Physikalisch-technische/r Assistent/in.

Gehalt:
kein Gehalt
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
2 Jahre
Im Bereich Naturwissenschaften:
Ausbildung Physikalisch-technische/r Assistent/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Einen Realschulabschluss

    • Ein gutes technisches Verständnis

    • Gute Noten in Mathe, Physik und Chemie

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Eine Forschernatur bist

    • Sorgfältig und genau arbeitest

    • Geschicklichkeit mitbringst

  2. Deine Aufgaben: Mit größter Sorgfalt zu neuen Erkenntnissen.

    Berufsbild Physikalisch-technische/r Assistent/in

    Nanotechnologie, Kernfusionen, explosive Reaktionen – die Welt der Physik hat es in sich. Ständig gibt es neue Dinge zu entdecken oder zu erforschen, sei es in einem privaten oder einem wissenschaftlichen Labor. Dabei kommt es Genauigkeit, Geduld und Sorgfalt an – nur so kann ein physikalisches Experiment zum Erfolg führen.

    Als physikalisch-technische/r Assistent/in bist du genau für dieses Gelingen der Versuche ein entscheidender Faktor. Große Versuchsaufbauten sind extrem aufwendig und benötigen ein eingespieltes Team – du unterstützt die zuständigen Physiker bei der Planung, Durchführung und Kontrolle der Versuche und führst sogar eigene Experimente durch.

    Bevor ihr mit dem Experiment loslegen könnt, müsst ihr genau besprechen, wie ihr an die Sache herangeht. Wie soll der Versuchsaufbau aussehen? Welche Geräte, Substanzen und Materialien sind nötig, damit die Untersuchung gelingt? Anhand der Absprache und Anweisungen der zuständigen Physiker tätigst du alle nötigen Vorbereitungen, wobei du sehr genau arbeiten musst.

    Sind die Grundlagen geschaffen, geht es zu dem Versuch selbst über. Im Team oder sogar alleine führst du an den Versuchsanlagen das Experiment durch. Mithilfe der Laborgeräte, die du kennst wie deine Westentasche, wendest du die unterschiedlichsten Methoden der Physik an. In der Vakuumtechnik erzeugst du zum Beispiel Druckunterschiede und arbeitest mit tiefsten Temperaturen, um herauszufinden, unter welchen Voraussetzungen Metall zerstäubt. Kernfusionen untersuchst du wiederum bei sehr hohen Temperaturen. Oder du arbeitest mit Lasern und Lichtimpulsen.

    Während des gesamten Versuchs überwachst und dokumentierst du den Versuchsaufbau. Sollte etwas nicht funktionieren, baust du Teile um oder ordnest sie neu an. Auch die Ergebnisse der Untersuchung hältst du exakt in Tabellen, Statistiken und Protokollen fest. Ist das Experiment abgeschlossen und deine Aufzeichnungen vollständig, kontrollierst und interpretierst du abschließend die Versuchsergebnisse und identifizierst mögliche Fehlerquellen.

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  4. Theorie und Praxis: Beobachten, Dokumentieren, Interpretieren.

    Physikalisch-technische/r Assistent/in Gehalt

    Die zweijährige Ausbildung zum/zur physikalisch-technischen Assistent/Assistentin verläuft schulisch. Das bedeutet, dass du deine gesamte Ausbildungszeit an einer Berufsfachschule oder einem Berufskolleg verbringst. Auch ein Betriebspraktikum ist in dieser Zeit inbegriffen. Erwirbst du gleichzeitig deine Hochschulreife, kann sich die Ausbildungszeit auf drei Jahre verlängern.

    Der Vollzeitunterricht der Berufsschule gliedert sich auf in theoretische und praktische Fächer. Die Theorie deckt die wichtigsten fachspezifischen Fächer ab: Physik, Elektrotechnik, Mess- und Regelungstechnik, Chemie, Mathe und Informatik. Auch allgemeine Fächer wie Deutsch und Englisch werden theoretisch unterrichtet.

    Begleitend zum Theorieunterricht wendest du dein erworbenes Wissen in praktischen Übungen an. Du lernst zum Beispiel, wie Versuchsaufbauten genau geplant und umgesetzt werden und wie man sie testen und optimieren kann. Du lernst außerdem alle wichtigen Gerätschaften und Materialien kennen und wie man mit ihnen umgeht. Du bestimmst Messergebnisse und lernst, wie du diese richtig protokollierst und anschließend interpretierst. Auch Vorschriften zum Umweltschutz sowie zur Arbeitssicherheit und –hygiene werden im Unterricht abgedeckt.

    Falls du nach deiner Ausbildung die Karriereleiter weiter hochklettern möchtest, hast du verschiedene Möglichkeiten: Zum einen kannst du eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in in den Bereichen Physiktechnik oder Umwelttechnik absolvieren. Hast du deine Hochschulreife erlangt, kannst du auch ein Studium in den Bereichen Physikingenieurwesen oder Werkstoffwissenschaft anhängen.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Im Labor spielt die Physik.

    Physikalisch-technische/r Assistent/in Bilder

    Als physikalisch-technische/r Assistent/in arbeitest du typischerweise in Forschungseinrichtungen der angewandten Physik oder in Entwicklungsabteilungen von Unternehmen. Dein Hauptarbeitsort ist dabei das Labor. Dort bist du den teils enormen Kräften ausgesetzt, die bei physikalischen Experimenten entstehen können – zum Beispiel extreme Hitze und Kälte oder sogar Strahlung. Deine Arbeitsmittel sind hauptsächlich komplizierte technische Geräte, Maschinen und Anlagen, welche du mit höchster Sorgfalt benutzen und warten musst. Auch der Umgang mit Chemikalien ist bei der Laborarbeit selbstverständlich. Schutzkleidung ist deshalb unerlässlich: Einweghandschuhe, Laborkittel und Schutzbrillen gehören zu deinem Standard-Outfit.

    Um die erzielten Ergebnisse und Auffälligkeiten zu dokumentieren, arbeitest du mit dem PC und speziellen Programmen, die du eventuell an deinen Versuchsaufbau anpassen musst.

    Im Labor ist es möglich, dass du Schichtarbeit leisten musst, was die Planung deiner Arbeitszeit weniger flexibel macht. Außerdem betreust du manche Experimente über einen sehr langen Zeitraum, was sehr viel Durchhaltevermögen und Geduld erfordert.

  6. Dein Ausbildungsgehalt.

    Leider erhältst du im Rahmen dieser Ausbildung keine Vergütung. Vor allem in schulischen Ausbildungen ist das meist üblich, da du neben deinem theoretischen Unterricht nicht auch wie in der dualen Ausbildung im Betreib arbeitest. Häufig zahlst du an der Berufsfachschule sogar noch Gebühren – zum Beispiel um zu Prüfungen zugelassen zu werden. Aber keine Sorge: Du wirst hier nicht allein gelassen, denn du kannst Förderungen wie zum Beispiel BAföG beantragen.

Bist du der/die geborene physikalisch-technische Assistent/in?
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