreativ und handwerklich arbeitest, dir Holz und Metall aber zu langweilig sind, findest du deine Alternative in der Ausbildung zum/zur Glaser/in.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Mindestens einen Hauptschulabschluss

  • Handwerkliches Geschick

  • Gute Noten in Mathe und Werken

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Eine ruhige Hand hast

  • Gerne kreativ bist

  • Sorgfältig und präzise arbeitest

Ausbildung zum/zur Glaser/in: Vorsicht, zerbrechlich!

Deine Aufgaben: Schwere Maschinen und ein feiner Werkstoff

Berufsbild Glaser

Hart, kalt und doch zerbrechlich – die Arbeit mit Glas stellt eine ganz besondere Herausforderung dar. Von der lichtdurchfluteten Glaskuppel bis zum Badezimmer-Spiegel, unsere Umgebung ist voll von dem durchsichtigen Stoff. Da das Material so unterschiedlich einsetzbar ist, arbeitest du als Glaser/in unter besonders abwechslungsreichen Bedingungen.

Trotz des empfindlichen Materials, gehört der Umgang mit schweren Maschinen zum Beruf: Das Glas wird auf diese Weise geschliffen und poliert. Doch nicht nur auf die großen Geräte musst du dich einstellen, auch der angemessene Umgang mit Kunden und ihren Teils schwierigen Wünschen ist wichtiger Bestandteil des Berufs. Neben den Kunden musst du auch gut im Team mit weiteren Glasern, aber auch mit anderen Handwerkern wie Schreinern oder Elektrikern arbeiten können: Erst wenn verschiedene Werkstoffe zusammengesetzt werden, ergeben sie ein fertiges Produkt.

Ob du mit ruhiger Hand filigrane Arbeiten durchführst oder doch eher der Mann/die Frau fürs Grobe bist, hängt von dem Ausbildungsschwerpunkt ab, für den du dich entscheidest:

In der Ausbildung zum/zur Glaser/in mit dem Schwerpunkt Verglasung/Glasbau hast du die Möglichkeit, dich handwerklich kreativ auszuleben. Bekommst du einen entsprechenden Auftrag eines Kunden, rahmst du beispielsweise Bilder ein und sorgst dafür, dass die Kunst ins richtige Licht gerückt wird. Je nachdem, wo das Bild einmal hängen soll, verwendest du eine andere Art von Glas: Soll das Kunstwerk vor Licht geschützt werden, setzt du UV-Schutzglas ein, sollen Reflektionen auf der Fläche verhindert werden, nimmst du entspiegeltes Glas. Je nach Kundenwunsch bereitest du das Glas vor, zeichnest Skizzen, schneidest mit schwerem Gerät die passende Form aus und schleifst sie ab. Dabei ist große Präzision gefragt: Du musst millimetergenau arbeiten, damit später alles zusammenpasst. Neben der Verglasung von Balkonen ist auch das Einsetzen von Glastüren in die vorgefertigten Schienen eine typische Aufgabe. Hast du die Teile in der Werkstatt fertig vorbereitet, geht es ab auf die Baustelle: Dort montierst du die Gläser und arbeitest dabei eng mit den anderen Handwerkern zusammen.

Eine andere Beschäftigung finden Glaser/innen in der Kunstverglasung. Dazu gehört zum Beispiel die Restauration alter Kirchenfenster. Mit höchster Vorsicht entnimmst du die einzelnen Glasfragmente aus dem Rahmen, um sie mit einem kleinen Pinsel Zentimeter für Zentimeter zu putzen. Auch hier ist wieder deine Kreativität gefragt: Damit die Fenstergläser am Ende wie neu wirken, bemalst du die Oberflächen des Glases und versuchst, den Stil der alten Glaskünstler zu imitieren. Durch Fusing verbindest du die farbigen Glasstücke. Mehrere Wochen verbringst du mit einem Projekt. Ist die Arbeit fertig, setzt du die Kirchenfenster mithilfe hoher Gerüste wieder ein.

In der Ausbildung zum/zur Glaser/in mit dem Schwerpunkt Fenster- und Glasfassadenbau kommst du sowohl auf der Großbaustelle als auch beim Privatkunden zum Einsatz. Aus Flachglas stellst du Fenster- und Fassadenkonstruktionen zum Beispiel für Wintergärten und Glasvorbauten her. Meist findest du bereits vorgefertigte Konstruktionen aus Holz oder Metall vor, in die du dann die schweren Glasscheiben einsetzen musst.

Zum Fenster- und Glasfassadenbau gehören auch Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten. Wenn Hagelschäden ein Fenster zu Bruch gehen lassen, bist du vor Ort und setzt ein neues ein. Dein Können ist aber auch bei Renovierungen gefragt. Beim Einbau von speziellem Isolierglas achtest du stets auf die gängigen Umweltvorschriften und hältst dich an die Energieeinsparverordnungen. Wie du siehst, gibt es auch bei diesem Schwerpunkt eine Vielzahl von Produkten, deren Eigenschaften und Besonderheiten du genau kennen musst. Ob Sicherheitsglas, Wärmeschutz- oder Schallschutzgläser – alle müssen auf eine bestimmte Weise bearbeitet, gelagert und transportiert werden.

Theorie und Praxis: Starke Ideen und gekonnter Umgang mit dem zerbrechlichen Material

Glaser/in Gehalt

Die dreijährige Ausbildung zum/zur Glaser/in verläuft dual. Das bedeutet, dass du sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule lernst. Wenn du gute Noten hast und dein Lehrbetrieb und die IHK zustimmen, ist oft auch eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich. Nach dem zweiten Ausbildungsjahr legst du eine Zwischenprüfung ab. Deinen Abschluss erhältst du durch das Bestehen der Gesellenprüfung nach dem dritten Jahr.

Im Betrieb wirst du auf den Umgang mit dem Rohstoff Glas umfassend vorbereitet. Du lernst, wie du mit den schweren Maschinen richtig umgehst und wie du sowohl dich selbst als auch das Material dabei sicherst. Du wendest die verschiedenen Fertigungsmethoden von Glas an – vom Zuschneiden bis zum Polieren. Auch die kunstvolle Gestaltung von Glas darfst du ausprobieren.

Wichtig für eine/n Glaser/in ist auch, mit anderen Werkstoffen grundlegend umgehen zu können. Deshalb arbeitest du auch mit Holz und Metall und lernst, wie man das Glas in die vorbereiteten Konstruktionen und Gestelle einsetzt.

In der Berufsschule erlernst du in den ersten beiden Ausbildungsjahren alle Grundlagen, die du für die Arbeit als Glaser/in benötigst. Im Unterricht erlernst du praktisch, wie Glas geschickt und fachgerecht bearbeitet wird. Neben den vielen praktischen Übungen gibt es auch einen umfassenden Theorieteil: Du lernst alle wichtigen Eigenschaften von Glas kennen. Dazu gehören die Lagerung und das korrekte Tragen der Glasscheiben sowie das Wissen darüber, für welchen Zweck man einen bestimmten Glastyp verwendet.

Um immer auf dem aktuellen Stand zu sein und seine Berufschancen hoch zu halten, ist es als Glaser/in wichtig, auch nach der Ausbildung stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Weiterbildungen sind beispielsweise zu den Themen Isolierung und Dämmung nötig.

Um die Karriereleiter weiter hochzuklettern, hast du nach deinem Abschluss die Möglichkeit, die Prüfung zum/zur Glasermeister/in zu machen. Hast du deine Hochschulreife erworben, kannst du auch ein Studium anstreben, zum Beispiel im Bereich Glastechnik.

Dein Arbeitsumfeld: In der Werkstatt und auf der Baustelle den Durchblick behalten

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Als Glaser/in arbeitest du viel in den Werkstätten von Fassadenbauunternehmen oder Betrieben des Glasergewerbes. Dort bereitest du das Glas für den Einsatz beim Kunden vor und verwendest dazu schwere Maschinen: Hitze, Staub und Lärm gehören zu deinem Arbeitsumfeld. Da mit dieser Arbeit gewisse Gefahren verbunden sind, ist das Tragen von Schutzkleidung wie Handschuhen und Schutzbrillen unerlässlich.

Auf der Baustelle musst du auch körperlich mit anpacken – eine gewisse Grundfitness ist hier Pflicht. Manchmal sind die Einsatzorte weiter entfernt oder der Einbau eines Glasteils dauert mehrere Tage. Bei solchen Einsätzen kann es nötig sein, vor Ort in einem Hotelzimmer zu übernachten. In der Regel orientieren sich deine Arbeitszeiten an den Baustellen, das bedeutet, dein Arbeitstag beginnt morgens um sieben und endet nachmittags um fünf. Auch auf den Umgang mit Teils anstrengenden Kunden musst du dich einstellen.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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