Schweißer/in.

Gehalt:
kein Gehalt
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
variabel
Ausbildung Schweißer/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Idealerweise einen Hauptschulabschluss oder einen vergleichbaren Schulabschluss

    • Evtl. Vorkenntnisse, zum Beispiel in der Metallbearbeitung

    • Technisches Verständnis und Physikkenntnisse

    • Geschickte Hände und ein räumliches Vorstellungsvermögen

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeitest

    • Dich von äußeren Umständen nicht aus der Ruhe bringen lässt und sehr konzentriert arbeitest

    • Gerne praktisch arbeitest und körperlich belastbar bist

    • Flexibel bist und unregelmäßige Arbeitszeiten kein Problem für dich sind

  2. Deine Aufgaben: Das schweißt (du) zusammen.

    Berufsbild Schweißer/in

    Du mit einer großen Schutzbrille, eines Science-Fiction-Filmes würdig. Sprühende Funken und ein gleißend helles Licht, das sich in den schweren Metallteilen, die du bearbeitest, widerspiegelt. Konzentriertes Arbeiten mit sicheren Bewegungen – hier darf nichts schiefgehen. Langsam fügen sich zwei Teile mit einer sauberen Naht zusammen und nehmen Form an. Ist das ein Bild, das du dir für deinen Arbeitsalltag vorstellen kannst? Bei deiner Ausbildung zum/zur Schweißer/in lernst du, wie Metallteile verbunden und Anlagen- sowie Konstruktionsbauteile montiert werden. Damit wirkst du zum Beispiel beim Bau von Schiffen, Aufzügen, Rohren oder Erdölraffinerien mit und sorgst dafür, dass alle Nähte sauber sind. Damit das reibungslos funktioniert, leistest du auch die Vorarbeit: Schweiß- und Konstruktionspläne müssen erstellt, das richtige Schweißgerät ausgewählt und die Bauteile optimal angeordnet werden. Für das Schweißen an sich lernst du während deiner Ausbildung zum/zur Schweißer/in verschiedene Verfahren kennen, die du je nachdem, was geschweißt wird, anwendest. Dabei erfährst du einiges über verschiedene Materialien, wie sie sich beim Schweißen verhalten und welche Fehler lauern können.

    Hast du etwas fertig montiert, ist es wichtig, genau zu checken, ob das fertige Teil den Anforderungen in Sachen Qualität und Stabilität genügt: Sind alle Nähte bombenfest? Gibt es Risse oder sind die Nähte dicht? Halten sie Druck stand? Das sind alles Fragen, die du gewissenhaft durch verschiedene Tests und ein wachsames Auge überprüfen musst – hat ein gigantisches Teil wie ein Brückenpfeiler beispielsweise Risse, kann das genauso schnell zu einer Katastrophe führen, wie wenn ein kleines Autoteil großer Geschwindigkeit nicht standhält.

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  4. In Theorie und Praxis „on fire“

    Schweißer/in Gehalt

    Als Schweißer arbeitest du zum Beispiel in Schlossereien oder Schweißereien, im Metallbau, beim Herstellen von Maschinen, Werkzeugen und Fahrzeugen oder in der Versorgungstechnik, beim Bau von Heizungen oder Rohren. Während der schulischen Ausbildung zum/zur Schweißer/in schnupperst du auch viel Praxisluft, bist aber nicht – wie es typisch für eine duale Ausbildung wäre – zwei oder drei Jahre an mehreren Tagen in der Woche im selben Betrieb. Du kannst einen Teilzeit- oder Vollzeitlehrgang belegen, der in Unterrichtsräumen stattfindet, die extra für das Schweißen hergerichtet sind. Hier wirst du in der Theorie unterrichtet und führst auch selber Übungen durch. Es gibt zwei Systeme: Entweder du belegst aufeinander aufbauende, festgelegte Kurse oder du wählst zwischen verschiedenen Lehrgangsmodulen. Entscheidest du dich für die festgelegte Variante, hast du am Ende der Aus- bzw. Weiterbildung zum/zur Schweißer/in eine umfassende Qualifikation und darfst dich zum Beispiel „Internationale/r Schweißer/in“ nennen. Wählst du die Modul-Variante, die vom TÜV angeboten wird, bekommst du die Berechtigung zur Anwendung einzelner Schweißtechniken und kannst zudem Kurse belegen, die dich später für ein breiteres Aufgabenfeld qualifizieren. Die Praxis findet entweder in Übungsräumen statt oder direkt in den Betrieben.

    Wie lange die Ausbildung zum/zur Schweißer/in dauert, hängt davon ab, wo du sie machst, welche Module du belegst, welche Vorkenntnisse du mitbringst und ob du in Teilzeit oder Vollzeit dabei bist. Die Spanne kann sich von ein paar Wochen oder Monaten bis zu zwei oder drei Jahren hinziehen.

    Wenn du deine Aus- bzw. Weiterbildung zum/zur Schweißer/in mit der Abschlussprüfung, die aus theoretischen und praktischen Teilen besteht, abgeschlossen hast, kannst du in einem Betrieb am Schweißgerät loslegen. Was die Arbeitszeit betrifft, solltest du, je nachdem wo du arbeitest, flexibel sein – es gibt Notfälle, zum Beispiel spontan auftretende Risse, die sofort repariert werden müssen. Außerdem kannst du auf Montage eingesetzt werden und bist dann gegebenenfalls eine Zeitlang von deinem Wohnort entfernt. Wer dafür brennt, sich weiterzubilden und die Karriereleiter zu erklimmen, der kann die Prüfung zum/zur Schweißwerkmeister/in ablegen oder, sofern die Berechtigung dazu besteht, einen Bachelor in Werkstoffwissenschaft oder Werkstofftechnik anschließen.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Gleißendes Licht und jede Menge Action.

    Schweißer/in Bilder

    Im praktischen Teil deiner Ausbildung zum/zur Schweißer/in lernst du dein künftiges Arbeitsumfeld kennen – hier geht es ordentlich zur Sache. Du bist hartgesotten und kannst über Hitze, Krach oder Nässe nur lachen? Dann bist du hier genau richtig! In Produktionshallen lässt du dich von hohen Temperaturen, Maschinenlärm und der Entwicklung von Rauch und Gasen nicht aus der Ruhe bringen. An der frischen Luft schweißt du auch bei Dauerregen oder frischem Wind munter weiter. Und bei Montagearbeiten in 100 Metern Höhe genießt du die Aussicht, statt Panik zu bekommen. Grelle Lichtblitze findest du abgespaced statt unangenehm. Körperlich bist du fit, kannst dir nichts Schlimmeres vorstellen, als den ganzen Tag an einer Stelle vorm PC zu sitzen, und wenn du mal über Kopf arbeiten musst, ist das eine willkommene Abwechslung. Die gute Nachricht: Du musst den Bedingungen nicht schutzlos trotzen, sondern wirst ausgerüstet mit Schutzkleidung: Brille, Handschuhe und Schweißerschild bilden deine Alltagsuniform. Dazu hantierst du den ganzen Tag mit Geräten wie Schweißbrenner oder Schweißroboter.

    Wichtig ist auch, dass du dich nicht aus der Ruhe bringen lässt: Du hast eine große Verantwortung, weswegen es wichtig ist, dass du sehr konzentriert arbeitest, dich an Sicherheitsvorschriften hältst und dir der Unfallgefahr bewusst bist. Genau dein Ding? Wenn du jetzt noch kein Problem damit hast, bei Montageeinsätzen mal eine Weile von zu Hause weg zu sein, und unregelmäßige Arbeitseinsätze dir kein Augenrollen entlocken, legst du bei der Ausbildung zum/zur Schweißer/in den Grundstein für einen Beruf, der Abwechslung bringt und harte Kerle genauso fordert wie toughe Mädels.

  6. Dein Ausbildungsgehalt.

    Leider erhältst du im Rahmen dieser Ausbildung keine Vergütung. Vor allem in schulischen Ausbildungen ist das meist üblich, da du neben deinem theoretischen Unterricht nicht auch wie in der dualen Ausbildung im Betreib arbeitest. Häufig zahlst du an der Berufsfachschule sogar noch Gebühren – zum Beispiel um zu Prüfungen zugelassen zu werden. Aber keine Sorge: Du wirst hier nicht allein gelassen, denn du kannst Förderungen wie zum Beispiel BAföG beantragen.

  7. 3 Ausbildungsplätze für Schweißer/in.

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