Holz- und Bautenschützer/in.

Gehalt:
915 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Ausbildung Holz- und Bautenschützer/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Mindestens einen Hauptschulabschluss

    • Handwerkliches Geschick

    • Gute Noten in Bio, Chemie und Werken

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Keine Angst vor Höhen hast

    • Körperlich fit bist

    • Sorgfältig arbeitest

  2. Deine Aufgaben: Auf Nimmerwiedersehen, Schädlinge!

    Berufsbild Holz- und Bautenschützer/in

    Gebäude sind nicht einfach fertig, wenn sie gebaut wurden. Sie müssen stetig geschützt und behandelt werden, damit sie erhalten bleiben. Mauern sind dem ständigen Einfluss des Wetters ausgesetzt, im Keller kann das Grundwasser gegen das Bauwerk drücken. Feuchtigkeit dringt ein, der Beton wird marode und instabil. Holz, ein Baustoff der zwar lebendig, aber von Natur aus weniger widerstandsfähig ist als Beton, bietet einen guten Nährboden für Pilze oder tierische Schädlinge, die das Gebälk schwächen.

    Vermutet ein Kunde Schimmelbildung durch Feuchtigkeit oder befürchtet er einen Schädlingsbefall, wirst du als Experte zu Rate gezogen. In der Ausbildung zum/zur Holz- und Bautenschützer/in beurteilst du Schäden am Bauwerk oder den Schädlingsbefall von Holzbauteilen, je nachdem, für welchen Schwerpunkt du dich entschieden hast:

    • Mit dem Schwerpunkt Bautenschutz untersuchst du zunächst den Zustand von Bauwerken. Dies können zum Beispiel Risse im Beton, feuchtes Mauerwerk oder Schimmelbefall sein. Je nachdem, welche Art von Schädigung vorliegt, ergreifst du die entsprechenden Maßnahmen, um den Schaden zu beheben. Zunächst sicherst du die Baustelle ab und sorgst dafür, dass nicht betroffene Teile des Bauwerks nicht beschädigt werden. Im nächsten Schritt entfernst du gegebenenfalls sehr stark betroffene und zerstörte Bauteile – dabei kommen schwere Maschinen zum Einsatz und viel Körperkraft ist gefragt. Daraufhin bereitest du den Untergrund vor, zum Beispiel in dem du den alten Putz abschleifst, die Fugen ausräumst oder die Fläche mechanisch reinigst. Ist alles soweit vorbereitet, legst du damit los, das Mauerwerk wieder in Schuss zu bringen. Du entfeuchtest die Betonwände mit speziellen Maschinen, sanierst Risse oder führst Abdichtungsarbeiten durch. Auch Vorbeugung gehört zu deinem Beruf: Damit solche Schäden gar nicht erst entstehen können, führst du verschiedene Maßnahmen durch. Du dichtest bodennahes Mauerwerk ab, indem du spezielle Folien und Platten anbringst oder über Bohrlöcher Chemikalien in das Mauerwerk einleitest. Anschließend versiegelst und verputzt du deine durchgeführten Arbeiten wieder.

    • In der Ausbildung zum/zur Holz- und Bautenschützer/in mit dem Schwerpunkt Holzschutz dreht sich bei dir alles um das empfindliche Material. Holz ist besonders anfällig dafür, von tierischen oder pflanzlichen Schädlingen befallen zu werden. Befürchtet ein Kunde einen solchen Befall, wirst du zu ihm nachhause gerufen. Dabei kann es vorkommen, dass du sehr schwer zugängliche Gebäudeteile untersuchen musst, zum Beispiel den Dachstuhl. Mit Werkzeugen und Messgeräten versuchst du, dem Schädling auf die Schliche zu kommen. Anhand des Pilzgeflechtes kannst du sofort erkennen, ob es sich um einen Porenschwamm, Sternsetenpilz oder Blättling handelt. Findest du Nagespuren und Schlupflöcher, leitest du daran ab, um welches Insekt es sich handelt. Im nächsten Schritt führst du alle Maßnahmen zur Beseitigung der Schädlinge durch. Auch hier werden zunächst die Baustelle gesichert und stark befallene Bauteile entfernt. Im nächsten Schritt chemische, Heißluft- oder Begasungsverfahren, um den ungebetenen Gast loszuwerden. Stark durchfeuchtete Holzbauteile trocknest du wieder aus und behandelst sie nach, um einen erneuten Befall zu vermeiden. Zur Vorbeugung gehört es, Feuchtigkeit möglichst komplett vom Holz fernzuhalten. Dafür baust du Tropfkanten, befreist verstopfte Regenrinnen und verschließt undichte Dächer. So kann einem erneuten Schädlingsbefall entgegen gewirkt werden.

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  4. Deine Ausbildung in Theorie und Praxis.

    Holz- und Bautenschützer/in Gehalt

    Die Ausbildung zum/zur Holz- und Bautenschützer/in dauert drei Jahre und verläuft dual. Die ersten beiden Jahre verlaufen für alle gleich, im dritten Ausbildungsjahr spezialisierst du dich entweder auf den Schwerpunkt Bautenschutz oder auf den Schwerpunkt Holzschutz. Um die Ausbildung abzuschließen, musst du sowohl eine Zwischen- als auch eine Abschlussprüfung ablegen.

    In deinem Ausbildungsbetrieb lernst du alle bautechnischen Grundlagen, die du für die Arbeit als Holz- und Bautenschützer/in benötigst. Du lernst, welche Holz- und Betonarten es gibt und welche Werkzeuge man speziell für sie einsetzen muss. Du übst Bauteile zu trocknen oder zu entfernen, Oberflächen zu behandeln und zu verputzen.

    Außerdem lernst du alles über die Schädlinge: Welche Pilzarten gibt es und wie lassen sie sich unterscheiden? Welche Unterschiede gibt es bei Insekten und welche Spuren hinterlassen sie? Auch wie man die unerwünschten Eindringlinge entfernt und welche Chemikalien man gegen sie einsetzen muss, erfährst du hier.

    In der Berufsschule lernst du alle theoretischen Hintergründe zu deinem Beruf und wirst zudem in allgemeinbildenden Fächern unterrichtet.

    Wenn du später weiter Karriere machen möchtest, stehen dir verschiedene Wege offen. Du kannst zum Beispiel die Prüfung als Meister/in im Holz- und Bautenschutzgewerbe oder eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik im Bereich Bauerneuerung und Bausanierung absolvieren. Auch ein Studium in dem Fachbereich Bauingenieurwesen steht dir mit der Hochschulreife oder einem Meisterbrief offen.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Handfeste Arbeit auf dem Bau.

    Holz- und Bautenschützer/in Bilder

    In der Ausbildung zum/ zur Holz- und Bautenschützer/in arbeitest du auf unterschiedlichen Baustellen, wo du auch dem Wetter ausgesetzt bist. Außerdem hast du Kontakt mit schweren Maschinen und Werkzeugen, die Lärm und Staub erzeugen. Du setzt zudem Chemikalien ein, die giftige Dämpfe absondern können. Um dich zu schützen, trägst du besondere Schutzkleidung wie Arbeitshandschuhe, Gehörschutz und Atemmasken.

    Du musst körperlich fit sein, denn deine Arbeit ist sehr anstrengend – arbeiten auf den Knien oder gebückt sowie das Tragen schwerer Materialien ist Teil des Berufs. Deine Arbeitszeiten richten sich nach deinem Betrieb, auf Großbaustellen kann es zu Schichtarbeit kommen.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Holz- und Bautenschützer/in.

    Ø 1. Jahr
    705€
    Ø 2. Jahr
    910€
    Ø 3. Jahr
    1.130€
  7. 30 Ausbildungsplätze für Holz- und Bautenschützer/in.

Bist du der/die geborene Holz- und Bautenschützer/in?
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