Schriftdolmetscher/in.

Ausbildungsgehalt:
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
variabel
Im Bereich Dienstleistung, Service:
Ausbildung Schriftdolmetscher/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Schriftdolmetscher/in?

Während dieser Ausbildung verdienst du wahrscheinlich kein Gehalt.

2.

Wie lange dauert die Schriftdolmetscher/in Ausbildung?

Die Ausbildung dauert Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Schriftdolmetscher/in mitbringen?

Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz hast du mit einem Realschulabschluss. Außerdem solltest du gute Noten in Deutsch haben.

4.

Passt der Beruf Schriftdolmetscher/in zu mir?

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Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Mindestens einen Realschulabschluss

  • Sehr gute Deutschkenntnisse in Rechtschreibung und Grammatik

  • Dass du das 10-Finger-System auf der Tastatur beherrschst

  • Computerkenntnisse, vor allem in Word

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Deutsch

Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

In der Ausbildung als Schriftdolmetscher/in wirst du darauf vorbereitet, die gesprochene, deutsche Sprache in Schriftsprache zu übersetzen. In Lehrgängen erlernst du verschiedene Techniken, um mithilfe des Computers bei Vorträgen oder TV-Sendungen live und wortwörtlich das Gesagte mitzuschreiben. Damit bist du eine wichtige Unterstützung für Hörgeschädigte im Alltag.

Hast du die Ausbildung erfolgreich absolviert, können deine Einsatzgebiete ganz unterschiedlich aussehen. Dein Können wird nicht nur bei Konferenzen, sondern auch bei Vorlesungen an der Uni oder beim Arztbesuch gebraucht. Auch in Gerichtsverhandlungen sind deine Protokollfähigkeiten gefragt.

Aber wie funktioniert das Schriftdolmetschen genau? Übersetzt du beispielsweise einen Vortrag bei einer Konferenz, verfolgst du aufmerksam das Gesagte und protokollierst es parallel am Computer. Dein Text wird sofort per Beamer auf die Leinwand projiziert, damit hörgeschädigte Gäste oder internationale Besucher das Gesagte leichter mitverfolgen können. Die Arbeit erfordert höchste Konzentration und kann schnell anstrengend werden.

Bei der Verschriftlichung hast du verschiedene Techniken zur Auswahl. Bist du ein schneller Tipper? Dann bietet sich das klassische 10-Finger-System an, bei dem du aber mindestens 200 bis 300 Anschläge pro Minute schaffen solltest. Schneller bist du mit einer speziellen Stenografie-Tastatur, in die du nur verkürzte Wörter eintippst. Der Computer wandelt die Wörter dann am Bildschirm in einen langen Text um. Die einfachste Technik ist die Spracherkennung, bei der du das Gesagte simultan in eine Stenomaske sprichst und der Computer deine Sprache automatisch in Text umwandelt. Die Maske deshalb, damit du die Umsitzenden nicht störst. Alternativ dolmetschst du auch aus der Ferne per Live-Stream. Je nach Ausbildung wirst du in verschiedenen Techniken genauer geschult.

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Inhalte der Ausbildung.

Die Ausbildung als Schriftdolmetscher/in ist kein klassischer Ausbildungsberuf, sondern wird von verschiedenen Bildungsträgern in Form von Lehrgängen angeboten. Meistens kannst du diese berufsbegleitend absolvieren, das heißt, du besuchst die Schulungsstätte nur an einem oder mehreren Wochenenden im Monat und trainierst zu Hause mit Übungsaufgaben. Die Kosten der Ausbildung sind von Schule zu Schule unterschiedlich. Auch die Dauer hängt von der Bildungsstätte ab, ist aber meist nicht länger als ein Jahr.  

Aber was steht auf dem Kursplan? In theoretischen und praktischen Modulen erlernst du die verschiedenen Dolmetschtechniken. Durch Übungen bekommst du Grundlagen, aber auch Tricks und Kniffe schnell beigebracht: Welche Mnemotechniken gibt es? Wie schreibt man richtig und schnell? Wie erstellt man Live-Untertitel mit Spracherkennung? Aber auch mit dem Thema Hörschädigung setzt du dich auseinander, zum Beispiel erlernst du Grundlagen der Gebärdensprache. Dazu wirst du in spezieller Software geschult, zum Beispiel Plattformen zum Online-Dolmetschen. Bei manchen Bildungsträgern ist ein Praktikum Teil der Ausbildung, bei dem du das Gelernte gleich anwenden kannst. Die Ausbildung schließt du mit einer Prüfung ab.

Hast du das Zertifikat in der Tasche, kannst du bei Vermittlungsagenturen oder Fernsehsendern arbeiten. Aber auch als Freiberufler/in hast du gute Chancen, denn das Berufsfeld ist jung und du bist als Schriftdolmetscher/in gefragt. Willst du deine Chancen vergrößern, kannst du dich auch weiterbilden, zum Beispiel, indem du die Gebärdensprache erlernst.

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Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

Ob in Konferenzräumen, Gerichtssälen oder bei Ämtern – wo auch immer du bist, du bist flexibel und multitaskingfähig. Während du das eben Gesagte aufschreibst, musst du schon die nächsten Informationen aufnehmen und dir merken. Wenn dabei noch Nebengeräusche ablenken können, ist höchste Konzentration gefragt. Eine gute Vorbereitung ist dabei die halbe Miete. Kennst du dich mit dem Thema einer Tagung und denn verwendeten Fachbegriffen schon aus, fällt dir das Dolmetschen leichter. Dass deine Rechtschreibung fehlerfrei sein muss, ist dir bestimmt klar.

Deine Arbeitszeiten richten sich nach den Personen und Veranstaltungen, für die du dolmetschst. Du bist also auch oft am Wochenende oder abends unterwegs. Da die Tätigkeit sehr anstrengend ist, wirst du aber nicht acht Stunden am Stück dolmetschen können. Deswegen arbeitest du bei längeren Konferenzen oft im Team und wechselst dich mit Kollegen ab. Wenn du schon während deiner Ausbildung Kontakte zu den anderen angehenden Schriftdolmetschern/innen knüpfst, kannst du später im Berufsleben auf dieses wertvolle Netzwerk zurückgreifen. Nicht nur unter Kollegen ist Teamfähigkeit gefragt – vor allem wenn du einzelne Personen im Alltag unterstützt, zählt eine hohe soziale Kompetenz und Einfühlungsvermögen.

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