Orthoptist/in.

Gehalt:
kein Gehalt
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
3 Jahre
Ausbildung Orthoptist/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Idealerweise einen Realschulabschluss oder einen höheren Schulabschluss

    • Gute Noten in Biologie

    • Gute Noten in Physik

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Sorgfältig und verantwortungsbewusst bist

    • Genau beobachten kannst

    • Kontaktfreudig bist

  2. Dein Arbeitsalltag: Den Kunden tief in die Augen schauen.

    Berufsbild Orthoptist/in

    Schau mir in die Augen, Kleines – nein, bei deiner Ausbildung zum/zur Orthoptisten/in übst du dich nicht in Flirtkunst, sondern wirft einen fachmännischen Blick in die Augen deiner Patienten.

    Als Orthoptist/in hilft du Menschen, wieder gut zu sehen. Du untersuchst und behandelst nach augenärztlicher Anweisung Störungen des ein- oder beidäugigen Sehens. Beispielsweise hilfst du, Schielen oder Augenzittern zu behandeln. Manchmal unterbreitest du auch diagnostische oder therapeutische Änderungs- oder Ergänzungsvorschläge. Du kommunizierst sehr viel mit deinen Patienten, berätst sie und klärst über die verschiedensten Erkrankungen und Behandlungsmethoden auf. Zusätzlich überwachst du die therapeutischen Maßnahmen, beispielsweise das Tragen spezieller Gläser oder das Abdecken eines Auges. Du dokumentierst den Krankheitsverlauf und wertest ihn aus. Manchmal führst du auch Vorsorgeuntersuchungen an Kindern im Säuglings- oder Kleinkinderalter durch. Bei allen deinen Arbeiten stehst du in engem Kontakt mit Augenärzten – Teamwork ist Trumpf!

    Beim Überwachen der therapeutischen Maßnahmen zahlen sich Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein aus. Die Bedienung der orthoptistischen Geräte verlangt Geschicklichkeit. Das Eingehen auf die Fragen und Bedürfnisse der Patienten erfordert Kontaktfähigkeit. Um die Gesetze der Optik zu verinnerlichen, sind Kenntnisse in Physik äußerst hilfreich. Grundlagen der Biologie helfen dir, die Funktion des Sehsinns zu verstehen.

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  4. Theorie & Praxis: Mit offenen Augen in die berufliche Zukunft.

    Orthoptist/in Gehalt

    Deine Ausbildung zum/zu Orthoptisten/in dauert drei Jahre. Du lernst nach dem schulischen System in der Berufsfachschule und in der Augenklinik.

    In der Berufsfachschule wirst du optimal auf deinen praktischen Einsatz vorbereitet. Du lernst, wie der Augapfel und die ihn umgebenden Strukturen aufgebaut sind. Augenhöhle, Lider und Aufhängung sind so für dich bald keine Fremdworte mehr. Schritt für Schritt erfährst du alles über die unterschiedlichen Krankheiten, Funktionsstörungen und Verletzungen, die im Auge auftreten können. Dir werden außerdem die unterschiedlichen Verfahren und Möglichkeiten der Augenheilkunde vorgestellt. Während du die Schulbank drückst, lernst du, wie Schielen und Sehschwächen behandelt werden können. Außerdem auf dem Lehrplan: Die Arbeit der Gehirnteile, die für unser visuelles System wichtig sind, die Entstehung von Bildern im Auge sowie die verschiedenen Arten von Arzneimitteln und deren Verwendung. Auch in Physik wirst du fit gemacht und erfährst, was sie bei der Herstellung von Sehhilfen physikalisch zu beachten ist. Neben berufsspezifischen Fächern wirst du auch in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch oder Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

    Während deiner praktischen Ausbildung in der Augenklinik kannst du alle deine neuen Kenntnisse dann unter Aufsicht erfahrener Kollegen am Patienten anwenden.

    Ausbildungszeugnis erhalten? Nach deiner Ausbildung zum/zu Orthoptisten/in stehen dir die Türen zum Auge der Patienten offen. Du kannst dich in Hochschulkliniken mit Abteilungen für Pleoptik und Orthoptik, in Krankenhäusern mit augenärztlicher Abteilung oder in Augenarztpraxen bewerben. Deine Kenntnisse kannst du durch Weiterbildungen, zum Beispiel in Sachen Augenoptik oder Hygiene, erweitern und durch die Prüfung als Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen die Karriereleiter nach oben klettern. Zieht es dich an die Uni, kannst du mit deinem Bachelorabschluss in Augenoptik und Optometrie deine beruflichen Aussichten noch stärker verbessern.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Gute Aussichten.

    Orthoptist/in Bilder

    Nach deiner Ausbildung zum/zu Orthoptisten/in bist du in Praxen oder Krankenhäusern überwiegend in Räumen tätig, genauer gesagt in Untersuchungs- und Behandlungsräumen, in Patientenzimmern und in Büros oder Stationszimmern. Dabei arbeitest du viel mit technischen Geräten, am Bildschirm oder mit der Hand, wenn du zum Beispiel Sehhilfen anpasst. Dabei ist Feinmotorik und präzises Arbeiten gefordert!

    Du hast viel Kontakt zu Patienten, die du sorgfältig untersuchen musst – schließlich ist es wichtig, dass du durch deine Ergebnisse und Einschätzungen für Behandlungserfolge sorgst. Wenn du gerne kommunizierst, ist das gut im Umgang mit Patienten, aber außerhalb der der Praxis oder des Krankenhauses solltest du Schweigen bewahren können: Die Krankengeschichten der Patienten sind bei dir sicher und werden nicht weitererzählt. Oft kommen Menschen mit akuten Problemen zu dir, die leider keine Rücksicht auf die Uhrzeit nehmen können – das heißt, du bist oft im Schichtdienst oder Bereitschaftsdienst tätig, auch am Wochenende oder nachts.

  6. Dein Ausbildungsgehalt.

    Leider erhältst du im Rahmen dieser Ausbildung keine Vergütung. Vor allem in schulischen Ausbildungen ist das meist üblich, da du neben deinem theoretischen Unterricht nicht auch wie in der dualen Ausbildung im Betreib arbeitest. Häufig zahlst du an der Berufsfachschule sogar noch Gebühren – zum Beispiel um zu Prüfungen zugelassen zu werden. Aber keine Sorge: Du wirst hier nicht allein gelassen, denn du kannst Förderungen wie zum Beispiel BAföG beantragen.

  7. 1 Ausbildungsplatz für Orthoptist/in.

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