Metall, Maschinenbau

Verfahrensmechaniker/in

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Ausbildung Verfahrensmechaniker/in
Berufsbild Verfahrensmechaniker
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Verfahrensmechaniker/in Gehalt
  • Gehalt: 780 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Alle Abschlüsse
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Als Kind war keine Knete vor dir sicher, aus Holz und Steinen hast du deine eigenen Werkzeuge gebaut und du liebst es, Farben miteinander zu vermischen? Außerdem findest du chemische Anwendungen faszinierend, weil man immer wieder neue Materialien entdecken kann? Dann ist die Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in genau das Richtige für dich! Was dich in dieser erwartet und auf welche Gebiete du dich spezialisieren kannst, erfährst du hier.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Idealerweise einen Realschulabschluss oder einen mittleren Bildungsabschluss

  • Gute Noten in Mathematik und Chemie

  • Interesse an Technik

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Sorgfältig und genau arbeitest

  • Geschickt mit deinen Fingern bist

  • Ein gutes Vorstellungsvermögen hast und räumlich denken kannst

Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/-in: Du erkennst im Rohmaterial ein fertiges Produkt

Mit unterschiedlichen Materialen arbeiten: Deine Aufgaben

Berufsbild Verfahrensmechaniker

Verfahrenstechnik ist nicht gleich Verfahrenstechnik – am Beginn deiner Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in triffst du eine Entscheidung, in welchem Bereich der Verfahrenstechnik du zum Profi wirst. Hierbei kannst du zwischen einer Ausbildung im Bereich Kunststoff- und Kautschuktechnik, im Bereich Beschichtungstechnik oder im Bereich Glastechnik wählen.

Im Bereich Kunststoff- und Kautschuktechnik stellst du alle möglichen Produkte aus Kunststoff her – du glaubst gar nicht, wie viele Teile aus Kunststoff bestehen! Zahnbürsten, Shampooflaschen, Autoreifen, Legosteine, Stühle und Tische sind nur ein paar Möglichkeiten, in welche Richtung es für dich gehen kann. Hierfür ist es wichtig, dass du die entsprechenden Maschinen, die später deine Produkte spritzen oder gießen werden, richtig bedienen und einstellen kannst. Bevor die Maschinen für dich jedoch eine neue Handyhülle aus Kunststoff anfertigen kann, musst du dich um die exakte Rezeptur des Materials kümmern, inklusive Dichte und Farbe. Sind die einzelnen Produktteile angefertigt, ist es deine Aufgabe, die Teile zusammenzusetzen, zu schrauben oder zu bauen. Hierbei achtest du stark auf die Qualität der Produkte. Sind alle Ränder glatt? Steht irgendwo eine kleine Kante ab? Hat dein Produkt die gewünschte Farbe oder sind Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche vorhanden? Da gerade im Kunststoffbereich Qualität oberste Priorität hat, führst du regelmäßig Kontrollen und Prüfverfahren durch, damit deine Produkte immer in der besten Qualität aus der Maschine rauskommen. Hierfür müssen die Maschinen gewartet werden und deine Aufgabe ist es, sie auseinander zu bauen, Einzelteile, die Probleme bereiten, auszutauschen und mögliche Werkzeuge zu reinigen.

Deine Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in im Bereich Beschichtungstechnik spielt sich dagegen eher am fertigen Produkt ab. Aber auch hier gibt es unzählige Möglichkeiten, was alles wie beschichtet werden muss. So ist es zum Beispiel deine Aufgabe neue Autos zu beschichten, damit der Lack, welcher vorher aufgetragen wurde, nicht zerkratzt oder abplatzt. Auch hier arbeitest du vorwiegend mit Maschinen, die die eigentliche Arbeit, das Beschichten deiner Gegenstände, übernehmen. Um Farbe, Lacke oder Kunststoff auf ein Produkt aufzutragen, gibt es unterschiedliche Verfahren, die du je nach Art des Objektes anwenden musst. Du bist dafür zuständig, die richtige Verfahrenstechnik zu wählen sowie die Eigenschaften deines Produkts zu kennen. Anschließend stellst du die Maschine ein und kontrollierst die Ergebnisse.

Der Rohstoff Glas steht ganz im Mittelpunkt deiner Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in im Bereich Glastechnik. Bei dieser Spezialisierung lernst du, aus verschiedenen Grundstoffen, wie Sand, Soda, Kalk und Altglas wieder eine neue Glasmasse anzurühren und diese wieder zu neuen Formen zu verbinden. Dabei bläst du das Glas nicht wie der klassische Glasbläser in die gewünschte Form, sondern Maschinen wie zum Beispiel eine Glaspresse oder eine Blas- und Siebdruckmaschine übernehmen diese Aufgabe für dich. Du überwachst, dass die Glasmasse in Schmelzöfen und Glaswannen angerührt wird und anschließend in die richtige Form gebracht wird. Hierfür programmierst du die Maschine und kontrollierst die Ergebnisse. Einerseits kannst du Hohlglas herstellen, das heißt für Flaschen und Gläser, oder Flachglas, für die Produktion von Autoscheiben und Sicherheitsglas. Das hergestellte Glas wird dann von dir überprüft und oftmals noch nachpoliert oder graviert.

Spezialisierung auf einen Rohstoff: deine Ausbildung in Theorie und Praxis

Verfahrensmechaniker/in Gehalt

Deine Ausbildung zum zum/zur Verfahrensmechaniker/in dauert – unabhängig von der Spezialisierung – drei Jahre und findet als duale Ausbildung statt. Das heißt, du bist abwechselnd in der Berufsschule und in deinem Ausbildungsbetrieb. In der Berufsschule lernst du im ersten Ausbildungsjahr die Grundkenntnisse der Verfahrenstechnik kennen. Ab dem zweiten Lehrjahr wird sich aber auch dein theoretischer Unterricht auf deine praktische Spezialisierung anpassen.

Im Bereich Kunststoff- und Kautschuktechnik fertigst du einfache Bauelemente aus verschiedenen Werkstoffen an. Hierfür musst die einzelnen Arbeitsschritte planen, dokumentieren und für den Vorgang technische Zeichnungen anfertigen. Außerdem beschäftigst du dich mit polymeren Werkstoffen. Welche Fertigungsvoraussetzungen für die Polymerverarbeitung gibt es? Und wie werden polymere Werkstoffe verarbeitet? Hast du die Grundlagen der polymeren Werkstoffe erlernt, geht es schon weiter mit der Technik des Spritzgießen. Ganz klassisch stellst du selbst Formteile durch Spritzgießen her, um anschließend entscheiden zu können, welche Spritzgießverfahren für welches Formteil sinnvoll ist. Dafür führst du eine Systemanalyse durch und stellst die Maschinen entsprechend ein. Ein weiteres wichtiges Verfahren, mit welchem du in deiner Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in im Bereich Kunststoff- und Kautschuktechnik arbeiten wirst, ist das Pressen durch Pressmaschinen. Hierfür informierst du dich über das Anforderungsprofil des Artikels und untersuchst das Material auf seine verarbeitungsrelevanten Eigenschaften, um das benötigte Pressverfahren auszuwählen.

Im Bereich Beschichtungstechnik beschäftigst du dich mit den einzelnen Schritten des Beschichtungsprozesses. Du lernst die Teilfunktionen sowie die Gesamtfunktion von Beschichtungssystemen verstehen und auf Fehler zu untersuchen. Eine Teilfunktion ist dabei die Zerstäubungsanlage. Unter Aufsicht nimmst du diese in Betrieb und legst die Vorgehensweise fest, also entscheidest, was zuerst und wie beschichtet wird. Im Rahmen dieser Anwendungen legst du auch wichtige Parameter fest, durch welche der Gesamtprozess überwacht und überprüft werden kann. Dazu gehört auch, dass du dich mit Warn- und Diagnosegeräten auskennst und entsprechend handeln kannst, falls dir diese eine Funktionsstörung oder eine Fehlerwarnung anzeigen. Fallen dir selbst Fehler auf oder hast du das Gefühl, bestimmte Arbeitsvorgänge können beschleunigt werden, optimierst du selbstständig die Arbeitsabläufe. Auch ist es wichtig, während deiner Arbeit auf entsprechende Schutzvorrichtungen zu achten.

Im Bereich Glastechnik lernst du steuerungstechnische Grundschaltungen kennen und beschäftigst dich mit der Entstehungsgeschichte und heutigen Umgang mit Glas. Außerdem entwirfst du prozessgeführte Steuerungen, um Linear- und Rotationsbewegungen zu realisieren, denn damit Glas in eine Formgebracht wird, muss es oftmals für eine bestimmte Zeit gedreht und bewegt werden. Hierzu gehört auch, dass du die Wirkungsweise von Sensoren und Wandlern verstehst, damit du dafür auch Sensoren nachjustieren kannst, falls das Ergebnis fehlerhaft ist. Darüber hinaus lernst du Fügeeinrichtungen einzustellen und nachzubessern.

Falls du dich nach deiner Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in noch weiterbilden möchtest, stehen dir verschiedene Wege offen. Möchtest du in deinem Betrieb mehr Verantwortung übernehmen und Mitarbeiter führen, kannst du dir den Meisterbrief sichern. Mit der Meisterprüfung bist du am Ende Industriemeister/in in deiner jeweiligen Fachrichtung. Möchtest du dich lieber in deinem Gebiet noch weiter spezialisieren und durch mehr Fachwissen neue Aufgaben übernehmen, kannst du dich zum/zur Techniker/in weiterbilden und anschließend Produktionsprozesse selbstständig leiten.

Dein Workspace – ganz nah dran an den Maschinen

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Schon während deiner Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in bist du in Industriebetrieben tätig. Das kann bei den verschiedensten Unternehmen sein: Autohersteller oder Autoteile-Zulieferer benötigen deine Arbeit ebenso wie Hersteller von Fenster, Türen oder Computern. Da viele der Maschinen, mit denen zu zusammenarbeitest, 24 Stunden laufen, arbeitest du im Schichtdienst. Meist gibt es eine Frühschicht, eine Mittagsschicht und eine Nachtschicht, sodass die Maschinen rund um die Uhr überwacht werden. Dir sollte es deswegen nichts ausmachen, nachts zu arbeiten oder sehr früh aufzustehen.

Auch sind die Maschinen nicht ungefährlich und gerade wenn du am Schmelzofen arbeitest, ist die richtige Schutzkleidung sehr wichtig. Dazu gehören immer feuerfeste Schuhe sowie oftmals ein Schutzkittel und feuerfeste Handschuhe. Auch eine Schutzbrille, die deine Augen vor Hitze oder herumfliegenden Splitter schützt, ist bei vielen Handgriffen Pflicht.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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Das Anschreiben für deine Ausbildung – quasi der Liebesbrief für deine Ausbildung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Ausbildung ist immer der schwerste. AZUBI.DE hilft dir!

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