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Milchwirtschaftliche/r Laborant/in

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Ausbildung Milchwirtschaftliche/r Laborant/in
Berufsbild Milchwirtschaftlicher Laborant
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Milchwirtschaftlicher Laborantin Bilder
Milchwirtschaftliche/r Laborant/in Gehalt
  • Gehalt: 838 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Welche Farbe hat eine Kuh? Wenn du das nicht mit „lila“ beantwortest und eine Vorliebe für Chemie und Physik sowie ein Interesse an der Herstellung von Lebensmitteln mitbringst, kannst du als Milchwirtschaftliche/r Laborant/in für einwandfreie Milchprodukte sorgen.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Idealerweise einen Realschulabschluss

  • Technisches Verständnis

  • Gute Noten in den Fächern Chemie, Physik, Bio

  • Mathematisches Verständnis

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Sehr sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeitest

  • Ein gutes Auge hast, geduldig beobachtest und dabei stets aufmerksam bleibst

  • Geschickt mit den Händen arbeitest

  • Du dich von Maschinenlärm, Dämpfen oder Temperaturschwankungen nicht stören lässt

Ausbildung zum/zur Milchwirtschaftlichen Laboranten/in: Keine Chance für saure Milch

Ran an die Milchprodukte – mit Köpfchen, Sorgfalt und Hygienebewusstsein

Berufsbild Milchwirtschaftlicher Laborant

Alles Käse? Nicht nur: In deiner Ausbildung zum/zur Milchwirtschaftlichen Laboranten/in bist du für die Qualität verschiedenster Milchprodukte von Quark über Sahne und Vollmilch bis hin zu Milchpulver verantwortlich. Keine Angst, du musst keine Kühe melken – dein Job beginnt, wenn es darum geht sicherzustellen, dass das, was später im Supermarktregal oder im Feinkostladen landet, einwandfrei ist. Du hast es also in der Hand, ob der Kunde später den guten Parmesan auf seinen Spaghetti Carbonara nachhaltig genießen kann oder ein paar Stunden danach von einer unangenehmen Lebensmittelvergiftung geplagt wird.

In der Lebensmittelherstellung gibt es strenge Richtlinien, die genau eingehalten und während des ganzen Herstellungsprozesses überprüft werden müssen. Dazu wendest du verschiedene chemische, physikalische und mikrobiologische Verfahren an. Vom Entnehmen und Vorbereiten der Proben über das Beimischen anderer Stoffe bis hin zu „sensorischen“ Prüfungen – das heißt riechen, schmecken oder anschauen – werden die Milchprodukte auf Verunreinigungen und Qualität überprüft. Ob eine Milch verdorben ist, riecht man schnell – aber ob Antibiotika, die der Bauer einer kranken Kuh verabreicht hat, in der Rohmilch waren oder sich bei der Weiterverarbeitung zum Käse fiese Keime eingeschlichen haben, sieht man dem Produkt nicht an der Nasenspitze an.

Umso sorgfältiger musst du während deiner Ausbildung zum/zur Milchwirtschaftlichen Laboranten/in arbeiten und auch bei der Lagerung der Proben, die zum Beispiel nach zwei Tagen nochmal bearbeitet werden müssen, und bei der Aufzeichnung deiner Ergebnisse sehr gründlich vorgehen. Ein ebenso wichtiger Punkt ist die Hygiene: Da du für die Makellosigkeit der Produkte verantwortlich bist, ist es selbstverständlich, dass du sie auch vor Keimen schützt, die von außen kommen können.

Milchprodukte perfektionieren in Theorie und Praxis

Milchwirtschaftliche/r Laborant/in Gehalt

Die duale Ausbildung zum/zur Milchwirtschaftlichen Laboranten/in dauert drei Jahre. In der Zeit bist du sowohl an der Berufsschule – ein bis zwei Tage die Woche oder im Blockunterricht – als auch in deinem Ausbildungsbetrieb.

Im Betrieb lernst du zum Beispiel, wie du Proben entnimmst, welche Hygienevorschriften du beachten musst und wie die Geräte richtig eingesetzt werden. Das Wissen, das du hier gleich in die Praxis umsetzt, wird ergänzt durch die Theorie in der Berufsschule: Wie wird Milch physikalisch und chemisch untersucht? Wie beurteilt man die Qualität von Butter und Käse? Und wie stellt man die Qualität von Wasser, Abwasser und Hilfsstoffen, die hinzugegeben werden, sicher? Diese Fragen wirst du in deiner Ausbildung zum/zur Milchwirtschaftlichen Laboranten/in nach und nach beantworten und in der Praxis auf der Suche nach den perfekten Milchprodukten anwenden können. Außerdem wirst du in der Schule in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch oder Wirtschaftskunde unterrichtet.

Neben der Zwischenprüfung legst du am Ende deiner Ausbildung zum/zur Milchwirtschaftlichen Laboranten/in eine Abschlussprüfung ab. Im praktischen Prüfungsteil untersuchst du live zum Beispiel Milch und Käse, während du in der schriftlichen Prüfung über Untersuchungsverfahren, Produkttechnologie sowie Wirtschafts- und Sozialkunde Bescheid wissen musst.

Deine Zukunftsaussichten? Erste Sahne – denn als Milchwirtschaftliche/r Laborant/in bist du sehr gefragt und kannst in vielen Bereichen der Lebensmittelindustrie arbeiten. Durch Weiterbildungen und einen Meisterbrief kannst du dein Wissen erweitern und als Labormeister/in oder Techniker/in Führungsverantwortung und vielseitige Aufgaben, auch im kaufmännischen oder technologischen Bereich, übernehmen.

Dein Arbeitsumfeld: Zwischen Labor, Produktionshallen und Lagerräumen

Milchwirtschaftlicher Laborantin Bilder

Bei deiner Ausbildung zum/zur Milchwirtschaftlichen Laboranten/in wirst du zum Beispiel in Molkereien oder Käsereien, in Instituten, die eigens für die Überprüfung von Milcherzeugnisse zuständig sind, oder bei Nahrungsmittelherstellern eingesetzt.

Inmitten von Reagenzgläsern, chemischen Substanzen und ratternden Maschinen: Bei deiner Ausbildung zum/zur Milchwirtschaftlichen Laboranten/in verbringst du viel Zeit im Labor, wo du deine Untersuchungen an verschiedenen Laborgeräten und Messinstrumenten durchführst. Außerdem springst du zwischen Produktionshallen und Lagerräumen hin und her, um die Proben zu entnehmen oder zwischenzulagern. Dabei wirst du die meiste Zeit unter künstlichem Licht arbeiten. Am Computer hältst du deine Ergebnisse fest und wertest sie aus, das heißt, dass du um Bildschirmarbeit nicht drum herumkommst – aber von einem Bürojob bist du dank der Action im Labor weit entfernt.

Maschinenlärm ist wie Musik in deinen Ohren und du kannst dich auch konzentrieren, wenn um dich herum viel passiert? Dann wirst du dich während deiner Ausbildung zum/zur Milchwirtschaftlichen Laboranten/in sehr wohlfühlen. Da du mit Chemikalien arbeitest, wirst du mit Schutzkleidung ausgestattet: Laborkittel, Schutzbrille und Handschuhe lassen ätzende Substanzen nicht zur dir durchdringen. Ein netter Nebeneffekt: Um dein Arbeitsoutfit brauchst du dir keine Gedanken machen. Bedenken solltest du aber bei der Kleiderwahl, dass du öfter mal in den Kühlraum musst, sodass es schon mal kalt werden kann unterm Laborkittel. Da Chemikalien außerdem gelegentlich Dämpfe entwickeln, solltest du nicht allzu geruchsempfindlich sein. Doch nicht nur dich selbst gilt es zu schützen, sondern auch deine Kollegen und die Milchprodukte selbst! Deswegen ist es wichtig, dass du dich ganz genau an die Hygienevorschriften hältst und lieber zu vorsichtig bist, als zu nachlässig. Schließlich geht es bei deiner Arbeit darum, einwandfreie Lebensmittel zu garantieren – da ist es selbstverständlich, dass in Sachen Hygiene nichts schiefgehen darf.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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