Landwirtschaft, Natur, Umwelt

Winzer/in

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Winzer/in Gehalt
  • Gehalt: 651 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Rot oder weiß? Die Rede ist nicht von Pommes rot-weiß, sondern von Wein! Während deiner Ausbildung zum/zur Winzer/in pflanzt und pflegst du Weinstöcke, erntest die Trauben und stellst damit Wein, Sekt oder Traubensaft her.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Die Hochschulreife

  • Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis

  • Kaufmännisches Wissen

  • Gute Noten in Mathe, Chemie, Biologie und Technik

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Sorgfältig und selbstständig arbeitest

  • Freundlich im Umgang mit Kunden bist

  • Wert auf guten Wein legst

  • Gerne im Freien arbeiten möchtest

Ausbildung zum/zur Winzer/in: Von der Traube zum edlen Tropfen

Deine Aufgaben: Anbau, Ernte und Vermarktung

Berufsbild Winzer

Für Viele tritt Wein nur als Begleitung auf – als die perfekte Ergänzung zum Essen, als i-Tüpfelchen zum abendlichen Relaxen auf der Couch oder als Geburtstagsgeschenk. Für Winzer und Weinkenner ist Wein jedoch ganz klar das Highlight unter den Getränken. In deiner Ausbildung zum/zur Winzer/in lernst du die Weinherstellung vom Anbau der Weinstöcke bis hin zur Vermarktung des finalen Produktes kennen.

Doch bis zum edlen Tropfen in der Flasche ist es ein langer Weg. Während deiner Ausbildung zum/zur Winzer/in lernst du den gesamten Produktionsprozess kennen. Ziel ist, eine sehr gute Traubenqualität sowie einen hohen Ertrag zu sichern. Das beginnt bei der Bearbeitung des Bodens. Dabei spielt die Bodenbeschaffenheit eine wichtige Rolle. Um diese zu analysieren, wendest du moderne Systeme wie GPS und GIS an. Die Daten geben dir die nötigen Informationen, die du zum Anbau, zur Düngung und zum Pflanzenschutz brauchst. Sind die Weinstöcke gepflanzt, pflegst du diese und hältst Unkraut und Schädlinge von ihnen fern.

Sind die Trauben reif, legst du Hand an. Die sogenannte Weinlese beginnt meist Mitte und Ende September und reicht bis in den November hinein. In Handarbeit werden die Trauben aufgelesen und danach gekeltert – das heißt, die Trauben werden mithilfe von Pressen, Filtern und anderen Anlagen ausgepresst. Du hilfst auch bei der Organisation der Erntehelfer, denn alleine ist die Ernte nicht zu schaffen. Hier zählt vor allem ein reibungsloser Ablauf, denn Trauben halten meist nur wenige Tage ihre optimale Qualität bei.

Was nun genau hergestellt wird, hängt nicht nur von der Traubenart ab, sondern auch von der Verarbeitung. Hier gibt es unterschiedliche Methoden wie Schwefeln und Entsäuern, die die Qualität des Weines verbessern. Um zum Beispiel Rotwein herzustellen, muss dieser einen bestimmten Gärungsprozess durchlaufen. Im Weinkeller lernst du den Prozess mit Hilfe von Temperatur sowie Ansatz- und Zusatzstoffen zu beeinflussen. Computer helfen dir den Prozess zu steuern und zu überwachen.

Nach der Gärung ruht und reift der Wein dann in Stahltanks oder Holzfässern. Wie lange dauert der Reifungsprozess? Das ist ganz unterschiedlich – von ein paar Monaten bis hin zu einigen Jahren. Im Labor sowie mithilfe deinem eigenem Geschmacks- und Geruchssinn prüfst du fortlaufend die Qualität des Weines. Ist der Wein fertig gereift, füllst du diesen in Flaschen ab und etikettierst ihn. Nun ist er bereit für den Verkauf. Hier sind deine Marketingkenntnisse gefragt. Weinverkostungen, Präsentationen auf Messen oder Führungen über das Weingut gehören zur Vermarktung dazu.

Theorie und Praxis: Schulbank trifft Weinberg

Winzer/in Gehalt

Die duale Ausbildung zum/zur Winzer/in dauert drei Jahre. An einem oder zwei Tagen die Woche findet Unterricht an der Berufsschule statt – manchmal auch als Blockunterricht. In einigen Bundesländern wird der Unterricht teilweise in länderübergreifenden Fachklassen gelehrt. Die restliche Zeit arbeitest du im Weinbaubetrieb.

Für die Ausbildung ist kein bestimmter schulischer Abschluss erforderlich. Jedoch stellen Betriebe bevorzugt Auszubildende mit Hochschulreife ein. Hast du in Mathe, Biologie, Chemie und Technik geglänzt, dann hast du gute Chancen auf eine erfolgreiche Ausbildung. Deine Mathekenntnisse wendest du an, wenn du zum Beispiel die Mostgewichte und die Anteile für die Entsäuerungen ausrechnest. Während der Ausbildung lernst du alles über Gärprozesse, Maische- und Mostbehandlungen kennen. Hier helfen dir vor allem deine Biologie- und Chemiekenntnisse.

Lust auf mehr? Eine Weiterbildung nach deiner Ausbildung ist auch möglich. Zum Beispiel kannst du die Prüfung zum/zur Winzermeister/in ablegen. Mit Seminaren und Fortbildungen kannst du dich zu unterschiedlichen Themen wie Weinbau, Pflanzenschutz und Landwirtschaft auf dem Laufenden halten. Sogar ein Studium ist möglich. Du kannst beispielsweise einen Bachelor in Weinbau, Agrarmanagement oder Brauereitechnologie erwerben. Oder vielleicht reizt dich dein eigener Weinbaubetrieb? Dann kannst du den Weg zur Selbständigkeit einschlagen.

Dein Arbeitsumfeld: Weinberg, Weinkeller und Büro

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Du scheust dich nicht vor Wind und Wetter, Wochenendarbeit sowie vor schwer körperlichen Tätigkeiten? In deiner Ausbildung zum/zur Winzer/in wirst du nämlich in erster Linie im Freien auf dem Weinberg arbeiten. Hier bist du natürlich der Witterung ausgesetzt. Die Arbeit auf dem Weinberg kann körperlich auch sehr anstrengend werden. Oft arbeitest du auf den Knien, in der Hocke oder in gebückter Haltung. Daher ist es hilfreich, wenn du körperlich fit bist und eine robuste Konstitution mitbringst. Um die Rebstöcke vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen, arbeitest du auch mit Chemikalien. Hier ist Schutzkleidung ein Muss.

Im Herbst ist Hochbetrieb! Geregelte Arbeitszeiten gibt es nicht. Während der Weinlese ist daher auch Wochenendarbeit üblich. Beim Anbau und Weiterverarbeitungen der Trauben werden oft technischen Geräten, Maschinen und Anlagen eingesetzt. Doch auch die gute alte Handarbeit gehört dazu. Bei der Weinerzeugung wechselst du zwischen Weinkellern, Lagerräumen und Labors. Hier herrschen stets Unterschiede in der Temperatur und Luftbeschaffenheit. Das Büro steht dir für organisatorische Aufgaben zur Verfügung.

Das Highlight: Der Auftritt auf Messen und Weinverkostungen. Hier kommst du direkt mit den Kunden in Kontakt und kannst dein erlerntes Wissen anwenden sowie die Kunden kompetent beraten.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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